Computer-Abstürze

Blue Screens, Bomben, Gurus: Eine kurze Geschichte kritischer Fehlermeldungen

| Redakteur: Franz Graser

Bei der Eröffnung der Sommerspiele 2008 in Peking schwebte der chinesische Turner Li Ning nach oben, um die Olympische Flamme zu entzünden. Dabei zeigte sich links der berüchtigte „Blue Screen of Death“. Das Foto wurde lange als Fake betrachtet. Einige Besucher der Eröffnungsfeier bestätigen jedoch, den Bluescreen tatsächlich gesehen zu haben.
Bei der Eröffnung der Sommerspiele 2008 in Peking schwebte der chinesische Turner Li Ning nach oben, um die Olympische Flamme zu entzünden. Dabei zeigte sich links der berüchtigte „Blue Screen of Death“. Das Foto wurde lange als Fake betrachtet. Einige Besucher der Eröffnungsfeier bestätigen jedoch, den Bluescreen tatsächlich gesehen zu haben. (Bild: Powerapple Forum)

Jeder Computer-User fürchtet sie: Kritische Fehler, die nur durch einen Neustart des Rechners zu beheben sind. Bei Windows ist der „Blue Screen of Death“ die ultimative Fehlermeldung. Ähnliches gibt es aber auch bei anderen Systemen.

Die Macintosh-Bombe

Das Betriebssystem der frühen Macintosh-Rechner war nicht mit dem heutigen Unix-basierten Mac OS X vergleichbar. Vor allem besaß das klassische Mac OS in seinen frühen Versionen nur einen unzureichenden Speicherschutz. Das bedeutete, dass der Absturz einer Applikation das komplette System mit in den Abgrund reißen konnte. Dies passierte durchaus nicht selten, beispielsweise wenn man als Grafiker oder Layouter mit speicherhungrigen Programmen wie Quark XPress aufwendige Seitenlayouts bearbeitete.

Diese Darstellung entstammt der Version 7 des klassischen Mac OS, die in den neunziger Jahren populär war.
Diese Darstellung entstammt der Version 7 des klassischen Mac OS, die in den neunziger Jahren populär war. (Bild: Public Domain)

Die typische Fehlermeldung war zu dieser Zeit eine kleine Bombe mit glimmender Lunte, die den Benutzer zum Neustart des Computers aufforderte. Die Meldung hatte für die Anwender meist nur einen geringen praktischen Wert, da sie kaum Angaben über die Ursache des kritischen Fehlers lieferte. Das war von den Systemdesignern des klassischen Mac OS durchaus so beabsichtigt, denn die Benutzer sollten nicht mit Informationen konfrontiert werden, die sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht verstehen konnten.

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42313126 / Embedded Betriebssysteme)