Wearable-Lösung

Augmented Reality bei komplizierten Serviceeinsätzen

| Redakteur: Hendrik Härter

Störfälle im Blick: Mit der KiSoft WebEye von Knapp wird die reale Umgebung mit virtuellen Informationen ergänzt.
Störfälle im Blick: Mit der KiSoft WebEye von Knapp wird die reale Umgebung mit virtuellen Informationen ergänzt. (Bild: Knapp)

Komplizierte Serviceeinsätze werden für Techniker einfacher: mit einer Wearable-Lösung aus Mikrofon, Kamera und ein transparentes Display. Eine besondere Bedeutung hat die unterstützende Software.

Das mobile AV-(audiovisuelles-) System „KiSoft WebEye“ von Knapp verbindet die reale Umgebung mit virtuellen Informationen und Bildern. Die Kommunikation basiert auf der Videokonferenzlösung von VisoCon. Mit dieser Lösung soll ein Servicetechniker bei der Störfallbehebung, Wartung oder Reparatur von Maschinen oder technischen Anlagen unterstützt werden. Denn bisher mussten sich die Fachleute mit telefonbuchgroßen Handbüchern und seitenlangen Bedienungs- und Reparaturanleitungen ans Werk macht.

Findet der Techniker nicht sofort eine Lösung für die Problembehandlung, wendet er sich im nächsten Schritt telefonisch an den Support. Das ist zeitintensiv und oft ungenau, denn der Mitarbeiter in der Service-Zentrale ist auf die mündliche Problemdarstellung angewiesen. Bei KiSoft WebEye handelt es sich um eine industrietaugliche Serviceapplikation, die komplett mit Headset, Hard- und Software sowie Trageausrüstung ausgeliefert wird.

Anwender trägt das System auf dem Rücken

Das Headset ist mit geräuschunterdrückendem Mikrofon, Mikrokamera mit Autofokus und See-Through-Display ausgestattet. Das wie ein Rucksack angelegte System enthält an den Seiten in Hüfthöhe eine Minitastatur mit Touchpad und Akku sowie einen mobilen PC mit Intel-Technik. Das audio-visuelle Supportsystem überträgt live Bilder und Sprache zwischen dem Techniker vor Ort und der Servicezentrale. Die Datenübertragung erfolgt mit der Videokonferenzsoftware mit Single-Stream-Technologie von VisoCon.

Im Vorfeld hatte sich Knapp im Markt umgeschaut, welche einzusetzende Konferenzsoftware für die Wearable-Service-Lösungen infrage kommen. Dabei waren die Anforderungen an die Übertragungsqualität und Bandbreitenmöglichkeiten sehr hoch. So sollte eine sichere Übertragung ohne Echo und ohne Rauschen in guter Qualität erfolgen. Auch muss die Software in der Lage sein, mehrere Personen einzubinden, um so Videokonferenzen zu ermöglichen. Dabei sollte aus Sicherheitsgründen bewusst keine Software eines US-Unternehmens verwendet werden. Außerdem sollte der Anbieter schnell und flexibel auf die Anforderungen reagieren und zukünftig geplante Funktionen sofort umsetzen können.

Schnell war hier ein geeigneter Partner gefunden: Das Grazer Start-Up VisoCon hat sich auf Lösungen für Smart Video Conferencing spezialisiert. Nach einer kurzen Evaluierungsphase stand für die Projektleiter fest, dass das Unternehmen die Anforderungen von Knapp erfüllen können. Die Multipoint-Videokonferenz-Lösung basiert auf einer hochsicheren, patentierten Echtzeit-Kommunikationstechnik in HD-Qualität. Diese ist frei skalierbar und lässt sich unter den modernsten Sicherheitsvorgaben in bestehende IT-Systeme und -Infrastrukturen anpassen und integrieren. Die patentierte Single-Stream-Technologie (SST) garantiert hohe Video- und Audioqualität auch bei geringer Bandbreite. Die Software ermöglicht zudem ein serverbasiertes Recording inklusive den automatisch generierten Protokollen.

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