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GfK-Umfrage Bei der Fitnesskontrolle liegen Wearable Devices vorn

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Die Wearable Divices sind aktuell im Techniktrend. Die GfK wollte es genauer wissen und befragte Leute in Deutschland, Großbritannien, China, Südkorea und den USA.

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Laut einer Umfrage der GfK liegen Wearable Devices für die Fitnesskontrolle vorn.
Laut einer Umfrage der GfK liegen Wearable Devices für die Fitnesskontrolle vorn.
(betanews)

Das Smartphone gehört heute zur Standartausstattung. Als ständige Begleiter ermöglichen sie jederzeit und überall Kommunikation, Information und Unterhaltung. Eine noch engere Beziehung zwischen Mensch und Technik versprechen die sogenannten Wearable Devices. Als computergestützte Uhr am Handgelenk, Fitnessarmband oder Datenbrille bieten sie eine Vielzahl von neuen Anwendungsmöglichkeiten, meist in Verbindung mit einem Smartphone.

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Speziell zur Kontrolle und Aufzeichnung von Gesundheit und Fitness dienen die Activity Tracker. Ob Laufdistanz, Kalorienverbrauch, Herzfrequenz oder Qualität des Schlafes, die elektronischen Beobachtungsgeräte erfassen die Aktivitäten der Träger. Meist können die Daten zur Auswertung kabellos an einen Computer oder ein Smartphone übertragen werden.

Wie eine aktuelle GfK-Umfrage zeigt, existieren allerdings Unterschiede, wofür die Nutzer die Technik der Wearables nutzen wollen. Fitnesskontrolle ist für US-Amerikaner, Briten und Deutsche das wichtigste Einsatzgebiet. In China wird am häufigsten die Aufzeichnung der Gesundheit genannt. In Südkorea belegt hingegen die detaillierte Bewertung von persönlichen Statistiken aus den Bereichen Fitness, Gesundheit und Schlaf den ersten Rang.

Auch bei den wichtigsten Kaufkriterien unterscheiden sich die untersuchten Länder. In Deutschland ist für 30% der Befragten die Kompatibilität mit dem Smartphone und anderen Geräten das wichtigste Kaufkriterium. Für 20% entscheidet am ehesten der Preis. Genauigkeit ist für 15% das wichtigste Kriterium. Auch in China wird Kompatibilität mit 19% am häufigsten genannt, gefolgt von Genauigkeit mit 17%. Die Marke ist für immerhin 16% der Chinesen das entscheidende Kaufkriterium.

In Großbritannien entscheidet vor allem der Preis des Activity Tracker. Für insgesamt 28% der Briten ist er das wichtigste Kaufargument, gefolgt von Kompatibilität mit 20% und Genauigkeit mit 11%. Ein ähnliches Bild zeigt sich in den USA. Auch hier liegt der Preis mit 27% vorne, gefolgt von Kompatibilität mit 17% sowie Genauigkeit mit 13%. In Südkorea punkten vor allem Kompatibilität (19%), Preis (17%) und die Benutzerfreundlichkeit (17%).

Activity Tracker: Technik- vor Sportmarken

Activity Tracker sind von Anbietern aus verschiedenen Branchen erhältlich. Über die größten Verkaufschancen verfügen in allen Ländern bekannte Technikmarken. In Südkorea sind sie beim möglichen Kauf eines Activity Trackers für 69 Prozent der Verbraucher die erste Wahl, in China für 54% und in Deutschland für 51%. Auch in Großbritannien liegen sie mit 47% und den USA mit 42% vorn. Auf dem zweiten Platz, aber mit deutlichem Abstand, folgen Sportmarken.

Ihr größtes Absatzpotenzial ist in den USA und Großbritannien. Rund ein Drittel der Befragten nennen sie dort als bevorzugte Anbieter. In Deutschland und China erreichen sie immerhin noch knapp 30%, in Südkorea nur rund 17%. Sportmarken sind besonders bei jüngeren Zielgruppen populär. Activity Tracker von spezialisierten Technikmarken, Modeunternehmen oder Luxusmarken verfügen laut Umfrage nur über sehr eingeschränkte Verkaufspotenziale.

Smartwatches: Aktivitätenkontrolle ist bevorzugtes Einsatzgebiet

Smartwatches bieten im Vergleich zu Activity Trackern eine breitere Palette an Einsatzgebieten. Je nach Modell ist es möglich, über diese Uhren auch Telefongespräche zu führen, sie dienen zur Navigation, bieten die Möglichkeit für Suchanfragen im Internet oder zur Erfassung von Sportaktivitäten und Gesundheitswerten. Laut GfK-Studie sehen die Verbraucher in allen untersuchten Ländern die Erfassung von Aktivitäten und Gesundheitswerten als Haupteinsatzgebiet für Smartwatches. Dies macht Smartwatches zu einer deutlichen Konkurrenz für reine Activity Tracker.

In Deutschland ist die Erfassung von Sport, Gesundheits- und Fitnesswerten für ein Viertel der Befragten die wichtigste Anwendung, gefolgt von der Funktion als klassische Uhr mit 20% und der Möglichkeit, Telefonate mit der Smartwatch zu führen mit 11%. Auch in Großbritannien ist die Kontrolle von Aktivitäten und Gesundheit das am häufigsten genannte Einsatzgebiet und zwar mit 28%, gefolgt von der Funktion als Uhr mit immerhin 15% und der Möglichkeit, die Smartwatch als Navigationssystem zu nutzen mit 10%.

Für Chinesen punktet die Aktivitätenkontrolle mit 35% der Nennungen sehr deutlich, gefolgt von der Telefonfunktion (16%) und der Nutzung zur Navigation (11%). In den USA liegt Aktivitätenkontrolle (29%) klar auf Platz eins, gefolgt von Uhrenfunktion (13%) und der Nutzung von Apps beispielsweise für Wetterberichte, Notizen oder Kurznachrichten (10%). Die Befragten in Südkorea favorisieren Aktivitätenkontrolle (27%), Telefonfunktion (21%) und die Nutzung von Apps (11%).

Smartwatches: Preis ist wichtigstes Kaufkriterium

Abgesehen von China ist in allen untersuchten Ländern der Preis einer Smartwatch das wichtigste Kaufkriterium. Die Funktionalität landet in den meisten Ländern auf Platz zwei, gefolgt von der Möglichkeit, die Smartwatch zur Aufzeichnung von Aktivitäts- und Gesundheitswerten einzusetzen. Für chinesische Konsumenten hingegen steht an oberster Stelle die Genauigkeit der Smartwatch, gefolgt von der Aktivitätenerfassung und der Marke. Auch hier zeigt sich das in China stark ausgeprägte Interesse, Markenprodukte zu besitzen.

In allen Ländern werden bekannte Technikmarken als bevorzugte Anbieter von Smartwatches genannt. Sie führen mit deutlichem Abstand vor Sportmarken. Luxusmarken aus dem Mode- oder Uhrenbereich haben speziell in China Marktchancen.

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