Rundenrekord für Elektroautos

Toyota bewältigt die Nürburgring-Nordschleife in 7:22,239 Minuten

| Redakteur: Thomas Kuther

Der Toyota TMG EV P002: die 20,8 km lange Nordschleife des Nürburgrings umrundete der Elektrorenner in 7:22,239 Minuten und unterbot damit die ebenfalls von Toyota im August 2011 aufgestellte Bestmarke um rund 25 s
Der Toyota TMG EV P002: die 20,8 km lange Nordschleife des Nürburgrings umrundete der Elektrorenner in 7:22,239 Minuten und unterbot damit die ebenfalls von Toyota im August 2011 aufgestellte Bestmarke um rund 25 s (Bild: Toyota)

Der Elektrosportwagen TMG EV P002 der Toyota Motorsport GmbH hat mit 7:22,239 Minuten einen neuen Rundenrekord für Elektrofahrzeuge auf der Nordschleife des Nürburgrings aufgestellt.

Angetrieben wird der TMG EV P002 voin einem 350 kW starken Elektromotor mit 900 Nm Drehmoment, der den Elektrorenner auf bis zu 255 km/h beschleunigt. Mit diesem Fahrzeug umrundete Fahrer Jochen Krumbach den legendären, 20,8 km langen Eifelkurs in 7:22,239 Minuten und unterbot damit die ebenfalls von Toyota im August 2011 aufgestellte Bestmarke um rund 25 Sekunden. Erst kürzlich war Toyota beim berühmten Pikes Peak Bergrennen im US-Bundesstaat Colorado ein Streckenrekord mit Elektroantrieb gelungen (diesen Beitrag finden Sie hier).

Gleichstrom-Schnellladetechnik: von Batterie zu Batterie

Wie schon am Pikes Peak setzte die Toyota Motorsport GmbH auch am Nürburgring die neue Gleichstrom-Schnellladetechnologie ein, die eine zügige Wiederaufladung eines Elektro-Rennwagens von Batterie zu Batterie erlaubt. Eine Verbindung zum Stromnetz ist hierbei nicht erforderlich. Dadurch eignet sich die gemeinsam mit der Schneider Electric GmbH entwickelte Technologie auch für Orte, an denen kein Zugang zum Stromnetz möglich ist, und ist damit eine ideale Lösung für den Motorsport mit Elektroautos.

Lithium-Keramik-Batterie mit 42 kWh

Der TMG Gleichstrom-Schnellader wurde im Laderaum eines Toyota Hiace installiert und gab seine Ladung per EV-Link-Technologie an das Rennfahrzeug ab. Der TMG EV P002 verfügt über eine Lithium-Keramik-Batterie mit einer Kapazität von 42 kWh und einen 350 kW starken Elektromotor. Der Motor entwickelt 900 Nm Drehmoment und beschleunigt den Rennwagen auf bis zu 255 km/h.

Ladeinfrastruktur an Rennstrecken

„Elektro-Rennwagen müssen aufgeladen werden, und dafür die geeignete Infrastruktur an Rennstrecken zu schaffen ist eine große Herausforderung“, so Ludwig Zeller, TMG Geschäftsführer Elektrik und Elektronik. „Mit unserem Partner Schneider Electric haben wir eine Lösung entwickelt, die es erlaubt, einen Elektro-Rennwagen an einem beliebigen Ort auf der Welt aufzuladen. Neben dem Antrieb des TMG EV P002 ist dies ein großer Schritt voran in Richtung elektrobetriebener Motorsport.“

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