Aktion Elektronik hilft

Bionische Prothesen für Babys und Kleinkinder aus dem 3D-Drucker

| Redakteur: Kristin Rinortner

Prothesen aus dem Drucker: Das Start-up Ambionics entwickelt voll funktionsfähige Prothesen mit 
Hydraulik und stellt diese Technologie Kindern auf der ganzen Welt zur Verfügung.
Prothesen aus dem Drucker: Das Start-up Ambionics entwickelt voll funktionsfähige Prothesen mit 
Hydraulik und stellt diese Technologie Kindern auf der ganzen Welt zur Verfügung. (Bilder: RS)

Ben Ryan fertigt mit seinem Start-up Ambionics Prothesen für Babys und Kleinkinder, die Gliedmaßen verloren haben. Herkömmliche Technik stützt sich auf Sensorik, die für Menschen unter drei oder vier Jahren nicht einsetzbar ist.

Ein innovatives Start-up, das voll funktionsfähige Prothesen mit Hydraulik entwickelt, verfolgt die Mission, diese Technologie Kindern auf der ganzen Welt zugänglich zu machen, die sie benötigen. Alles begann, als der Erfinder Ben Ryan für seinen Sohn eine Hilfe entwickelte. Aufgrund einer Verletzung bei der Geburt hatte sein Sohn einen Teil des Arms verloren.

Ryan – unzufrieden mit den gängigen Prothesen für Babys und Kleinkinder – hat seine Karriere in der Lehre aufgegeben, um sich der Entwicklung eines neuen Arms für seinen Sohn zu widmen. Er wollte darüber hinaus erreichen, dass andere Kinder in ähnlichen Situationen Zugang zu dieser Technologie haben. Deswegen gründete er Ambionics, das durch Crowdfunding finanziert wird.

RS Components hat das gesamte 3D-Druckfilament für die Prototypenentwicklung der hydraulischen Gliedmaßen zur Verfügung gestellt. RS unterstützt auch den Beta-Test mit 20 Familien rund um den Globus. Drüber hinaus wurde Ryans Mission in die Videoreihe „Portrait of a Inventor“ aufgenommen.

Alison Hutchings, Assistant Global Category Manager 3D Print bei RS, erinnert sich: „Ich habe die bewegende und herzerwärmende Geschichte von Ben Ryan in den Fernsehnachrichten gesehen und war der Meinung, dass es einen Weg geben könnte, wie RS helfen kann. Wir haben Ben Ryan über LinkedIn kontaktiert und so eine Beziehung zu ihm aufgebaut. Seine Mission und seine kühne Vision inspirierte uns. Vor allem, dass es sich um jemandem ohne Vorkenntnisse bei der Entwicklung oder einschlägigen Hintergrund in der Konstruktion handelte, sprach uns an. So beschlossen wir, Ambionics zu unterstützen.“

„Durch die Bereitstellung des 3D-Druckfilaments kann Ryan sich ganz auf den Beta-Test konzentrieren, ohne durch Produktionskosten eingeschränkt zu sein. Das Projekt hat bereits großes Interesse geweckt und 23.000 £ durch Crowdfunding von den insgesamt benötigten 150.000 £ eingeworben. Es handelt sich um ein sehr wertvolles Projekt und wir sind stolz darauf, zu den Unterstützern zu gehören", fügt sie hinzu.

Auch Ryan ist zufrieden: „Ich bin hoch erfreut über die Fortschritte, die wir bei der Entwicklung und Erprobung der Ambionics-Prothesen gemacht haben. Dies war nur möglich durch die treuen Unterstützer des Projekts. Zum Kreis dieser Unterstützer gehörte auch RS.“

„Die derzeitigen Optionen für Babys und Kleinkinder, die Gliedmaßen verloren haben, sind wirklich nicht optimal. Die Technik stützt sich auf Sensorik, die für Menschen unter drei oder vier Jahren nicht einsetzbar ist. Hinzu kommt, dass viele Prothesen von der Ästhetik her überhaupt nicht ansprechend sind.

Mein Ziel ist es, mit Ambionics Kindern überall auf der Welt dabei zu helfen, Prothesen zu nutzen und sie bis ins Erwachsenenalter einzusetzen. Dass diese sicher funktionieren und keine Kleinteile oder Batterien enthalten, ist der Schlüssel für den Einsatz im frühestmöglichen Alter.“

Die Hilfe für Ambionics unterstreicht die neue Markenpositionierung von RS, die unter dem Leitsatz „for the inspired“ zusammengefasst wird. Dabei geht es dem Unternehmen darum, die besonderen Leistungen der Kunden und Lieferanten hervorzuheben. Es soll gezeigt werden, in welcher Weise der Distributor zur Stelle ist, um deren Innovationen zu unterstützen – immer wenn es darum geht, technische Möglichkeiten für die Zukunft zu fördern oder wenn Ideen in die Realität umgesetzt werden sollen.

Auf der Ambionics-Internetseite erfahren Sie mehr über das Projekt und können es auch unterstützen.

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