Argus Cyber Security und Ericsson arbeiten an Sicherheitslösung für vernetzte Fahrzeuge

| Redakteur: Julia Schmidt

Ericsson und Argus Cyber Security wollen den Automobilherstellern in Zukunft eine zusätzliche Sicherheitsebene zur Verfügung stellen, die Informationen und Erkenntnisse der hauseigenen Plattformen Connected Vehicle Cloud und Argus Security Operation Center nutzt.
Ericsson und Argus Cyber Security wollen den Automobilherstellern in Zukunft eine zusätzliche Sicherheitsebene zur Verfügung stellen, die Informationen und Erkenntnisse der hauseigenen Plattformen Connected Vehicle Cloud und Argus Security Operation Center nutzt. (Bild: Clipdealer)

Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam an nahtloser End-to-End-Cybersicherheit bei vernetzten Diensten und Fahrzeugen arbeiten. Die Kooperation soll E2E-Cybersecurity-Funktionen liefern, die es Autobauern ermöglichen, das gesamte Ökosystem für das vernetzte Fahrzeug abzusichern.

Die Anzahl und Vielfalt der vernetzten Dienste, die mit Fahrzeugen interagieren, nimmt stetig zu. Gleichzeitig entwickeln sich auch die Cyber-Bedrohungen kontinuierlich weiter. Die aktuellen Cyber-Angriffe auf Fahrzeuge über Connected Services haben auch das Bewusstsein der Automobilhersteller für Cybersicherheit geschärft. Es ist von zentraler Bedeutung, sowohl die Fahrzeuge als auch die Fahrgäste gegen Angriffe dieser Art zu schützen, um das Vertrauen der Verbraucher, den Erfolg der Plattformen und die Sicherheit insgesamt zu gewährleisten.

Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, das Argus Security Operation Center in die Ericsson Connected-Vehicle-Cloud-Plattform zu integrieren. Die beiden Unternehmen wollen den Automobilherstellern in Zukunft eine zusätzliche Sicherheitsebene zur Verfügung stellen, die Informationen und Erkenntnisse beider Plattformen nutzt. Denn Argus ist auf Cybersicherheit im Automobilsektor spezialisiert und liefert vielschichtige Lösungen und Dienste, die vernetzte Pkw und Nutzfahrzeuge vor Cyber-Angriffen schützen sollen. Ericsson dagegen hat mehr als hundert Jahre Erfahrung im Bereich Kommunikation, Verbindungstechnik und Konnektivität zu bieten

Autobauer sind laut Argus und Ericsson mit dieser Kombination bestens ausgestattet, um verwertbare Erkenntnisse aus der Analyse großer Datenmengen zu gewinnen, die von Millionen von vernetzten Fahrzeugen und deren Cloud-Diensten abgeleitet werden. Dadurch könnten erste Anzeichen eines Angriffs schnell identifiziert, der Schaden minimiert und die Gefahr dank Immunisierung der Flotte innerhalb weniger Stunden abgewendet werden.

Die ins Fahrzeug eingebetteten, mehrschichtigen Lösungen zur Cybersicherheit von Argus bieten Echtzeitschutz vor Cyber-Attacken, einschließlich Angriffen auf Remote-Befehle, wie das Beheizen des Fahrgastraums oder das Öffnen der Fahrzeugtüren, die aus der Cloud über Smartphone-Anwendungen ausgeführt werden. Mit der Kombination der Lösungen von Argus und Ericsson wollen die beiden Unternehmen den Automobilherstellern einen umfassenden Schutz bieten, der die Cloud, verbundene Dienste und ganze Fahrzeugflotten abdeckt.

„Die Automobilindustrie hat erkannt, dass es einer ganzheitlichen Cyber-Sicherheitsstrategie bedarf, um die zunehmende Anzahl von Fahrzeug-Cloud-Diensten mit dem Fahrzeug zu vernetzen. Dies erfordert eine mehrschichtige End-to-End-Cybersicherheit, die für die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs jeden Knotenpunkt im Ökosystem abdeckt“, sagt Yoni Heilbronn, Chief Marketing Officer von Argus Cyber Security. „Gemeinsam mit Ericsson unterstützen wir die Autohersteller dabei, die Sicherheit und Privatsphäre ihrer Kunden durch umfassende Cybersicherheitslösungen und -dienste zu gewährleisten und gleichzeitig das Vertrauen der Kunden sowie die Markenidentität zu erhalten.“

Claes Herlitz, Leiter des Bereichs Connected Vehicles bei Ericsson, kommentiert: „Durch die Kombination der Connected-Vehicle-Cloud von Ericsson, durch die sich eine große Anzahl von vernetzten Fahrzeugen sicher verwalten lassen und dem In-Vehicle-Experten Argus, mit seiner Kompetenz Bedrohungen zu identifizieren und Fahrzeuge zu schützen, schaffen wir ein attraktives Angebot für Automotive OEMs.“

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