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Google Lunar XPRIZE Audi unterstützt Mondmission mit Know-How

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Audi bricht zum Mond auf – zusammen mit dem Team der „Part-Time Scientists“. Die deutsche Ingenieurs-Gruppe arbeitet im Rahmen des Wettbewerbs Google Lunar XPRIZE daran, einen unbemannten Rover auf den Erdtrabanten zu bringen.

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Mission Mondlandung: Audi engagiert sich im Wettbewerb Google Lunar XPRIZE.
Mission Mondlandung: Audi engagiert sich im Wettbewerb Google Lunar XPRIZE.
(Bild: Audi)

45 Jahre nach der letzten bemannten NASA-Mondmission haben sich die Kooperationspartner erneut das damalige Landegebiet von Apollo 17 als Zielmarke gesetzt. „Der Gedanke einer privat finanzierten Mission zum Mond ist faszinierend“, sagt Luca de Meo, Audi-Vorstand Vertrieb und Marketing. „Und innovative Ideen brauchen Unterstützer, die sie voranbringen. Mit unserem Engagement bei den Part-Time Scientists wollen wir ein Signal setzen und auch andere Partner animieren, ihr Knowhow einzubringen.“

Rover muss mindestens 500 Meter auf dem Mond zurücklegen

Prof. Dr. Ulrich Hackenberg, Audi-Vorstand Technische Entwicklung: „Gerne unterstützen wir dieses Projekt mit unserem Know-how, von Leichtbau über Elektronik bis hin zur Robotik.“

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Der mit mehr als 30 Millionen Dollar dotierte Google Lunar XPRIZE ist ein Raumfahrt-Wettbewerb, der sich an Ingenieure und Unternehmer aus der ganzen Welt wendet. Um zu gewinnen, muss ein privates Team einen Rover auf den Mond bringen, der dort mindestens 500 Meter zurücklegt und hoch aufgelöste Bilder und Videos zur Erde übermittelt.

Audi unterstützt mit Technologie-Know-how bei der Optimierung des Rovers der Part-Time Scientists, dem einzigen deutschen Team bei Google Lunar XPRIZE. Im bisherigen Verlauf des Wettbewerbs ist das Mondfahrzeug der Forschergruppe bereits von einer Jury aus Raumfahrtexperten mit zwei sogenannten Milestone Prizes ausgezeichnet worden.

Audi lunar quattro mit idealen Leichtbau-Bedingungen

Als Kooperationspartner unterstützt Audi das Team vor allem in seinen Kompetenzfeldern Leichtbau und E-Mobilität, beim permanenten Allradantrieb Quattro und beim pilotierten Fahren. Auch beim Testen, Erproben und Absichern der Qualität bietet Audi breit gelagerte Zusammenarbeit an. Zudem überarbeitet das Audi Konzept Design München den Rover, der künftig „Audi lunar quattro“ heißen wird, um ideale Leichtbau-Bedingungen sicherzustellen.

Die Landefähre mit dem Audi lunar quattro soll bis 2017 an Bord einer Trägerrakte ins All starten und mehr als 380.000 Kilometer bis zum Mond zurücklegen. Etwa fünf Tage wird die Reise dauern. Das Landegebiet liegt nördlich des Mond-Äquators in der Nähe der Landestelle der letzten bemannten NASA-Mondmission Apollo 17 im Dezember 1972. Hier gibt es extreme Temperaturschwankungen von bis zu 300 Grad Celsius.

Mondfahrzeug wird durch E-Radnabenmotor angetrieben

In verschiedenen Test-Schleifen, die unter anderem in den österreichischen Alpen und auf Teneriffa stattfanden, haben die Part-Time Scientists ihr Mondfahrzeug entwickelt,das in weiten Bereichen aus Aluminum besteht. Ein verstellbares Solarpanel fängt das Sonnenlicht auf und leitet es in eine Lithium-Ionen-Batterie. Sie speist vier E-Radnabenmotoren. Ein Kopf an der Front des Fahrzeugs trägt zwei stereoskopische Kameras sowie eine wissenschaftliche Kamera zur Materialuntersuchung.

Die theoretische Höchstgeschwindigkeit beträgt 3,6 km/h – viel wichtiger auf der holprigen Mond-Oberfläche sind jedoch die Offroad-Eigenschaften und die Fähigkeit zur sicheren Orientierung.

„Mit Audi haben wir einen starken Partner gewonnen, der uns mit seiner Technologie und Mobilitäts-Kompetenz einen großen Schritt nach vorne bringen wird“, sagt Robert Böhme, der Gründer und Kopf von Part-Time Scientists. „Wir freuen uns auf den weiteren Austausch und eine bereichernde Zusammenarbeit."

NVDIA leistet Unterstützung mit Tesla-GPUs

Part-Time Scientists entstand Ende 2008 auf Initiative von Robert Böhme, der als IT-Berater in Berlin arbeitet. Die Mehrzahl der momentan etwa 35 Ingenieure kommt aus Deutschland und Österreich. Experten aus drei Kontinenten, darunter der ehemals leitende NASA-Mitarbeiter Jack Crenshaw aus Florida, verstärken das Team.

Zu den Unterstützern der Gruppe gehören neben Audi zahlreiche Forschungseinrichtungen und Hightech-Unternehmen, so etwa NVIDIA, die Technische Universität Berlin, das Austrian Space Forum (OeWF) und das Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt(DLR). NVIDIA unterstützt die deutsche Wissenschaftlergruppe „Part-Time Scientists“ (PTS) mit Tesla-GPUs.

Um die Mondmission erfolgreich durchzuführen, setzen sie NVIDIA-Tesla-GPUs in den Servern und Workstations des Missions-Kontrollzentrums ein, von dem aus der Rover „Asimov“ gesteuert wird. Die GPUs beschleunigen rechenintensive Applikationen wie die simulierte Navigation des Rovers, dessen Positionsbestimmung in Echtzeit und die Übermittlung von hochauflösenden Videos und Bildern.

„Die NVIDIA-GPUs helfen uns maßgeblich dabei, unseren Mond-Rover Asimov sicher auf der Mondoberfläche abzusetzen und die Masse an detaillierten Informationen zu verarbeiten. Dadurch verbessern wir unser Verständnis der Mondoberfläche“, sagt Robert Böhme, Teamchef der Part-Time Scientists. „Gleichzeitig demonstrieren wir, was Hochleistungs-GPUs in der Wissenschaft leisten können.“

Das Team nutzt die Rechenkraft der Tesla-GPUs nach der Ankunft von Asimov auf dem Erdtrabanten, um das Vehikel zu navigieren, seine Aktivitäten aufzuzeichnen und hochdetaillierte Mondkarten aus den übermittelten stereoskopischen 3D-Bildern zu erstellen.

Beim Google Lunar XPRIZE, der zunächst mit mehr als 25 Teams gestartet war, läuft derzeit die Finalrunde. Neben den Part-Time Scientists nehmen 15 weitere Teams aus Brasilien, Kanada, Chile, Ungarn, Japan, Israel, Italien, Malaysia und den USA teil.

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