Computex

ARM rüstet Smartphones für VR und Augmented Reality

| Autor: Sebastian Gerstl

Diagramm des Cortex-A73-Prozessors: Der auf der ARMv8-A konzipierte, im 10nm-FinFET-Verfahren gefertigte Baustein soll neue Spitzenleistungen auf Smartphones, Tablets und andere Mobilgeräte bringen.
Diagramm des Cortex-A73-Prozessors: Der auf der ARMv8-A konzipierte, im 10nm-FinFET-Verfahren gefertigte Baustein soll neue Spitzenleistungen auf Smartphones, Tablets und andere Mobilgeräte bringen. (Bild: ARM)

ARM sieht die Zukunft in Virtual Reality auf Mobilgeräten: Mit neuen, im 10nm-FinFET-Verfahren gefertigten Cortex-Prozessorkernen und dem Mali-G71-Core für GPUs will der Chiphersteller Smartphones und Tablets für künftige Kernfeatures wie VR- und Augmented Reality vorbereiten.

Erst vergangene Woche hatte ARM die erste erfolgreiche Produktion von 64-Bit-Prozessoren im 10nm-FinFET-Verfahren von TSMC bekannt gegeben. Nun hat der britische Chiphersteller ARM am Montag auf der Computex-Fachmesse in Taipeh die neuen Bausteine erstmals öffentlich vorgestellt.

Der Cortex A73 ist der bislang kleinste 64-Bit v8 Prozessorkern von ARM. Bei einer Strukturgröße von 10 nm belegt ein einzelner Kern weniger als 0,65mm2 Fläche auf dem fertigen Chip. Die Verkleinerung wurde in erster Linie durch Effizienzsteigerung in der Architektur erzielt. Der A73 kommt mit weniger Transistoren aus, erreicht aber dennoch bis zu 30% bessere Leistung als ein Cortex-A72. Zudem soll der A73 auch über einen längeren Zeitraum unter Spitzenauslastung laufen können, ohne die angestrebten Power-Budgets zu überschreiten. In erster Linie richtet sich dies an Anwendungen wie Computer mit großen Bildschirmen, industrielle Gateways, Infotainment-Systeme im Auto oder Smart-TVs.

Chipdiagramm der GPU Mali G71: Der Grafikprozessor soll insbesondere VR- und Augmented-Reality-Anwendungen auf Smartphones der nächsten Generation verwirklichen.
Chipdiagramm der GPU Mali G71: Der Grafikprozessor soll insbesondere VR- und Augmented-Reality-Anwendungen auf Smartphones der nächsten Generation verwirklichen. (Bild: Bild: ARM)

Der jüngste Spross der Mali-GPU-Familie, der Mali G-71, stützt sich auf eine neue Mikroarchitektur namens Bifrost. Diese ist für APIs nach Industrie-Standard, wie beispielsweise Vulkan von der Khronos Group, optimiert. Der GPU-Kern verspricht gegenüber seinen Vorgängern eine bis zu 50%-ige Steigerung der Grafikleistung, eine um 20% bessere Energieeffizienz sowie 40% mehr Leistung pro belegten mm2 Fläche. Mali-G71 skaliert bis zu 32 Shader-Cores, doppelt so viel wie die Vorgänger IP Mali-T880.

ARM richtet sich mit der neuen GPU in erster Linie an leistungs- und energiehungrige Anwendungen der kommenden Smartphone-Generation. Mali-G71 soll in erster Linie hochauflösende Anwendungen für Virtual Reality als auch Augmented Reality auf Mobilgeräten wie Smartphones oder Tablets ermöglichen. Zu den ersten Lizenznehmern der IP zählen unter anderem Unternehmen wie HiSilicon, MediaTek und Samsung.

Bereits im Laufe des Jahres 2016 sollen die CPU- und GPU-Kerne in SoCs, ab 2017 auch in mobilen Handgeräten im Einsatz sein. Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Anbieters: www.arm.com.

ARM baut ersten 64-Bit-Multicore-Prozessor im 10nm-Verfahren bei TSMC

Tapeout

ARM baut ersten 64-Bit-Multicore-Prozessor im 10nm-Verfahren bei TSMC

20.05.16 - ARM geht den Schritt zu 10 Nanometern: Der Prozessorhersteller hat die ersten validierten Tape-Outs einer neuen Architektur im 10nm-FinFet-Verfahren von TSMC bekannt gegeben. Die produzierten Chips enthält unter anderem eine neue 64-Bit-Multicore-CPU, Codename „Artemis“. lesen

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