Automotive Ethernet: So gelingt der hochautomatisierte Test

| Redakteur: Hendrik Härter

Automotive-Ethernet-Tester: Mit der Testplattform lassen sich unterschiedliche Auslastungs- und Geschwindigkeitszenarien generieren und aufzeichnen.
Automotive-Ethernet-Tester: Mit der Testplattform lassen sich unterschiedliche Auslastungs- und Geschwindigkeitszenarien generieren und aufzeichnen. (Bild: Ruetz System Solutions)

Sämtliche Testszenarien sind skript-basiert und Entwickler können alles über eine Konfigurationsdatei parametrieren. Auch die Auswertung danach ist mit einem zusätzlichen Werkzeug möglich.

Der Automotive-Ethernet-Tester (AET) ist ein hochautomatisiertes Testsystem für Open-Alliance-TC8-Switching und AVB/TSN-Tests auf Komponentenebene. „Während unser Ethernet-Live-Monitor rein der intelligenten und effizienten Fehleranalyse des Ethernet-Datenverkehr dient, generiert der Automotive-Ethernet-Tester unterschiedliche Auslastungs- und Geschwindigkeitsszenarien und zeichnet diese mit der passenden Datenerfassung auf“, erläutert Wolfgang Malek, Geschäftsführer und Mitgründer von Ruetz System Solutions.

Die Testsuiten enthalten verschiedene Testfälle als Basis für die jeweiligen Testumfänge. Aktuell verfügbar sind Testsuiten für Open-Alliance-TC8-Switching, Automotive gPTP, 1722 und QAV. Testsuiten für QBV und andere TSN-Funktionen sind in Entwicklung.

Prüfobjekt über eine Konfigurationsdatei

Die Testfälle sind skript-basiert und Entwickler parametrieren vor einem Testlauf alles über eine Konfigurationsdatei. Sie enthält alle relevanten Eigenschaften des Prüfobjekts (DUT). Sowohl das DUT als auch die einzelnen Testfälle lassen sich über die verständlichen Anwendungsoberflächen konfigurieren. Dazu kann der Anwender die einzelnen Testfälle aus einer ständigen wachsenden Datenbank auswählen und per Drag-and-Drop zu einem neuen Testlauf zusammenfügen.

Die aufgezeichneten Daten speichert der AET automatisch in einer vordefinierten Ordnerstruktur. Darüber hinaus bietet das Testsystem eine Infrastruktur, um gesendete und empfangene Daten vollständig aufzuzeichnen. Außerdem stellt der Hersteller ein zusätzliches AET-Analysator-Tool bereit. Es greift auf die Dateistruktur zu und erzeugt ein Ergebnisprotokoll aus den aufgezeichneten Daten. Durch die Trennung von Test- und Analysesystem lassen sich beide Systeme gleichzeitig produktiv einsetzen.

Der Automotive-Ethernet-Tester besteht aus einem 19-Zoll-Testrack mit Steuer- und Analysesoftware. Eine PC-Steuereinheit regelt das Testsystem. Je nach Implementierung kann die Testplattform bis zu 15 Ethernet-Ports (100BASE-T1, 1000BASE-T1) enthalten, die jeweils spezifische Testszenarien simulieren und auswerten können. Die Testplattform bietet eine Anzeige und PPS-Ausgabe zum genauen Auswerten der gPTP-Synchronisation sowie eine Anzeige für den Portzustand. Zudem regelt sie die Stromversorgung für das DUT.

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