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Testsystem für die LED-Fertigung Bestückte LED-Leiterplatten bis zu einer Länge von 1500 mm prüfen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Bei dem Testsystem LaserVision LED handelt es sich um eine Kombination aus AOI und LED-Tester, um die Funktionen der bestückten LEDs inline mit einer Länge von bis zu 1500 mm überprüfen zu können.

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LED-Fertigung: Das Testsystem LaserVision LED von Schneider & Koch Prüftechnik komibinert AOI- und LED-Tester für bestückte LED-Leiterplatten bis 1500 mm.
LED-Fertigung: Das Testsystem LaserVision LED von Schneider & Koch Prüftechnik komibinert AOI- und LED-Tester für bestückte LED-Leiterplatten bis 1500 mm.
(Bild: Schneider & Koch)

Die Entwicklung und Fertigung von LED-bestückten Leiterplatten ist ein Fachgebiet des EMS-Dienstleisters Frank Elektronik, der sich seit mehr als 15 Jahre mit der Leiterplattenbestückung, Kabelkonfektionierung, Baugruppenmontage und die Frontplattenbedruckung beschäftigt. Mitte des Jahres 2014 entschied sich Andreas Frank, Geschäftsführer der Frank Elektronik GmbH, in die Produktion von LED-Leisten mit einer Länge von 1500 mm einzusteigen. Zum damaligen Zeitpunkt gab es noch kein System auf dem Markt, das beide Funktionen vereinte. Aus diesem Grund nahm Frank mit Sondermaschinenherstellern Kontakt auf, wobei schnell deutlich wurde, dass die Entwicklungskosten zum Teil viel zu hoch waren und eine Kombination der beiden Prüfverfahren nicht möglich war. Auf der productronica 2015 stellte dann Schneider & Koch das Testsystem LaserVision LED erstmalig vor. Das Testsystem wurde für die Prüfung von bestückten LED-Leiterplatten entwickelt. Dabei wird die komplette Prüfung der Leiterplatten bis zu einer Länge von bis zu 1500 mm möglich. Sie umfasst die AOI-Prüfung, den Funktionstest als auch die Prüfung der LEDs bezüglich Helligkeit, Spannung und Farbtemperatur.

In der Vergangenheit wurden oft Lichtwellenleitersysteme und Sensoriken eingesetzt, die als Ergänzung in den elektrischen Testverfahren wie ICT oder FKT in den Adaptern integriert wurden. Aber gerade diese Lösungen wurden sehr teuer, wenn eine Vielzahl an LEDs geprüft werden musste. Die Kosten für die LED-Prüfung erreichten schnell ein Vielfaches der Adaptionskosten. Da die Messtechnik möglichst dicht an die zu prüfenden LEDs angeordnet werden muss, und nicht über Schnittstellen geführt werden sollte, würden Kosten für jeden eingesetzten Adapter anfallen. Für die LED-Tests gibt es zwei unterschiedliche Prüfungsansätze: Im taktzeitoptimierten Ansatz wird die im AOI eingesetzte Kamera verwendet. Geprüft wird auch über ein integriertes Spektrometer. Das ist aber grundsätzlich nicht notwendig, da die Kamera häufig ausreichende Ergebnisse liefert. Für genauere Messungen kann das Spektrometer hinzugezogen werden. Da es sich dabei um ein sehr langsames Messsystem handelt, ist es aber für den Großserieneinsatz eher ungeeignet. Um auch den Anforderungen einer LED-Fertigung gerecht zu werden, wurde das System um das Handling von bis zu 1500 mm langen Baugruppen erweitert. Der Kunde kann im Nachlaufband eine Markierung der Pass-Baugruppen vornehmen. Das erfolgt beispielsweise mit einem Tinten-Markierungssystem, ist aber auch mit anderen Verfahren umsetzbar.

Auch Seriennummern werden ausgelesen

Mittlerweile setzt das Unternehmen in zwei seiner Inlinefertigungen das System von Schneider und Koch ein. Dabei prüft das LaserVision LED nicht nur die bestückte Leiterplatte, sondern liest auch die Seriennummern der Leiterplatten aus. Zusammen mit den Bin-Informationen, der Chargennummer und den Messergebnissen werden die Seriennummern abgespeichert. Bei Abweichungen in der Farbtemperatur oder der Helligkeit einzelner LEDs lässt sich der Lieferant ermitteln, welche LED-Chargen nicht den gewünschten Spezifikationen entsprachen. //heh

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