Automation & Antriebe: Das offizielle Ende der sps ipc drives

| Redakteur: Gerd Kucera

Das war die sps ipc drives 2018: 65.700 Besucher, 1630 internationale Aussteller, 17 Messehallen.
Das war die sps ipc drives 2018: 65.700 Besucher, 1630 internationale Aussteller, 17 Messehallen. (Bild: Mesago/Mathias Kutt)

65.700 Besucher kamen zur 29. Fachmesse sps ipc drives nach Nürnberg. 2019 wird es keine sps ipc drives mehr geben; sie ändert nämlich ihren Namen in Smart Production Solutions, kurz SPS.

Auf einer Ausstellungsfläche von mittlerweile 136.000 m2 zeigten 1630 internationale Aussteller in 17 Messehallen den 65.700 Besuchern Produkte und Lösungen für ihre Entwicklungen.

Das breite Wissens- und Informationsangebot der Messestände ergänzten sowohl das Rahmenprogramm mit den Guided Tours (Themen: Smart production, Smart connectivity und IT-Security in automation) als auch Podiumsdiskussionen und Fachvorträge auf vier Messeforen.

Zudem gab es mit Messebeginn die Ergebnispräsentation des ersten Hackathon: Im Vorfeld der Messe hatten Start-ups 48 Stunden Zeit, innovative digitale Ideen für eine smarte Automation zu entwickeln. Den Wettkampf für sich entscheiden, und das Preisgeld in Höhe von 8000 € mit nach Hause nehmen, konnte das Start-Up-Unternehmen Othermo mit einer intelligenten Lösung für Heizzentralen in Zusammenarbeit mit Wago Kontakttechnik.

Der Ausstellungsbereich „Software- und IT in der Fertigung“ wuchs erneut und belegte bei der sps ipc drives 2018 neben der Halle 6 nun auch die Halle 5. Fachbesucher konnten sich hier, aber auch auf der gesamten Messe, unter anderem über digitale Lösungen für die Industrie, Cyber- Security, Cloud-Dienste und 5G informieren. Beliebte Anlaufstellen waren auch die Gemeinschaftsstände „Automation meets IT“ und „wireless in automation“, deren Kernthemen Industrie 4.0 und innovative Funktechnologien ebenso einen Einfluss auf die Automatiserungswelt von morgen haben.

Aus sps ipc drives wird Smart Production Solutions

Die im In- und Ausland häufig nur mit „SPS“ benannte Messe der elektrischen Automation erhält nun im Jubiläumsjahr 2019 auch ihren offiziellen Namen SPS , worin die Abkürzung nicht länger für Speicherprogrammierbare Steuerung steht, sondern Smart Production Solutions bedeutet - eine zeitgemäße Darstellung der Messeinhalte, jedoch unter Wahrung der Tradition.

In Zeiten, in denen Funktionen der Automatisierungstechnik zusehends als software-basierte Funktionsblöcke auf unterschiedlichen Hardware-Komponenten verteilt sind, trifft die doch sehr hardware-basierte Bezeichnung sps ipc drives den Kern der heutigen und zukünftigen Technologien der Automatisierungstechnik nicht mehr. Hinzu kommt, dass immer mehr Funktionen aus der IT-Welt (Cloud- und Big-Data-Technologien, Künstliche Intelligenz, Machine Learning, Digitaler Zwilling) die Automatisierungstechnik anreichern.

Christian Wolf, Turck-Geschäftsführer und Vorsitzender des Ausstellerbeirats, konstatiert: „Mit dem Namen SPS als Abkürzung für Smart Production Solutions können wir einerseits die sehr starke Marke SPS erhalten und diese international nutzbar machen, andererseits aber auch die zunehmende Darstellung ganzheitlicher Industrie 4.0-Ansätze, auch durch neue Aussteller aus der IT, widerspiegeln.“ Sylke Schulz-Metzner, Bereichsleiterin bei der Mesago Messe Frankfurt und dort verantwortlich für die SPS ergänzt: „Damit richten wir die SPS konsequent am digitalen Wandel aus. Sie erhebt dadurch zusätzlich zum starken Automatisierungsprofil den klaren Anspruch, die Digitalisierungschancen für die industrielle Produktion abzubilden. Wir erweitern so den starken Markenkern für die weitere Entwicklung.“

SPS – Zukunft aus langer Tradition

1990 gab es in Sindelfingen die erste Messe als SPS/PC/Drives ‘90 und wurde schon 1991 in SPS/IPC/Drives umbenannt. Ab 1997 startet sie in Nürnberg richtig durch und schrieb mit ständig wachsenden Aussteller- und Besucherzahlen eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Auf die „SPS“ zu gehen entwickelte sich zum Muss der Automatisierungsanbieter und -anwender. „Wir sind stolz, mit der Fachmesse seit Jahrzehnten der industriellen Produktion wertvolle Impulse gegeben zu haben. Mit unserer Namensänderung und den dahinter stehenden strategischen Gedanken wird uns das auch in Zukunft gelingen“, garantiert Martin Roschkowski, Geschäftsführer des Veranstalters Mesago Messe Frankfurt.

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