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Batterietest: SGS-Labor in Rosenheim erhält Zertifizierung

Redakteur: Gerd Kucera

Das dritte e-Mobility-Labor „Life Cycle“ von SGS in Rosenheim erhält die DAkkS-Zertifizierung. Es hat umfangreiche Möglichkeiten, klimatische und elektrische Tests an jeder Art von Prüflingen durchzuführen.

Einblick in das jüngst zertifizierte SGS-LifeCycle-Labor in Rosenheim.
Einblick in das jüngst zertifizierte SGS-LifeCycle-Labor in Rosenheim.
(Bild: SGS)

Nachdem die e-Mobility Labore in München und Geretsried-Gelting von SGS bereits von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) nach ISO 17025 zertifiziert wurden, gilt dies nun auch für den dritten Laborstandort in Rosenheim.

„Der e-Mobility-Markt wächst rasant und damit auch die Nachfrage nach professionellen Tests von Elektrobatterien“, erklärt Tilman Heinisch, Head of Industrial Mobility bei der SGS in München, „die zusätzlichen Laborkapazitäten in Rosenheim können wir jetzt dazu nutzen, um unsere Dienste neben den bereits seit Jahrzehnten laufenden Testreihen für automobile Großkunden auch den mittelständischen Unternehmen in anderen Industrien zur Verfügung stellen zu können.“ Insbesondere in den Segmenten Missbrauch und Lebensdauerprüfungen adressieren die erweiterten SGS-Kapazitäten nicht nur den boomenden Markt der Elektromobilität und gleichermaßen auch die Hersteller und Anwender kleinerer Batterietypen, wie sie z.B. in kabellosen Bohrmaschinen, Mährobotern oder Rollern eingesetzt werden.

Die SGS ist bereits seit gut einem Jahrzehnt im Bereich e-Mobility weltweit aktiv. An den drei Standorten in Bayern werden neben bis zu 800 kg schweren Traktionsbatterien für Fahrzeuge führender Hersteller auch Umrichter und Heimspeicher geprüft, zum Beispiel für Solarstromanlagen. Darüber testet SGS auch elektrische Motorrad-Traktionsbatterien oder e-Bike-Speicher sowie Second-Life-Anwendungen in München, Geretsried-Gelting und Rosenheim.

Der Hauptsitz im Münchener Süden ist ebenfalls mit einem Life Cycle Labor ausgestattet und verfügt über umfangreiche Möglichkeiten, klimatische und elektrische Tests an jeder Art von Prüflingen durchzuführen. Die Prüfstände bestehen jeweils aus einer klimatischen Kammer zur Simulation der Umgebungsbedingungen (-40 bis 80 °C mit oder ohne Feuchte), einer Bestromungsanlage mit bis zu 400 kW Leistung und einer Prüflingskühlung (mit Kältemittel oder Wasser/Glykol) sowie einer Steuerungseinheit, die laut SGS nahezu jedes Szenario durch entsprechende Programmierung realisieren kann. Weiterhin verfügt das Labor über ein umfangreiches Kontingent an Zellen-Testern, mit denen die Techniker einzelne Zellen auf Herz und Nieren prüft und charakterisiert.

Nach eigenen Angaben ist die SGS-Gruppe das weltweit führende Unternehmen beim Prüfen, Testen, Verifizieren und Zertifizieren. 1878 gegründet, sorgt die SGS mit Hauptsitz in Genf und rund 90.000 Mitarbeitern sowie einem internationalen Netzwerk von über 2600 Niederlassungen und Laboratorien für global anerkannte Maßstäbe hinsichtlich Sicherheit, Effizienz und Qualität.

In Deutschland ist die SGS-Gruppe seit 1920 aktiv und bundesweit mit rund 3400 Mitarbeitern an 40 Standorten präsent. Zu ihr gehören auch die SGS INSTITUT FRESENIUS, die SGS-TÜV Saar und die SGS Germany.

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