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Autonomes Fahren: Mit LED und Laser für mehr Sicherheit auf der Straße

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit sichtbarem als auch nicht-sichtbarem Licht zeigt Osram Opto Semiconductors auf der CES 2020 am Beispiel des MetroSnap von Rinspeed, wie autonomes Fahren mit LED- und Laser-Technik sicherer wird.

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Im Konzeptfahrzeug MetroSnap von Rinspeed zeigt Osram Opto Semiconductors, was mit LED, Infrarot-LED und Laser-Technik möglich ist.
Im Konzeptfahrzeug MetroSnap von Rinspeed zeigt Osram Opto Semiconductors, was mit LED, Infrarot-LED und Laser-Technik möglich ist.
(Bild: Osram Opto Semiconductors)

In seiner mittlerweile über 110-jährigen Geschichte hat Osram viel Erfahrung mit Licht gesammelt. Doch jetzt gibt es keine Glühfadenlampen mehr – jetzt erschließt Osram mit seinen Photonik-basierten Anwendungen nicht nur autonome Fahrzeuge, die mit 3D-Sensorik und Gesichtserkennungssysteme für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen sollen. Licht ist auch für das Wachstum von Pflanzen unerlässlich. In ausgewählten Wellenlängen lassen sich Pflanzen gezielt zum Wachstum anregen.

Was mit Licht möglich ist und in welche Richtung sich die Branche entwickeln kann, zeigt Osram auf der CES. Dabei spielt das bereits erwähnte Thema Mobilität eine wichtige Rolle. Hier präsentiert das Photonik-Unternehmen eine LED unter dem Namen XLS (eXchangeable LEDlightSource) für Brems-, Schluss- und Nebelschlussleuchten. XLS steht für eine standardisierte, leicht austauschbare Lichtquelle, die eine Vielzahl von Signal- und Nebelbeleuchtungsfunktionen abdeckt. Sie ist im MetroSnap von Rinspeed verbaut.

Heckscheinwerfer kommunizieren mit der Umgebung

Doch einfach nur ein rotes Warnlicht anzuzeigen genügt nicht: Mit der RCL-Technik (Rear Combination Light) lassen sich Symbole und Botschaften mit dem Heckscheinwerfer darstellen. Die Technik zeigt den Weg auf, wie Fahrzeuge künftig mit Ihrer Umgebung kommunizieren. Sei es mit anderen Verkehrsteilnehmern oder mit den Fußgängern auf der Straße. In der Mobilität ist nicht nur das für Menschen sichtbare Licht entscheidend. Lidar ermöglicht sicheres autonomes Fahren im MetroSnap von Rinspeed, indem Infrarot-Pulslaser eine 3D-Karte der Fahrzeugumgebung erstellen.

Im Innenraum von Fahrzeugen kommen lichtbasierte Lösungen ebenfalls vermehrt zum Einsatz. Hier sind es Infrarot-Lichtquellen, die kontrollieren, ob Fahrgäste etwas im Fahrzeug vergessen haben. Sie sind außerdem Teil der 3D-Gesichtserkennung.

Mit LED-Technik lassen sich Informationen von autonomen Fahrzeugen an die Außenwelt kommunizieren. Die Eviyos-LEDs sind in den Scheinwerfern des MetroSnaps zu finden. Diese multifunktionalen LEDs beleuchten nicht nur die Straße. Sie sind in der Lage, Warnhinweise oder Symbole auf die Straße zu projizieren und können Fußgänger signalisieren, dass sie das Fahrzeug erkannt hat und sie sicher die Straße überqueren können. Mit Laser, LED und Infrarot-LED lassen sich Anwendungen für Augmented Reality (AR) entwickeln. Dazu gehören Eye-Tracking, 3D-Scanning oder Näherungssensorik.

Vitalparameter messen mit Optoelektronik

Neben dem Einsatz im Fahrzeug lässt sich Licht zum Messen von Vitalparametern auf Smartphones oder Smartwatches einsetzen. Auch Spektroskopie-Anwendungen, die Lebensmittel analysieren und Informationen wie Kaloriengehalt, Frische und Qualität bestimmen können, basieren auf Infrarot-Technik. Darüber hinaus demonstriert die Osram-Tochter Fluence eine leistungsstarke Top-Lighting-Lösung für kommerzielle Gewächshausbetreiber.

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