Signalanalyse mit einem Oszilloskop

Augendiagramme für serielle Trigger- und Dekodier-Optionen

| Redakteur: Hendrik Härter

Teledyne LeCroy erweitert die Analysefähigkeiten seiner Oszilloskope um serielle Daten. Als erster Anbieter stehen Augendiagramme für serielle Bus-Lösungen bereit.
Teledyne LeCroy erweitert die Analysefähigkeiten seiner Oszilloskope um serielle Daten. Als erster Anbieter stehen Augendiagramme für serielle Bus-Lösungen bereit. (Bild: Teledyne LeCroy)

Für die Analyse von seriellen Daten mit seinen Oszilloskopen bietet Teledyne LeCroy die Möglichkeit, Augendiagramme für verschiedene Bus-Lösungen einzusetzen.

Teledyne LeCroy bietet für seine Oszilloskope verschiedene Trigger-, Decoder-, Messen/Darstellen- und Augendiagramm-Optionen (TDME) an und diese sind mit vielen Oszilloskop Modellreihen kompatibel. Der Anwender kann mit den seriellen Trigger einzelne Ereignisse isolieren und erkennt die Protokollinformationen als farblich hinterlegte Ebenen auf dem analogen oder digitalen Signal dargestellt.

Timing- und Bus-Messungen ermöglichen es, ein komplettes serielles Datensystem zu charakterisieren. Mit den Messdaten lässt sich das Systemverhalten über längere Zeiträume beobachten. Anomalien auf der physikalischen Ebene werden mit Augendiagrammen, Maskentests und Fehlerlocatoren in Masken erkannt.

Augendiagramme und Test des Physical Layer

Die Informationen von langsamen seriellen Datensignalen lassen sich in Form eines Augendiagramms darstellen, ohne dass der Messtechniker umfangreiche Einstellungen vorgenommen muss. Es stehen Augendiagramm-Parameter zur Verfügung, um das Systemverhalten zu beurteilen. Mit standardisierten und selbst erstellten Masken lassen sich Anomalien erkennen. Fehler in der Maske werden automatisch erkannt und das Oszilloskop stoppt die weitere Erfassung, um das Messergebnis weiter zu untersuchen.

Bis zu vier serielle Datensignale können parallel decodiert und als Augendiagramm angezeigt werden. Die Protokolle können dabei unterschiedlich sein oder auch unterschiedliche Messungen an verschiedenen Positionen im Signal. Selbst erstellte Filter können auf die Augendiagramme angewendet werden, um nur ganz bestimmte Signale im Augendiagramm anzuzeigen.

Die Signalgüte der physikalischen Ebene kann der Messtechniker durch spezielle Parameter bestimmen: Augenhöhe, Augenbreite und Anzahl der Maskenfehler. Manche Lösungen wie FlexRay TDMP gehen noch weiter und ergänzen Messparameter des definierten Bus-Standards. Einige Standards geben aufgrund ihrer Komplexität oder Geschwindigkeit genaue Anweisungen, wie Augendiagramme und Parametermessungen durchzuführen sind. Augendiagramm sind verfügbar für die folgenden Standards: I²C, SPI, UART RS-232, CAN, CAN FD, FlexRay, LIN, ARINC429, MIL-STD-1553, USB 2.0, 8b/10b, LPDDR2, DDR2, DDR3;, D-PHY/CSI-2/DSI, M-PHY, NRZ.

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