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Aktion Elektronik hilft 2012 Autonome Multikopter bringen schnelle Hilfe in abgelegene Gebiete

| Redakteur: Thomas Kuther

Im Rahmen ihrer Spendenaktion „Elektronik hilft 2012“ (siehe Kasten unten) für die Opfer der Hungersnot in Ostafrika berichtet die ELEKTRONIKPRAXIS über technologische Projekte, Kooperation und Visionen, die dem schwarzen Kontinent eine bessere Zukunft bescheren sollen. Heute: Wie autonome Robokopter schnelle Hilfe in entlegene Gebiete Afrikas bringen können.

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Robokopter im Einsatz: so lassen sich beispielsweise Medikamente in kürzester Zeit auch in schwer zugängliche Regionen transportieren
Robokopter im Einsatz: so lassen sich beispielsweise Medikamente in kürzester Zeit auch in schwer zugängliche Regionen transportieren

Das US-Unternehmen Matternet will bis 2015 ein Netz von fliegenden Robotern aufbauen, die in abgelegenen Gegenden zum Einsatz kommen sollen. Die unbemannten Elektro-Mikrokopter sollen autonom von einer Basisstation zur anderen fliegen und dabei bis zu zwei Kilogramm Fracht befördern.

Ergänzendes zum Thema
Elektronik hilft 2012 – Spendenaktion für Ostafrika

Die Hungernöte vor allem im Osten von Afrika treffen die Ärmsten der Armen. Mit einer Spendenaktion unter dem Titel "Elektronik hilft" will die ELEKTRONIKPRAXIS wie schon im vergangenen Jahr einen Beitrag zu den Hilfsaktionen leisten.

So können Sie sich als Leser beteiligen: Spenden Sie direkt bei CARE Deutschland-Luxemburg e.V. Bitte als Verwendungszweck "Ostafrika - Elektronikpraxis hilft" angeben bzw. auswählen. Wir werden darüber berichten, was in Summe zusammengekommen ist.

So können Sie sich als Anzeigenkunde beteiligen: Buchen Sie eine Anzeige im Sonderteil "Elektronik hilft" in der Ausgabe 18 (Erscheinungstermin 24. September) zum Sonderpreis bei unseren Mediaberatern unter Tel. +49(0)931 418-2464. Wir spenden den kompletten Umsatz dieser Hilfsaktion an die Aktion Deutschland Hilft.

Unser Team aus Redaktion, Verkauf und Verwaltung bringt seine Arbeitskraft ein, um diesen Sonderteil zu organisieren, zu bewerben und zu produzieren. ELEKTRONIKPRAXIS trägt alle anfallenden Kosten für Druck, Papier und Porto, um jeden Euro Ihrer Anzeigenspende an die Menschen in Ostafrika übergeben zu können.

Gute Straßen sind nicht selbstverständlich

„Die meisten Menschen in westlichen Ländern denken, Straßen seien allgegenwärtig“, erklärt Andreas Raptopoulos, CEO und Mitbegründer von Matternet, Entwickler, Erfinder und Unternehmer. „Eine gute Verkehrsinfrastruktur ist aber vor allem in Entwicklungsländern eine Seltenheit. Mit diesem Problem sind zum Beispiel Hilfswerke konfrontiert, die Medikamente nur mit großem Aufwand in ländliche Gebiete transportieren können.“

Eine gute Verkehrsinfrastruktur ist nicht selbstverständlich

1 Mrd. Menschen auf der Welt haben keinen ganzjährlichen Zugang zu Straßen. Das heißt, ein Siebtel der Erdbevölkerung ist einen Teil des Jahres von allen sozialen und ökonomischen Aktivitäten völlig abgeschottet. Sie haben in dieser Zeit keinen Zugang zu Medikamenten, können nicht einkaufen und auch ihre selbst produzierten Waren nicht verkaufen, sodass sie keine Einnahmen haben, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

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In der Regenzeit sind viele Straßen Afrikas nicht passierbar

In der Sub-Sahara-Region in Afrika etwa sind 85% der Straßen während der Regenzeit unpassierbar, lediglich 12% aller Straßen sind befestigt und die Qualität der Strecken geht sogar weiter zurück – so ist heute die Situation deutlich schlechter als etwa noch von 20 Jahren.

Afrika braucht 50 Jahre, um verkehrstechnisch aufzuholen

Investitionen ins Straßennetz gibt es zwar, aber wenn der Straßenausbau so langsam weitergeht wie derzeit, wird es rund 50 Jahre dauern, bis das Straßennetz in Afrika aufgeholt hat.

Allein in den USA gibt es mehr als 4 Mio. Meilen Straßen

In den entwickelten Regionen der Erde sind sehr gut ausgebaute, sehr komplexe und teure Verkehrsinfrastrukturen vorhanden. So gibt es allein in den USA mehr als 4 Mio. Meilen Straßen.

Der Straßenbau kann die Probleme nicht lösen

Nun geht man im Allgemeinen davon aus, dass in den Entwicklungsländern der Weg zu einer vernünftigen Verkehrsinfrastruktur nur über die gleichen Straßenbaumaßnahmen führen kann, wie in den verkehrstechnisch entwickelten Regionen der Erde. „Und genau das stellen wir infrage“, betont Raptopoulos. „Wir stellen uns dagegen vielmehr die Frage, ob es nicht vielleicht eine Technologie gibt, mit deren Hilfe die betroffene Regionen eine solche Straßenaufbauphase quasi überspringen könnten. Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: 2014 benötigt in einer Entbindungsstation in Maly ein Neugeborenes dringend ein wichtiges Medikament. Heute würde eine entsprechende Anforderung via Mobiltelefon abgesetzt und die Ärzte würden darauf hoffen, dass die Medizin rechtzeitig ankommt. Manchmal kann es wegen der miserablen Straßenverbindungen Stunden, ja bisweilen sogar Tage dauern, bis die Medikamente eintreffen.“

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