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ZVEI Asien trägt Exportentwicklung der Elektroindustrie

| Redakteur: Stefan Liebing

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie haben im August dieses Jahres gegenüber Vorjahr um 3,2 Prozent auf 12,4 Mrd. Euro zugelegt, obwohl Bestellungen, Produktion und Umsatz rückläufig waren.

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Dr. Andreas Gontermann ist ZVEI-Chefvolkswirt.
Dr. Andreas Gontermann ist ZVEI-Chefvolkswirt.
(ZVEI)

„Allerdings ist der Anstieg auch einem Basiseffekt zuzuschreiben, da die Branchenausfuhren im letztjährigen August um 7,3 Prozent geringer ausgefallen waren als noch im Jahr davor“, erläutert ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.

Von Januar bis August 2014 kamen die Elektroexporte insgesamt auf 106,9 Mrd. Euro. Sie übertrafen ihren Vorjahreswert damit um 2,9 Prozent. Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland fielen im August dieses Jahres mit 10,3 Mrd. Euro um 3,7 Prozent höher aus als vor einem Jahr. In den ersten acht Monaten 2014 nahmen sie um 5,2 Prozent auf 91,9 Mrd. Euro zu.

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Elektroexporte in die Eurozone

Die Branchenausfuhren in den gesamten Euroraum beliefen sich im August dieses Jahres auf 3,6 Mrd. Euro und lagen damit lediglich 0,3 Prozent höher als vor ei­nem Jahr. „Dabei bleibt die Entwicklung von großen Divergenzen im Außenhandel mit den einzelnen Europartnern geprägt“, so Dr. Gontermann. Im Exportgeschäft mit den Niederlanden (plus 15,4 Prozent auf 633 Mio. Euro), Spanien (plus 6,6 Prozent auf 315 Mio. Euro), Finnland (plus 4,9 Prozent auf 100 Mio. Euro) oder Irland (plus 15,1 Prozent auf 82 Mio. Euro) wurden kräftige Zuwächse verzeichnet.

Deutliche Rückgänge mussten dagegen bei den Ausfuhren nach Frankreich (minus 6,3 Prozent auf 771 Mio. Euro), Italien (minus 2,6 Prozent auf 413 Mio. Euro), Bel­gien (minus 7,6 Prozent auf 326 Mio. Euro) und Griechenland (minus 17,5 Prozent auf 38 Mio. Euro) registriert wer­den. Summiert von Januar bis August 2014 zogen die gesamten Elektroexporte in die Eurozone um 3,3 Prozent auf 33,8 Mrd. Euro an.

Elektroexporte in Drittländer

Die Ausfuhren in Drittländer lagen im August 2014 mit 8,8 Mrd. Euro um 4,3 Prozent über denen im Vorjahr.

Die Exporte nach China zogen kräftig um 18,3 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro an, nach Asien insgesamt um 11,8 Prozent auf 3,0 Mrd. Euro. Die Ausfuhren in die USA stiegen um 3,2 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro, die nach Großbritannien um 12,6 Prozent auf 681 Mio. Euro. Zweistellige Zuwachsraten gab es im Ausfuhrgeschäft mit Polen (plus 19,4 Prozent auf 489 Mio. Euro), Ungarn (plus 14,9 Prozent auf 334 Mio. Euro), Südkorea (plus 18,7 Prozent auf 236 Mio. Euro) oder Taiwan (plus 44,4 Prozent auf 145 Mio. Euro). Die Exporte nach Indien übertrafen ihr Vor-jahresniveau mit 145 Mio. Euro um 9,9 Prozent.

„Die Elektroausfuhren nach Russland und in die Ukraine blieben stark rückläufig“, so Dr. Gontermann. „Sie sackten im August um jeweils mehr als 30 Prozent auf 314 bzw. 37 Mio. Euro ab.“ Die Ausfuhren nach Japan gaben um 0,5 Prozent auf 219 Mio. Euro nach. Mit Brasilien und der Türkei gab es ein Minus von 12,8 bzw. 7,4 Prozent auf 115 und 206 Mio. Euro.

Von Januar bis August 2014 nahmen die Branchenexporte in Drittländer um 2,4 Prozent gegenüber Vorjahr auf 73,1 Mrd. Euro zu.

(ID:43019329)