ARM stellt Zwei-Jahres-Roadmap für Prozessoren vor

Redakteur: Sebastian Gerstl

Prozessorhersteller ARM hat eine Roadmap für seine Client-CPUs angekündigt. Demnach plant das Unternehmen, noch 2018 eine neue Prozessor-IP herauszugeben. Bis 2020 sollen auf 5nm-Nodes optimierte IPs bereitstehen. Speziell sollen die Anforderungen von 5G und von permanent ans Internet angeschlossenen Geräten adressiert werden.

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ARM stellt eine öffentliche Roadmap für zwei neue Bauteile vorgelegt, die auf den Cortex-A76 folgen sollen. Deimos soll demnach 2019 auf 7nm, Hercules als Hybrid 7nm / 5nm Design im Jahr 2020 debütieren. ARM enthüllte jedoch nicht viele Details über beide Kerne.
ARM stellt eine öffentliche Roadmap für zwei neue Bauteile vorgelegt, die auf den Cortex-A76 folgen sollen. Deimos soll demnach 2019 auf 7nm, Hercules als Hybrid 7nm / 5nm Design im Jahr 2020 debütieren. ARM enthüllte jedoch nicht viele Details über beide Kerne.
(Bild: ARM)

Im Mai 2018 hat ARM seinen bislang jüngsten Prozessor, den Cortex-A76, veröffentlicht. Nun legte der Prozessor-IP-Entwickler eine Roadmap für die nächsten zwei Jahre vor, welche bereits die Nachfolgebausteine des A76 adressieren.

Neue Prozessoren nach der DynamIQ-Technologie

Demnach möchte ARM noch in diesem Jahr eine CPU mit dem Codenamen Deimos an seine Partner liefern. Dieser auf der DynamIQ-Technologie des Unternehmens basierende Prozessor sei bereits für 7nm-Nodes optimiert. DynamIQ wurde von ARM für seine Cortex-A-Prozessoren eingeführt und zeichnet sich durch eine schnelle, komplexe Datenverarbeitung aus, die in den nächsten drei bis fünf Jahren die Berechnungen mit künstlicher Intelligenz um bis zu 50 Prozent steigern soll. Der Zugriff auf Beschleuniger mit einem dedizierten Low-Latency-Port und Datenübertragungsgeschwindigkeit ist darauf ausgelegt, den Durchsatz von Bildverarbeitungs- oder maschinellen Lernsystemen sowie autonomen Fahrzeugsystemen zu erhöhen.

Im Jahr 2019 soll darauf eine CPU mit dem Codenamen Hercules folgen. Diese wird – ebenfalls auf Basis der DynamIQ-Technologie – für 5nm- und 7nm-Nodes optimiert. Das Unternehmen erwartet, dass die CPU verglichen mit ihren Vorgängern eine um 10% bessere Leistungs- und Flächeneffizienz besitzen wird, verbunden mit Effizienzsteigerungen durch den Einsatz des 5nm-Prozessknotens.

Angriff auf den Desktop-Markt

Mit den Prozessoren richte sich das Unternehmen auch auf den PC- und Laptop-Markt aus, sagte Nandan Nayampally, Vice President und General Manager, Client Line of Business bei ARM. In den nächsten fünf Jahren möchte der Prozessorhersteller seinen Marktanteil bei Windows-Laptops und Chromebooks signifikant steigern.

"Führende PC-OEMs erkennen bereits, dass Effizienz ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal für das immer aktive, immer angeschlossene Laptop-Erlebnis ist, das sich durch sehr schlanke, leichte Formfaktoren, einen ganztägigen Akku und ausgezeichnete Reaktionsfähigkeit auszeichnet", sagte er. "Windows 10-Systeme, die von Qualcomm Snapdragon SoCs auf Arm-Basis betrieben werden, sind bereits von ASUS, Lenovo, HP und Samsung erhältlich. Zusammen mit Microsoft haben diese Partner den Anwendern eine neue Wahl für die Konnektivität und eine Always-on-Erfahrung geboten, die vor einem Jahr noch nicht möglich war."

"Der CPU-Roadmap-Arm wurde in Verbindung mit dem heterogenen Ansatz von Qualcomm für die Datenverarbeitung über unsere verschiedenen IP-Blöcke und die integrierte Konnektivität entwickelt und ermöglicht neue Fortschritte in der ständig verfügbaren, stets verbundenen PC-Erfahrung der Qualcomm Snapdragon Mobile Compute Platform", sagte Alex Katouzian, Senior Vice President und General Manager, Mobile, Qualcomm Technologies.

"Das Innovationstempo, das Smartphones in die Compute-Plattform der Wahl verwandelt hat, treibt nun auch die größeren Bildschirmgeräte an", sagt Nayampally. Er glaubt, dass Client-CPUs Entwickler von Moore's Law befreien können, um die Produktivität mobiler Geräte für Verbraucher und Unternehmen in der 5G-Ära zu steigern.

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