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Autokäufer bleiben anspruchsvoll bei E-Autos und lehnen autonomes Fahren ab

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Audi neuer Spitzenreiter bei der Markenwahl

Der neue Primus unter den Herstellern heißt Audi. 17 Prozent der Studienteilnehmer wollen dieser Marke beim nächsten Autokauf den Zuschlag geben und damit mehr als doppelt so viele wie bei der Vorgängerbefragung aus dem Jahr 2015. Ein Zuwachs von sechs Prozentpunkten auf 14 Prozent beschert BMW den Sprung auf Platz zwei.

Nur noch 13 Prozent (minus vier Prozentpunkte) der Befragten geben an, dass sie sich für ein Modell von Volkswagen entscheiden wollen. Dieser Anteil reicht nur noch für Platz drei. Damit muss der Dauersieger der Jahre 2003 bis 2015 erstmals den Platz an der Spitze räumen.

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Limousine ganz vorn, SUV legen deutlich zu

In der Vergangenheit gehörte die Wahl der beliebtesten Karosserieform zu den Bereichen, die sich eher langfristig veränderten. Damit ist jetzt Schluss. Zwar steht mit der Limousine ein Dauerbrenner mit einem Anteil von 34 Prozent an der Spitze, doch dahinter erlebt der Kleinwagen einen deutlichen Verlust in der Käufergunst.

Vor zwei Jahren wollte noch jeder vierte Autokäufer dem Stadtflitzer den Vorzug geben, jetzt sind es noch sechs Prozent. Zu den Gewinnern gehört der Geländewagen. Das Interesse an einem SUV hat sich binnen zwei Jahren auf 15 Prozent verdreifacht.

Ottomotor stärker gefragt

Jeder zweite Kaufinteressent will sich einen klassischen Benziner zulegen. Im Vergleich zur Vorgängerstudie entspricht das einem Plus von zehn Prozentpunkten. Auf Platz zwei folgt der Diesel mit nur noch 18 Prozent – vor zwei Jahren gaben dies noch 31 Prozent der Befragten an. Der zweite große Gewinner neben dem Benzinaggregat sind Hybridmotoren. Seit 2013 stieg der Anteil von sechs über elf auf jetzt 15 Prozent.

Praxis-Check für das Elektroauto

Bei dieser Antriebsform erwarten Autofahrer eine durchschnittliche Reichweite von 463 Kilometer pro Ladevorgang. Bei der erstmals gestellten Frage nach der maximal akzeptierten Ladedauer halten fast 60 Prozent der Studienteilnehmer eine Ladezeit von bis zu 30 Minuten für akzeptabel. Sowohl bei der Reichweite als auch bei der Ladezeit können die derzeit verfügbaren Modelle diese Ansprüche noch nicht befriedigen.

Möglicherweise sind das Gründe dafür, dass beim Elektroauto Theorie und Praxis noch weit auseinander liegen. Denn 55 Prozent der Studienteilnehmer geben zwar an, dass sie sich grundsätzlich für einen Stromer interessieren, jedoch nur fünf Prozent können sich ganz konkret die Anschaffung vorstellen.

Weniger Begeisterung für das autonome Fahren

Spurhalte-Assistent, Verkehrszeichen-Erkennung oder Abstandswarner haben als Vorboten des autonomen Fahrens längst den Praxistest bestanden. Obwohl diese Extras häufiger bei potenziellen Autokäufern auf der Bestellliste stehen, trauen sie der konsequenten Weiterentwicklung wieder weniger über den Weg. Nur 20 Prozent der Befragten sagen, dass sie sich vorstellen können, autonom zu fahren. Bei der Ersterhebung vor zwei Jahren waren es noch 34 Prozent.

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