Barbie wird nun Robotik-Ingenieurin

| Redakteur: Julia Schmidt

Als Ingenieurin für Robotertechnik will Mattel mit Barbie ein Berufsfeld ins Rampenlicht stellen, in dem Frauen unterrepräsentiert sind. Zudem kooperiert die Marke Barbie mit Tynker und Black Girls CODE, um das Interesse von Mädchen an MINT-Fächern und am Programmieren zu wecken.
Als Ingenieurin für Robotertechnik will Mattel mit Barbie ein Berufsfeld ins Rampenlicht stellen, in dem Frauen unterrepräsentiert sind. Zudem kooperiert die Marke Barbie mit Tynker und Black Girls CODE, um das Interesse von Mädchen an MINT-Fächern und am Programmieren zu wecken. (Bild: Mattel)

Mattel will in Zusammenarbeit mit der Codingplattform Tynker einen Beitrag dazu leisten den weiblichen Anteil in den MINT-Berufen zu erhöhen. Ab August kommt dazu die Robotik-Ingenieurin-Barbie in den Handel.

Alle Väter (und Mamies) aufgepasst. Barbie hat mal wieder die technischen Berufe für sich entdeckt. Ab August ist die neue Ausführung der immer noch beliebten Puppe erhältlich – die Robotik-Ingenieurin.

Die neue Puppe soll dabei helfen das Interesse von Mädchen an den MINT-Fächern zu wecken. Deshalb hat man sich auch entschieden, ein Berufsfeld ins Rampenlicht zu stellen, in dem Frauen derzeit unterrepräsentiert sind. Die neue Puppe ist dabei Teil einer Serie aus über 200 Berufen, die Mädchen inspirieren sollen, „ihr grenzenloses Potential zu entfalten“. Dazu zählen Berufe wie Lehrerin, Tierärztin und Konditorin aber auch Rennfahrerin, Feuerwehrfrau und jetzt Robotik-Ingenieurin.

Mit dem Ansinnen befindet sich Mattel in guter Gesellschaft. Der VDI etwa fördert gezielt Projekte wie „Komm, mach MINT“, den Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen. „Angesichts des gravierenden Fachkräfteengpasses in diesen Branchen, der für die deutsche Wirtschaft einen Wertschöpfungsverlust in Milliardenhöhe bedeutet, müssen wir vermehrt Frauen für MINT-Berufe begeistern.“, so Ralph Appel, Direktor des VDI.

Laut einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit war Stand März 2016 der Frauenanteil an den Beschäftigten in MINT-Berufen 15 Prozent. Dieser Anteil wächst zwar langsam ist aber im Vergleich zu anderen Länder sehr gering. In den USA etwa sind 24 Prozent der Stellen im MINT-Bereich von Frauen besetzt (Laut der Behörde für Wirtschaft und Statistik, Handelsministerium der Vereinigten Staaten).

Vor diesem Hintergrund möchte Mattel mit Barbie nicht nur das Interesse von Mädchen für MINT-Fächer durch das fantasievolle Spielen mit der Puppe, sondern auch ihre Motivation, das Erwerben von Programmierkenntnissen fördern. Im Rahmen einer mehrjährigen Partnerschaft mit Tynker, einer amerikanischen Coding-Plattform bietet Mattel sechs kostenlose von Barbie inspirierte Programmierkurse an. Die Kurse, in denen die jungen Lerner in verschiedene Rollen an Barbies Seite schlüpfen, zielen darauf ab, logisches Denken und Problemlösungsfähigkeiten zu fördern und die Grundlagen des Programmierens zu vermitteln. Das Ziel von Tynker ist es, allen Schülern Zugang zu Programmier- und MINT-Inhalten zu bieten, indem ihre Interessen aufgegriffen und ihnen die Basiswerkzeuge für den Erwerb von Programmierkenntnissen an die Hand gegeben werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Barbie einem MINT-Beruf widmet: seit 1959 war sie bereits als Astronautin, Wissenschaftlerin, Videospielentwicklerin und IT-Spezialistin tätig. Die Marke arbeitet außerdem mit Programmier-Experten zusammen, um sicherzustellen, dass die Puppen ein authentisches Bild des Berufes und der Tätigkeit des Programmierens vermitteln.

Die Puppe ist für 19,99€ ab August 2018 im Handel erhältlich.

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