Audi startet Virtual-Reality-Erkundungstour für alle Fahrzeugmodelle

Autor: Andreas Wehner

Die Audi-Vertriebspartner sollen Kunden und Interessenten künftig die komplette Modellpalette des Herstellers per Virtual-Reality-Brille präsentieren können. Erste Händler starten jetzt auch in Deutschland den Regelbetrieb der neuen Technologie.

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Audi startet an ausgewählten Standorten virtuelle Besichtigungstouren für potentielle Autokäufer. Mit einem VR-Headset können sich Kunden die verwendeten Technologien interaktiv erklären und individuelle Fahrzeuge detailliert erkunden lassen.
Audi startet an ausgewählten Standorten virtuelle Besichtigungstouren für potentielle Autokäufer. Mit einem VR-Headset können sich Kunden die verwendeten Technologien interaktiv erklären und individuelle Fahrzeuge detailliert erkunden lassen.
(Bild: Audi)

Audi startet ab sofort mit der nach eigenen Angaben ersten vollfunktionalen Virtual-Reality-Anwendung für die Kundenberatung im Autohaus. Wie der Autobauer am Mittwoch mitteilte, nehmen aktuell die ersten Händler in Deutschland, Großbritannien und Spanien eine Virtual-Reality-Brille in Betrieb. Damit können Verkäufer den Kunden im Autohaus das komplette Modellportfolio einschließlich aller Ausstattungsoptionen präsentieren.

Weitere Märkte und Standorte sollen laut Audi sukzessive folgen. Die VR-Brille ist Teil einer umfassenden Digitalisierungs-Offensive für die Audi-Handelspartner und somit komplett in die IT-Systeme der Marke integriert. Eine Betaversion war seit 2015 bei ausgewählten Händlern in Deutschland und Brasilien bereits im Einsatz.

Rechnerisch stehen bei Audi mehrere hundert Millionen mögliche Modell- und Ausstattungsvarianten zur Auswahl. Die potenziellen Autokäufer können ihren individuellen Traumwagen konfigurieren und laut Audi bis in das kleinste Detail nahezu lebensecht begutachten: dreidimensional, in 360 Grad und mit allen Licht- und Klangeffekten. Auch das Interieur kann aus jedem Blickwinkel betrachtet werden. Unterschiedliche Umgebungen, Tageszeiten und Lichtverhältnisse sollen zum täuschend echten virtuellen Probesitzen beitragen.

Die Darstellung basiert auf den Konstruktionsdaten der Audi-Modelle. Eine Art „Röntgenblick“ erlaubt technikinteressierten Nutzern auch den Blick unter die Fahrzeugoberfläche und in den Aufbau technischer Komponenten. Künftig will Audi per Software-Upgrades auch die Möglichkeit bieten, Features zu demonstrieren, die der Kunde bei einer realen Probefahrt nur eingeschränkt testen kann, zum Beispiel Lichttechnologien bei Nacht und schlechter Sicht.

Auch besondere Erlebnisse sind möglich. Motorsportbegeisterte Kunden können beispielsweise virtuell in die Rennatmosphäre der 24 Stunden von Le Mans eintauchen und sogar beim Boxenstopp im Kreis der Mechaniker-Crew dabei sein.

„Vollwertiges Vertriebstool“

„Mit der VR Experience haben wir für die Audi-Händler ein vollwertiges Vertriebstool entwickelt. Es bietet unseren Kunden mehr Information und Sicherheit bei der Kaufentscheidung sowie einen besonderen Erlebnisfaktor“, sagt Nils Wollny, Leiter Digital Business Strategy/Customer Experience bei Audi. „Damit machen wir den nächsten Schritt in unserer Strategie und verbinden digitale Innovation mit den Stärken des stationären Handels.“

Virtual Reality kommt nach Angaben von Audi bereits in zahlreichen Unternehmensbereichen zum Einsatz – vom Vertrieb über die technische Entwicklung bis zur Produktion. So schult das Unternehmen beispielsweise mit Hilfe von VR-Brillen Logistikmitarbeiter für den Einsatz in den Audi-Werken.

Technische Basis der VR-Anwendung für das Autohaus ist in den meisten Märkten das Rift-Headset des Projektpartners Oculus. Die Grafik-Engine stammt vom IT-Partner Zerolight.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Schwesterportal kfz-betrieb.de.

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 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«