Elektronikentwicklung und -fertiung BMK zieht um in den Technopark Augsburg

Redakteur: Claudia Malllok

25 Prozent Umsatzwachstum in diesem Jahr sind ein Beweis dafür, dass diese Strategie des Elektronikdienstleisters BMK aufzugehen scheint. Das hohe Wachstum beim Umsatz und den Mitarbeitern über Jahre hinweg machte einen Umzug in größere Räumlichkeiten erforderlich.

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Am neuen Standort im Technopark Augsburg stehen 7100 Quadratmeter zur Verfügung, die kontinuierlich ausgebaut werden können
Am neuen Standort im Technopark Augsburg stehen 7100 Quadratmeter zur Verfügung, die kontinuierlich ausgebaut werden können
( Archiv: Vogel Business Media )

Einer kontinuierlichen und partnerschaftlichen Geschäftsbeziehung zu den Kunden zur Förderung einer produktiven Zusammenarbeit misst die BMK-Group tragende Bedeutung zu. Hohe technische Kompetenz, ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein, Liefertreue, Transparenz, schnelles Handeln zugunsten innovativer Lösungen und die langjährige Erfahrung in komplexer Fertigungstechnologie zeichnen das in Augsburg ansässige Unternehmen aus. Die Firmengruppe versteht sich als Kompetenzzentrum in Technologiedienstleistungen für Electronic Engineering Manufacturing Services (E2MS) und begleitet den gesamten Produktlebenszyklus elektronischer Produkte von der Idee zur Serie bis hin zum After-Sales-Service.

Von der Idee über die Serie bis zum Service aus einer Hand

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Die BMK-Group setzt sich zusammen aus den drei Firmen electronic solutions (Entwicklung) mit ca. 20 Mitarbeitern, professional electronics (Elektronikfertigung) mit ca. 420 Mitarbeitern und electronic services (Servicedienstleistungen) mit etwa 80 Mitarbeitern.

Als einer der führenden deutschen Auftragsfertiger bietet die BMK professional electronics hohe Kompetenz in allen Bereichen der modernen Elektronikfertigung (Bauteileeinkauf, Materiallogistik, Elektronikfertigung, Montage, Prüfmittelentwicklung,Test und Qualitätsmanagement). Kurze Durchlaufzeiten, hohe Liefertreue und Flexibilität sind das Resultat von Business Unit Konzept, Flussfertigungsprinzip, Kanban-Steuerung, KVP-Prozesse und der Anwendung der Null-Fehler-Strategie. In den Business-Units bilden Planung (Büro) und Ausführung (Fertigung) organisatorisch und räumlich eine Einheit. Durch die Integration der Kernaufgaben – Angebotserstellung, technische und logistische Kundenbetreuung, Beschaffung, Fertigungsplanung und Durchführung der Produktion – arbeitet der Kunde mit einer minimalen Zahl von Ansprechpartnern zusammen, die sich auf seine spezifischen Anforderungen sehr gut einstellen können.

Der Fokus von BMK electronic services liegt in den Bereichen After-Sales-Services und produktionsnaher Reparatur-Dienstleistungen rund um die Elektronik. Der Umbau von Produkten nach kundenspezifischen Wünschen einschließlich anschließender Funktionsprüfung ist ebenfalls eine Kernkompetenz dieses Bereiches. Sowohl komplexe Nacharbeiten als auch Themen wie BGA- Reparatur und Reballing werden bearbeitet. Ergänzend wird eine europaweite Lieferlogistik für die Abholung und Rücklieferung der Produkte bis zum Endkunden angeboten. Bei der BMK electronic solutions werden nach Kundenvorgaben vom der Konzepterstellung über die Entwicklung bis zur Produktqualifizierung individuelle, elektronische Baugruppen und Systeme entwickelt.

Stetige Investitionen in Hard- und Software

Das Unternehmensziel des zweimaligen Gewinners des Electronic Enginering and Manufacturing Services-Awards (E²MS-Award) infolge, heißt: führender deutscher Elektronikdienstleister zu werden. Dazu sind stetige Investitionen für Equipment und Softwaretools notwendig. Beispielsweise gehört BMK zu den ersten Anwendern der neuen Bestückautomatengeneration Siplace-X von Siemens. Fünf kompatible SMT-Hochleistungs-Bestückungslinien mit einem optimierten Rüstkonzept und einem hoch entwickelten Traceability-System erreichen eine Gesamtbestückungsleistung von rund 2 Millionen Bauelementen pro Tag. Zur Realisierung ihres Unternehmensziels arbeiten die Augsburger außerdem technologisch und strategisch eng mit Hochschulen und Instituten zusammen sowie mit führenden und namhaften Partnern aus der Industrie. Immer ein paar Jahre voraus denken, ist ein weiterer Erfolgsgarant. Ein gutes Beispiel dafür sind die seit 1. Juli 2006 wirksam gewordenen RoHs-Richtlinien. Die BMK-Group hat sich mit diesem Thema schon sehr früh beschäftigt und produziert bereits seit Anfang 2003 bleifreie, elektronische Baugruppen. „Wir können also auf eine annähernd 3-jährige Serienfertigung für alle Lötprozesse wie Reflow-, Wellen- und Selektivlöten verweisen. Insgesamt haben wir über zwei Millionen Baugruppen, verteilt auf 200 Typen, bleifrei hergestellt“, betont Dieter Müller, einer der drei BMK Geschäftsführer.

„Wir sind nicht nur die verlängerte Werkbank, sondern bieten unseren Kunden einen Fullservice. Eine eingehende Beratung ist für uns sehr wichtig“, unterstreicht Dieter Müller. Erstinformationen über sein Produkt bekommt der Kunde mit Hilfe des DFM-Reports (Design-for-Manufacturability), der Schwachstellen aufzeigt, bewertet und Verbesserungsvorschläge enthält.

Die technologische und logistische Kompetenz, das schnelle Handeln zugunsten innovativer Lösungen - Prototypen können auf serienunabhängigen Maschinen in ein bis zwei Tagen gefertigt werden -, der kontinuierliche Dialog mit den Kunden sowie die enge Kooperation mit namhaften Firmen und Hochschulen kommt auch bei den Kunden gut an. So erreichten die Augsburger im letzten Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 25 Prozent. Allein im letzten Quartal wurden knapp 50 neue Mitarbeiter eingestellt.

Umzug in den Technopark Augsburg

Bedingt durch dieses hohe, kontinuierliche Wachstum wurde der zur Verfügung stehende Platz im Deuter Park in der Feldstraße zu eng und man entschied sich für einen Umzug. Am neuen Standort im Technopark Augsburg stehen 7100 Quadratmeter zur Verfügung, die kontinuierlich ausgebaut werden können. Im Deuter Park verbleibt die BMK electronic Services und Lagerkapazität mit insgesamt 4200 Quadratmeter.

Der Standort Deutschland ist für die BMK-Gruppe aus vielerlei Gründen nach wie vor sehr attraktiv. Durch den hohen Automatisierungsgrad und den sehr geringen Anteil manueller Tätigkeiten fallen die Lohnkosten nicht stark ins Gewicht. „Zudem sind für unsere Kunden Beratung, Unterstützung kurze Wege und vor allem Flexibilität etc. wichtige Entscheidungskriterien, nicht nur der Preis. Sie wollen einen Partner, der eine umfassende Dienstleistung anbietet und ein funktionsfähiges Produkt zur rechten Zeit liefert“, so Dieter Müller abschließend.

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