Touch ohne Touch

Berührungslose Gestenerkennung mit 3D-Controller von Microchip

| Redakteur: Holger Heller

3D-Gestencontroller von Microchip: für konfigurierbare, E-Feld-basierte und berührungslose Bedienschnittstellen
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3D-Gestencontroller von Microchip: für konfigurierbare, E-Feld-basierte und berührungslose Bedienschnittstellen (Microchip)

Mit der patentierten GestIC-Technologie stellt Microchip die nächste Generation intuitiver, gestenbasierter und berührungsloser Bedienungsschnittstellen vor: den ersten konfigurierbaren, E-Feld-basierten 3D-Gestencontroller, der mittels Gestenerkennung die Handpositionen schnell, präzise und stabil erfasst.

Mit einer Leistungsaufnahme von nur 150 µW im aktiven Erkennungsmodus und Dauerbetrieb ist der MGC3130 für die 3D-Gestenerkennung in batteriebetriebenen Anwendungen geeignet, in denen das Energiebudget eng bemessen ist. Der Baustein ermöglicht mit seinen konfigurierbaren Leistungsmodi laut Microchip den geringsten Energieverbrauch aller 3D-Erkennungstechniken und liegt gegenüber kameragestützter Gestenerkennung um bis zu 90% niedriger.

Die GestIC-Technologie erreicht durch die On-Chip-Bibliothek „Colibri Suite“ eine hohe Gestenerkennungsrate, wie sie in heutigen Consumerprodukten für intuitive und natürliche menschliche Gesten gefordert werden. Die Colibri Suite kombiniert ein stochastisches Hidden-Markov-Modell mit x/y/z-Vektoren der Handposition, um Entwicklern einen zuverlässigen Satz an erkannten 3D-Hand- und Fingergesten zur Verfügung zu stellen, die einfach in ihre Produkte eingebunden werden können.

Die Beispiele reichen von Wecken bei Annäherung, Positionsverfolgung, Wisch-, Kreis- und Symbolgesten, um Funktionen wie Ein/Aus, Anwendung öffnen, zeigen, klicken, zoomen, scrollen, Mouseover-Effekt etc. auszulösen. Die Bibliothek verringert die Produktvorlaufzeit und reduziert das Entwicklungsrisiko durch einfache Anpassung der Systembefehle an Microchips Satz an vorher festgelegten Gesten. Zusätzliche Flexibilität erhält der Entwickler durch die Nutzung aufbereiteter Elektrodensignale für zusätzliche Funktionen in ihrer Anwendung.

Sensorelektroden aus beliebigem leitfähigen Material

Die GestIC-Technologie arbeitet mit Sensorelektroden aus einem beliebigen elektrisch leitenden Material, wie Leiterbahnen auf Leiterplatten oder der Indium-Zinnoxid-Beschichtung von Berührungssensoren, um eine unsichtbare Integration in einem Gehäuse zu ermöglichen. Damit lässt sich ein visuell ansprechendes Industriedesign zu geringen Gesamtsystemkosten realisieren.

Zusätzlich bietet diese Technik 100% Oberflächenabdeckung und verhindert so tote Winkel im „Sichtfeld“, wie sie in anderen Technologien vorkommen können. Mit einem Erkennungsabstand von bis zu 15 cm ist der MGC3130 auch für Anwendungen geeignet, in denen die Interaktion zwischen Anwender und Eingabegerät im Nahbereich stattfindet.

Mit seinen konfigurierbaren Funktionen schafft der Controller die Voraussetzungen für die nächste Generation von Mensch-Maschine-Schnittstellen in Industrieanwendungen. Microchip arbeitet bereits mit Herstellern von Eingabegeräten und anderen Produkten an Einsatzmöglichkeiten. Hierzu gehören Tastaturen, die die Schnittstellenmöglichkeiten von Windows 8 mit Wisch- und Schiebebewegungen sowie Freiraum-Gestensteuerung nutzen, anstatt den Anwender sich nach einem Berührungsbildschirm strecken zu lassen.

Das Sabrewing MGC3130 Single-Zone-Evaluierungskit ist für die Entwicklung mit dem MGC3130 mit unterschiedlichen Elektroden der Größe von 5" oder 7" geeignet. Das Kit ist mit der grafischen Anwenderschnittstelle „Aurea“ ausgestattet, die kostenfrei aus dem Internet herunter geladen werden kann, und erlaubt die Anpassung der Systembefehle an die Colibri Suite.

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