Aufbausysteme

Belastungstests für 19-Zoll-Baugruppenträger

| Autor / Redakteur: Nicole Jeroschewski und Werner Körber * / Kristin Rinortner

19-Zoll-Gruppenträger nach der Devise: „Geschüttelt, aber ungerührt“ im „Shaker“-Test. Sie müssen unter allen Einsatzbedingungen zuverlässig den Anforderungen entsprechen und sollten deswegen gemäß DIN EN 61587-1 geprüft werden.
19-Zoll-Gruppenträger nach der Devise: „Geschüttelt, aber ungerührt“ im „Shaker“-Test. Sie müssen unter allen Einsatzbedingungen zuverlässig den Anforderungen entsprechen und sollten deswegen gemäß DIN EN 61587-1 geprüft werden. (Bilder: Heitec)

19-Zoll-Baugruppenträger müssen robust sein. Um dies zu garantieren, sollten Hersteller sie auf alle zu erwartenden Belastungen prüfen und zertifizieren lassen. Ein Überblick zu den einzelnen Testverfahren.

Baugruppenträger aus dem 19-Zoll-Aufbausystem müssen robust sein und unter allen Einsatzbedingungen zuverlässig den Anforderungen entsprechen – insbesondere bei mobilem Einsatz, wie zum Beispiel im Bereich Bahntechnik oder Schiffsverkehr. Aber auch im industriellen Umfeld mit rauen Umgebungsbedingungen werden hier besondere Ansprüche gestellt. Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, Staub und nicht zuletzt je nach Einsatzbereich massive Einwirkungen wie Stöße oder Vibrationen sind in der Praxis zu erwarten. All dies darf ihre Stabilität und Funktion nicht beeinträchtigen.

Das gilt sowohl für die statische und dynamische Festigkeit der Baugruppenträgerstruktur als auch für ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Umweltbelastungen, wie sie typisch im Bereich der chemischen Industrie, bei Offshore Einsätzen oder im Schiffsverkehr auftreten.

Heitec als Anbieter umfassender Gehäusetechnik lässt seine Baugruppenträgersysteme durch unabhängige Institute auf alle zu erwartenden Belastungen prüfen und zertifizieren. Hierbei wird als Grundlage die Norm DIN EN 61587-1 herangezogen, welche die Prüfung gegenüber mechanischen und klimatischen Belastungen, sowie die Sicherheitsaspekte für Baugruppenträger nach IEC 60297 und IEC 60917 festlegt. Damit wird sichergestellt, dass diese Systeme allen Umweltanforderungen gerecht werden und zuverlässig funktionieren.

In dieser Norm werden je nach zu erwartendem Einsatzgebiet statische und dynamische Belastungsfälle in unterschiedlichen Stufen beschrieben. Auch die klimatischen Bedingungen werden in unterschiedliche Klassen eingeteilt und genau dokumentiert, um auch hier den verschiedenen Einsatzorten gerecht zu werden.

In der DIN EN 61587-1 werden nicht nur die jeweiligen Belastungen sondern auch das Testsetup detailliert festgelegt, um dem realen Einsatzfall der Baugruppenträger möglichst nahe zu kommen.

Die zu prüfenden Systeme werden mit einer unterschiedlichen Anzahl von Dummy-Steckbaugruppen mit festgelegtem Gewicht bestückt, welche eine realistische Belastung des Gerätes simulieren. Beim statischen Belastungstest wird gezielt das Verhalten der unteren Querverbindungsschienen bewertet, die einen wesentlichen Einfluss auf die Gesamtstabilität ausüben und insbesondere die zuverlässige Führung der Steckbaugruppen im Zusammenwirken mit den eingebauten Führungsleisten sicherstellen.

Um die Formsteifigkeit der Verbindungsschienen zu prüfen, werden für diesen Test alle unteren Verbindungsschienen des Gehäuses gleichmäßig über mehrere gesteckte Dummy-Baugruppen oder alternativ über eine einzelne definierte mittig aufgebrachte Gewichtskraft belastet. Hierbei dürfen sich die unteren Verbindungsschienen maximal 0,4 mm durchbiegen. Diese Abweichung wurde im Hinblick auf zulässige Toleranzen im 19-Zoll-Baugruppenträgersystem definiert, die in der zugehörigen Norm IEC 60297-3-101 beschrieben sind, um auch unter diesen Bedingungen die sichere Führung der Steckbaugruppen zu gewährleisten.

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