Wearable-Lösung

Augmented Reality bei komplizierten Serviceeinsätzen

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Live-Bilder und Sprache übertragen

Vom ersten Kontakt bis zum fertigen Produkt dauerte es knapp zwölf Monate, bis die Software in das gesamt Dienstleistungspaket integriert war und alle Anpassungen vorgenommen worden waren. Das System nutzt Knapp jetzt seit Anfang 2015 im eigenen Service und es lassen sich Live-Bilder und Sprache zwischen dem Techniker vor Ort und der Servicezentrale übertragen. Über ein See-Through-Display mit integrierter Kamera ist der Techniker vor Ort direkt mit einem Service-Experten verbunden, hat dank des Headsets beide Hände frei und kann sich ohne Einschränkungen bewegen.

Der mobile Techniker muss kein hochspezielles Wissen vorweisen, denn die von der Service-Zentrale kontextbezogenen Unterlagen, wie detaillierte Anlagenskizzen oder Reparaturanweisungen, sind im gesamten Sichtfeld eingeblendet. So verlässt das Auge des Technikers nie sein Tätigkeitsfeld und er kann sich voll auf den aktuellen Arbeitsschritt konzentrieren. Der Spezialist in der Zentrale kann die Thematik mit eigenen Augen sehen und so den schnellsten Lösungsweg finden, wobei er auch mehrere mobile Mitarbeiter betreuen kann. Auch die Einbindung weiterer Personen (Dolmetscher, 2nd Level Support) ist dank der Videokonferenzsoftware von VisoCon möglich. So hat der Techniker Zugriff auf weiteres Expertenwissen und kann dadurch eine schnellere Lösung finden.

Service-Einsätze werden aufgezeichnet

Zudem ermöglicht die Software eine verbesserte Problemanalyse von selten auftretenden Fehlern durch Langzeitbeobachtung von Systemabläufen per Videoaufzeichnung. Durch die Aufzeichnung von Service-Einsätzen kann eine Video-Wissensdatenbank aufgebaut werden. Bei Reparaturen oder Wartungen ist es heute oft der Fall, dass ein zweiter Servicetechniker mit entsprechendem Fachwissen angefordert wird, wenn das Problem am Telefon nicht gleich gelöst werden kann.

Die Lösung wird im IoT Lab von Intel in München verwendet. Auch österreichische und deutsche Automobilzulieferer sowie Fahrzeughersteller und Dienstleister der Deutschen Bahn im Servicebereich nutzen bereits das System. Anfragen kommen von Intralogistik-Anlagenbauer, Telekommunikation, Schiffsverkehr, Computerhersteller oder der Energiewirtschaft. Im Zuge des Forschungsprojektes Assist 4.0 wird die Integration von Augmented Reality in den Wearable-Service evaluiert und prototypentechnisch umgesetzt. Damit ist Augmented Reality in der Industrie angekommen.

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