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Smart Home Bei der Heimvernetzung sind Männer sorgloser als Frauen

| Redakteur: Franz Graser

Smart Home ist einer der großen Trends der diesjährigen IFA. Doch wie wichtig ist den Nutzern die Sicherheit des Heimnetzwerks? Frauen sind bei vernetzter Haustechnik und Unterhaltungselektronik skeptischer als Männer. Das zeigt der Sicherheitsindex des Vereins „Deutschland sicher im Netz“.

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Das Bild täuscht: Die beiden Damen auf dem Foto scheinen die Annehmlichkeiten des Internets in der Wohnung in vollen Zügen zu genießen. In Wirklichkeit stehen Frauen der Heimvernetzung deutlich skeptischer gegenüber als Männer.
Das Bild täuscht: Die beiden Damen auf dem Foto scheinen die Annehmlichkeiten des Internets in der Wohnung in vollen Zügen zu genießen. In Wirklichkeit stehen Frauen der Heimvernetzung deutlich skeptischer gegenüber als Männer.
(Bild: Vodafone)

Knapp die Hälfte der befragten Männer (47,2 Prozent) empfinden eine Vernetzung der Haustechnik als nicht beziehungsweise wenig riskant – rund drei Prozentpunkte mehr als Frauen. Ein Viertel der weiblichen Befragten (25,8 Prozent) dagegen zeigen Vorbehalte im Hinblick auf die Sicherheit von Heimvernetzung: Sie stufen sie als gefährlich bis sehr gefährlich ein, während dies nur 22,9 Prozent der Männer tun.

Ähnlich verhält es sich bei der Unterhaltungselektronik: 43,1 Prozent der Frauen betrachten das mögliche Risiko von vernetzter Konsumelektronik als gering. Bei Männern steht der vernetzen Unterhaltung mit 48,4 Prozent fast jeder Zweite sorglos gegenüber. Nur 18,5 Prozent der Männer sehen ein gewisses Gefahrenpotential bei diesen Diensten – bei Frauen sind es mit 22,2 Prozent knapp vier Prozent mehr.

Die vier Nutzertypen: Souveräne Nutzer haben viel Sicherheitswissen und setzen dieses auch in der Praxis um. Fatalistische User sind dagegen gegenüber bedrohungen zu passiv. Die außenstehenden Nutzer weisen zum Teil eklatante Wissensmängel auf.
Die vier Nutzertypen: Souveräne Nutzer haben viel Sicherheitswissen und setzen dieses auch in der Praxis um. Fatalistische User sind dagegen gegenüber bedrohungen zu passiv. Die außenstehenden Nutzer weisen zum Teil eklatante Wissensmängel auf.
(Bild: Deutschland sicher im Netz)

Während Männer einer Nutzung vernetzter Haus- und Heimgeräte weniger skeptisch gegenüberstehen, verfügen sie gleichzeitig über mehr Kenntnisse zu Schutzvorkehrungen gegen Angriffe auf ihr Netzwerk. Ein Einfallstor für IT-Attacken auf vernetzte Heimgeräte ist oftmals die WLAN-Verbindung. Für die Sicherheit von Connected Home ist eine abgesicherte Netzwerkverbindung daher unerlässlich. 93,9 Prozent der Männer haben hierzu Wissen zur Sicherheit von WLAN, bei Frauen sind dies immerhin 91,1 Prozent.

Allerdings werden Maßnahmen zur Gerätesicherung von Smart Home-Nutzern in der Praxis bislang kaum ergriffen: Nur 68,1 Prozent der Frauen und 71,7 Prozent der Männer geben laut dem Sicherheitsindex an, ihr WLAN wirklich abzusichern.

Insgesamt präsentiert der aktuelle Sicherheitsindex mit 63,0 von 100 möglichen Punkten gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Die in Zusammenarbeit mit TNS Infratest vorgenommene Erhebung ergab einen Anstieg um 2,8 Punkte. Allerdings weist der Verein „Deutschland sicher im Netz“ auf eine deutliche Diskrepanz zwischen den verschiedenen Nutzertypen hin.

Bei den sogenannten souveränen Nutzern, die über eine hohe Sicherheitskompetenz verfügen und diese auch umsetzen, liegt der Sicherheitsindex bei 72,2 Punkten. Gutgläubige Nutzer, die diese Sicherheitskompetenz im Prinzip zwar auch haben, deren Gefährdungsgefühl aber unterentwickelt ist, erreichen einen Wert von 60,5 Punkte. Außenstehende Nutzer (die deutliche Wissenslücken aufweisen) und fatalistische Nutzer (die gegenüber Bedrohungen zu passiv sind) kommen auf 50,7 beziehungsweise 52,0 Punkte.

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