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Honda NeuV Concept Autonom fahrendes Elektroauto mit künstlicher Intelligenz an Bord

| Autor: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Honda stellt in Genf erstmals den Honda NeuV in Europa vor. Das autonom fahrende Konzeptfahrzeug verfügt über eine „Emotion Engine“, einen mit künstlicher Intelligenz versehenen Bordcomputer, der in der Lage ist, eigene Emotionen zu entwickeln und so zu einer besseren Kommunikation zwischen Fahrer und Fahrzeug beiträgt.

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Der Honda NeuV: Das autonom fahrende Konzeptfahrzeug mit elektrischem Antrieb feiert in Genf seine Europapremiere
Der Honda NeuV: Das autonom fahrende Konzeptfahrzeug mit elektrischem Antrieb feiert in Genf seine Europapremiere
(Bild: Honda)

NeuV steht für „New Electric Urban Vehicle“. Das ausschließlich elektrisch angetriebene Konzeptfahrzeug bietet die Möglichkeit, als autonomes Fahrzeug gemeinschaftlich genutzt zu werden. So könnte es Fahrgäste an lokalen Standpunkten abholen und absetzen. Bei Bedarf kann der Honda NeuV zudem Energie in das Stromnetz zurückspeisen, wenn er nicht genutzt wird.

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Die „Emotion Engine“ mit der Bezeichnung HANA („Honda Automated Network Assistant“) lernt vom Fahrer, indem sie die Emotionen hinter dessen Entscheidungen analysiert und darauf basierend neue Vorschläge und Empfehlungen ausgibt.

Unkomplizierte „Touch Panel“-Benutzeroberfläche

Der NeuV verfügt über eine „Touch Panel“-Benutzeroberfläche, die sowohl Fahrer als auch Beifahrer ein unkompliziertes und komfortables Fahrerlebnis ermöglicht. Zudem überzeugt das Konzeptfahrzeug mit einer umlaufenden Panorama-Windschutzscheibe, die hervorragende Außensicht bietet, und einer steil abfallenden Seitenlinie. Die Seitenverkleidung lässt sich komplett nach hinten klappen und ermöglicht so ein einfaches Ein- und Aussteigen.

Der NeuV ist mit zwei Sitzen, einem Gepäckraum im Heck und dem elektrischen Scooter „Kick ’n Go“ für zusätzliche, individuelle Mobilität ausgestattet. Inspiration für den „Kick ’n Go“ lieferte der gleichnamige Tretroller, den Honda in den 1970er Jahren entwickelte. Das neue Modell verfügt anstatt eines Kettenantriebs über eine herausnehmbare Batterie, die sich über einen Anschluss im Gepäckraum des NeuV aufladen lässt. Mit dem „Kick ’n Go“-Konzept unterstreicht das Unternehmen sein Bestreben, günstige Elektromobilitätlösungen in sämtlichen Bereichen zur Verfügung zu stellen.

Vorteile von KI, Robotertechnik und Big Data vereint

Bei der CES 2017 in Las Vegas stellte Honda kürzlich sein Cooperative Mobility Ecosystem-Konzept vor, das die Vorteile von künstlicher Intelligenz, Robotertechnik und Big Data vereint, um die Mobilitätserfahrung der Zukunft neu zu gestalten und die Lebensqualität der Kunden zu verbessern. Bei seinem Engagement, die „elektrische Zukunft“ mitzugestalten, beschränkt sich Honda nicht nur auf seine Automobilpalette: In Zukunft will das Unternehmen effiziente Lösungen und Elektroantriebe für sein gesamtes Produktsortiment anbieten, von Automobilen über Motorräder bis hin zu Power Products.

Neue Technologien in der Fahrzeugautomation

Honda entwickelt Technologien und Produkte zur Förderung eines sicheren, vernetzten und emissionsfreien Fahrerlebnisses. Daraus resultieren neue Technologien in der Fahrzeugautomation, der Konnektivität sowie im Bereich CO2-reduzierter Mobilitätslösungen. In Japan und Nordamerika testet das Unternehmen zudem fortschrittliche autonome Fahrzeugtechnologien und strebt bis 2020 den Einsatz hochautomatisierter Fahrzeuge an. Außerdem arbeitet Honda stets an der Erfüllung seiner Umwelt- und Sicherheitsziele, „die Freude und Freiheit der Mobilität für künftige Generationen zu erhalten, damit diese das Leben genießen können“.

Die HANA „Emotion Engine“ wurde von der cocoro SB Corp. entwickelt und umfasst eine Reihe von KI-Technologien, die Maschinen die Erzeugung eigener Emotionen ermöglicht.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Redakteur, ELEKTRONIKPRAXIS - Wissen. Impulse. Kontakte.