BLE-Kit von Cypress: IoT-Geräte schneller entwickeln

| Redakteur: Michael Eckstein

Alles drauf, alles dabei: Mit dem PSoC-6-Pioneer-Kit können Entwickler sofort loslegen.
Alles drauf, alles dabei: Mit dem PSoC-6-Pioneer-Kit können Entwickler sofort loslegen. (Bild: Sujith Sujan photography)

Ein neues Entwicklungskit von Cypress soll Anwendern einen schnellen Einstieg in die IoT-Applikationsentwicklung ermöglichen. Das bei RS Components erhältliche Kit ist mit Hardware-basierten Security-Funktionen ausgerüstet.

IoT-Produkte vereinen technische Hightech-Lösungen gleich mehrerer Disziplinen: Sensorik, Powermanagement, Datenverarbeitung, Funk und mehr. Damit Entwickler trotzdem schnell Fortschritte machen, stellt RS-Komponents seinen Kunden die Pioneer-Kit-Entwicklungsplattform für die PSoC-6-Mikrocontroller von Cypress Semiconductor zur Verfügung.

Die MCUs der PSoC-6-Serie sind für IoT-Anwendungen mit extrem geringem Stromverbrauch ausgelegt. Die flexible Architektur mit ihren integrierten Sicherheitsfunktionen soll das Design der Endgeräte vereinfachen.

Das PSoC-6-BLE-Pioneer-Kit ist laut Anbieter ein leistungsstarkes Launchpad für die Entwicklung von IoT-Geräten. Es basiert auf einer PSoC-63-MCU und beherrscht Bluetooth 5. Ein Cypress Quad-SPI-NOR-Flash-Speicher mit 512 MB und ein USB-Typ-C-Controller EZ-PD-CCG3 mit Stromversorgung sind ebenfalls auf dem Board angeordnet.

Smart-Power-Optionen, die eine wiederaufladbare LiPo-Batterie unterstützen, sowie ein Superkondensator vervollständigen das Kit. Der Kondensator kann als Reserve-Stromversorgung dienen.

Individuelle Bedienoberfläche erstellen

Anwender können die Benutzeroberfläche nach ihren Vorstellungen anpassen. Dazu stehen ihnen integrierte kapazitive Sensortasten, Schieberegler und ein Näherungssensor auf Basis der Cypress CapSense®-Technologie sowie ein 2,7-Zoll großes E-Ink-Display-Shield zur Verfügung.

Alle Komponenten sind im Lieferumfang enthalten. Das Board ist Steckplätzen ausgestattet, die mit Arduino UNO v3 kompatibel sind. So lässt sich die Funktionalität leicht mit Hilfe des umfangreichen Arduino-Ökosystems erweitern.

Neben allen Hardware-Komponenten kommt das PSoC-6-BLE-Pioneer-Kit mit einem umfangreichen Software-Paket. Das Software Development Kit (SDK) enthält Header-Dateien, Start-up-Code und die Peripheral Driver Library (PDL) genannte Middleware.

Genügsame Plattform mit Sicherheitsfunktionen

Die neue PSoC-6-MCU wird nach Angaben von RS Components ebenfalls bald beim Distributor erhältlich sein, damit Anwender ihre mit dem Pioneer-Kit entwickelten Projekte realisieren können. Die PSoC-6-Architektur integriert einen ARM-Cortex-M4-Core mit 150 MHz und einen Cortex-M0+-Core mit 100 MHz.

Nach Angaben des Herstellers verbraucht der Cortex M4 22 μA/MHz, der Cortex-M0+ 15 μA/MHz. Die dynamische Spannungs- und Frequenzskalierung soll zudem für maximale Energieeffizienz bei verschiedenen Belastungen sorgen.

Die Produkte verfügen außerdem über ein Hardware-basiertes Trusted Execution Environment (TEE). IoT-Anwendungen mit hohen Anforderungen an die IT-Sicherheit und den Datenschutz lassen sich so ohne externe Datenspeicherung realisieren. Das PSoC-6-TEE unterstützt laut Hersteller Sicherheitsmerkmale wie Secure Boot, verschlüsselte Datenspeicherung und erweiterte kryptografische Algorithmen.

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