Preh Automobil-Zulieferer stellt lüfterlos arbeitende Temperatursensoren für Kfz-Anwendungen vor

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Der Automobilzulieferer Preh aus Bad Neustadt an der Saale hat einen lüfterlosen Temperatursensor vorgestellt und bereits einen ersten Serienauftrag eines namhaften Automobilherstellers gewonnen. Preh-Marketingleiter Ronald Schaare erläutert Hintergründe und technische Details.

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Ronald Schaare: „Herkömmliche Lösungen verwenden einen belüfteten Temperaturfühler. Wir dagegen arbeiten mit einem unbelüfteten Oberflächensensor, was eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich bringt.“
Ronald Schaare: „Herkömmliche Lösungen verwenden einen belüfteten Temperaturfühler. Wir dagegen arbeiten mit einem unbelüfteten Oberflächensensor, was eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich bringt.“
( Archiv: Vogel Business Media )

ELEKTRONIKPRAXIS: Herr Schaare, Temperatursensoren gibt es wie Sand am Meer, was ist das Besondere an dem lüfterlosen Tempatursensor von Preh?

Ronald Schaare: Ein wesentlicher Parameter zur automatischen Regelung des Klimakomforts im Fahrzeug ist die Innenraumtemperatur. Herkömmliche Lösungen verwenden einen belüfteten Temperaturfühler. Wir dagegen arbeiten mit einem unbelüfteten Oberflächensensor, was eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich bringt.

Was ist denn so schlecht an Lösungen mit Lüfter?

Herkömmliche lüftergebundene Sensoren sind am Gitter der Luftzuführung erkennbar (Archiv: Vogel Business Media)

Bei herkömmlichen Lösungen zur Ermittlung der Innenraumtemperatur saugt ein Lüfter die Luft aus dem Fahrzeuginnenraum an und sie strömt an einem NTC-Thermistor vorbei, der als Temperaturfühler dient. Dieses Konzept hat allerdings zahlreiche Nachteile! So sammelt sich aufgrund des vom Lüfter verursachten Luftstroms schon nach wenigen Monaten Staub an der Lufteintrittsfläche an. Da diese eine Gitterstruktur aufweist, kann der in den Gitterzwischenräumen angesammelte Staub nicht einfach abwischt werden, sondern erfordert eine gesonderte Reinigung.

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