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Auch ARM und Microsoft stellen Zusammenarbeit mit Huawei ein

Redakteur: Julia Schmidt

Update: Trotz der 90 Tage Schonfrist wird die Luft für Huawei durch die US-Sanktionen dünner. Angeblich verliert der chinesische Konzern auch den Zugang zu den wichtigsten Chip-Architekturen.

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Logo am Stand Huaweis auf dem MWC 2019: Die Auswirkungen der Sanktionen gegen den chinesischen Konzern nehmen immer bedrohlicherer Züge an. Nun haben auch ARM und Microsoft wohl die Zusammenarbeit aufgekündigt.
Logo am Stand Huaweis auf dem MWC 2019: Die Auswirkungen der Sanktionen gegen den chinesischen Konzern nehmen immer bedrohlicherer Züge an. Nun haben auch ARM und Microsoft wohl die Zusammenarbeit aufgekündigt.
(Bild: Huawei)

Der chinesische Huawei-Konzern wird durch US-Sanktionen immer weiter in die Enge getrieben. So stellte nach BBC-Informationen jetzt auch der Chipentwickler ARM jegliche Zusammenarbeit mit Huawei ein. Da die Chip-Architekturen von ARM die Basis der Prozessoren in nahezu allen heutigen Smartphones und Tablets bilden – auch bei Huaweis Chips aus eigener Entwicklung, kommt die Nachricht einer Katastrophe gleich.

ARM ist zwar in Großbritannien ansässig und gehört dem japanischen Technologiekonzern Softbank. Die Firma habe ihre Mitarbeiter aber darauf hingewiesen, dass die Chip-Designs von ARM auch aus den USA stammende Technologie enthielten und deshalb alle Geschäfte mit Huawei eingestellt werden müssten, berichtete der britische Sender am Mittwoch. Ohne eine Zusammenarbeit mit ARM dürfte Huawei das Smartphone-Geschäft außerhalb des chinesischen Heimatmarktes vergessen können.