Aerospace-Konferenz Automation Control in der Luft- und Raumfahrt

Redakteur: Johann Wiesböck

Vom 2. bis 6. September 2013 findet das 19. IFAC Symposium über „Automation Control in Aerospace“ an der Universität Würzburg statt. Und es ist erstaunlich, wie viele Visionen der Science Fiction mittlerweile Realität geworden sind.

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Netze aus kooperierenden Satelliten und Bodenstationen bilden ein wichtiges Forschungsthema der Konferenz ACA 2013
Netze aus kooperierenden Satelliten und Bodenstationen bilden ein wichtiges Forschungsthema der Konferenz ACA 2013
(Bild: ZfT)

Die weltweiten Experten zur Kontrolle von Satelliten, Raketen und Flugzeugen werden sich auf dem IFAC Symposium über „Automation Control in Aerospace“ vom 2. bis 6. September 2013 diesmal an der Universität Würzburg treffen. Die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik veranstaltet zusammen mit dem Lehrstuhl für Robotik und Telematik dieses traditionsreiche, internationale Symposium, das in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feiert, im Informatikgebäude am Hubland.

Die Luftfahrt und der Weltraum begeistern seit Jahrtausenden die Menschheit. Allerdings erstaunt es immer wieder, wie viele Visionen der Science Fiction mittlerweile Realität geworden sind. Durch die Miniaturisierung der Elektronik ist mittlerweile der Bau von Satelliten auch für Uni-Institute möglich, wie die erfolgreiche Entwicklung des ersten deutschen Pico-Satelliten UWE an der Universität Würzburg zeigt. Auf der Konferenz werden topaktuelle Entwicklungen vorgestellt und zukünftige Trends aufgezeigt.

Navigation und Kontrolle astronautischer und astronomischer Anwendungen

Das Symposium bezieht sich auf Raumfahrtanwendungen und deckt dabei alle Aspekte ab, d.h. Dynamik, Navigation und Kontrolle astronautischer und astronomischer Anwendungen in Theorie und Praxis. Ein großes Feld ist die Organisation von mehreren Flugobjekten als kooperierender Schwarm oder auch zur Verkehrskontrolle. Doch auch Raummissionen zu entfernten Planeten werden weiter diskutiert und bieten große technische Herausforderungen.

Der Würzburger Professor Klaus Schilling ist Koordinator der ACA-Konferenz und war an mehreren interplanetaren Satellitenmissionen, wie hier Cassini-Huygens zum Saturn, federführend beteiligt
Der Würzburger Professor Klaus Schilling ist Koordinator der ACA-Konferenz und war an mehreren interplanetaren Satellitenmissionen, wie hier Cassini-Huygens zum Saturn, federführend beteiligt
(Bild: ZfT)

Wissenschaftler aus aller Welt kommen nach Würzburg, um ihre neuesten Erkenntnisfortschritte zu Satelliten, unbemannten Flugkörpern oder Weltraummissionen vorzustellen und zu diskutieren. Davon profitieren auch die Studierenden, beispielsweise aus dem Würzburger internationalen Studiengang „Space Master“. Das Programm kann unter www7.informatik.uni.wuerzburg.de eingesehen werden.

Herauszuheben sind die beiden Keynote-Speaker Prof. Dr. Eveline Gottzein und Wolfgang Wimmer, die als europäische Raumfahrt-Pioniere der ersten Stunde wesentlich die spannende Entwicklung der europäischen Raumfahrt miterlebt und mitgestaltet haben. Die Registrierung für die Konferenz kann unter www.vdi.de durchgeführt werden.

Das Potenzial für einen Technologietransfer in die Industrie ist groß

Viele Techniken und Problemlösungen aus der Luft- und Raumfahrt sind für extreme Einsatzumgebungen entwickelt und bieten sehr gutes Technologietransfer-Potenzial in ein breites Spektrum von irdischen Anwendungen und sind auch für andere Industriezweige von großem Interesse.

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