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Bei der LED kommt es auf die Qualität des Lichts an

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Aus Sicht der Experten sind die Nachteile bekannt. Und wenn es bereits einen aussagekräftigeren Nachfolger mit TM-30-15 gibt, so hält die Industrie an diesem alt bekannten Index aus Kostengründen fest. Hier wird vermutlich erst eine verbindliche Richtlinie eine Änderung herbeiführen.

Schwachstelle Treiberelektronik und die LED flimmert

Glücklich ist der Käufer eines LED-Leuchtmittels, welches augenscheinlich eine Glühlampe ersetzt. Doch nur solange, bis man sich die LED mit einer Videokamera oder Smartphone bei Filmaufnahmen ansieht. Dann kommt schnell die Ernüchterung: denn jetzt sind durchlaufende Streifen zu sehen und zeigen, dass der Hersteller an der Treiberelektronik gespart hat. Das Leuchtmittel ist nicht flimmerfrei. Längst ist es vielen Insidern bekannt, dass für die Ansteuerung der LEDs sogenannte Pulsweitenmodulation (PWM) eingesetzt wird. Ein zeitlich veränderliches Ein/Ausschalten des Stromes bei unterschiedlicher Frequenz wird zur Stromregelung und auch zum Dimmen von LED eingesetzt. Das bzw. die Taktung des Schaltreglers verursacht schnelle Lichtwechsel oder sogar sichtbares, störendes Lichtflimmern.

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Warum eine lange Lebensdauer der LED wichtig ist

Baubiologen kennen das und sind hier häufig schon mit Flickermetern unterwegs und trennen die Streu vom Weizen. Die schnelle Änderung der Lichtintensität, wie man es auch von den Stroboskop-Lichtern in den Discos kennt, nur hier meist aufgrund höherer Frequenz in den seltensten Fällen für das Auge sichtbar, kann laut Experten zu Konzentrationsschwäche, Epilepsie oder anderen Gesundheitsschäden führen. So gibt es bei den Tierzüchtern bereits Auflagen und Grenzwerte und auch in Japan darf ein definierter Flickerindex nicht überschritten werden.

Verbessert wird das Flimmerverhalten von LED-Leuchtmitteln häufig durch Kondensatoren, insbesondere Elektrolytkondensatoren. Das Bauteil wird allerdings ungern von Herstellern eingesetzt. Kondensatoren bestimmen die Lebensdauer der LED-Leuchte in der Vorschaltelektronik und sind in Verbindung mit langer Lebensdauer wiederum kostenintensiv. Leuchtmittel mit langer Lebensdauer schonen über viele Jahre nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Elektroschrott durch billige LED-Lampen, welche im Halbjahres-Rhythmus in die Mülltonne wandern, wird vermieden.

Warum es auf die Qualität des Lichts ankommt

Will man ein qualitativ hochwertiges LED-Leuchtmittel mit langer Lebensdauer und dazu noch flimmerfrei erwerben, dann sollte man den 2- bis 3-fachen Preis für ein Qualitätsprodukt renommierter Hersteller ausgeben. Denn dann ist LED-Beleuchtung nicht nur ein Energiesparfaktor, sondern auch ein Ökofaktor für Mensch und Umwelt. Und als Ökofaktor sollten wir Licht und damit auch LED-Licht genauso sehen, wie den Bedarf an Sonnenlicht für unseren Organismus und Umwelt.

Das hat seine gesundheitlichen Gründe, warum man in Sonnenlichtarmen, nordischen Ländern Dienstleister sogenannter Lichtduschen findet, welche einem ein Vollspektrum an Licht anbieten, um das biologische Gleichgewicht wieder herzustellen. So sind heute Hersteller von Leuchtmittel bemüht, Vollspektrumslampen anzubieten und werben mit sonnenlichtähnlichem Lichtspektrum.

Allerdings handelt es sich meist um überteuerte Lampen, die ihren Namen nicht wert sind. Jeder hat die Möglichkeit, das Lichtspektrum einer LED mit einem Lichtspektrometer selbst zu überprüfen. So gibt es das Lichtspektrometer „Lighting Passport“ von Asensetek als professionelle Smartphone-Erweiterung für jeden Licht-Profi. Mit Flicker- und Lichtspektrometer ausgerüstet ist es den Lichtprofis möglich, natürliches Licht sicherzustellen. Der Endkunde allerdings bekommt diese Daten nicht über die Verpackungsdaten mitgeteilt. Auch wenn sie bekannt wären, so würde er diese nur selten verstehen.

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