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Apple kündigt neue iPad-Modelle mit Lidar-Sensoren an

| Autor / Redakteur: Mit Material von dpa / Sebastian Gerstl

Zum zehnten Geburtstag des iPad spendiert Apple seinem Tablet eine Technologie, die man überwiegend von autonom fahrenden Autos oder der Raumfahrt, weniger aber in Consumer-Elektronik kennt. Die neuen Lidar-Sensoren sollen in erster Linie für Augmented-Reality-Anwendungen, Objektvermessung und bessere Positionsbestimmung dienen.

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Dank Lidar-Sensoren und einem neuen Tiefenmessungs-Framework in iPadOS 13.4 soll das neue iPad in der Lage sein, Größen wie auch Positionen von Personen und Objekten exakt zu erfassen und vermessen. Dadurch sollen sich deutlich bessere Möglichkeiten für Augmented-Reality-Anwendungen ergeben.
Dank Lidar-Sensoren und einem neuen Tiefenmessungs-Framework in iPadOS 13.4 soll das neue iPad in der Lage sein, Größen wie auch Positionen von Personen und Objekten exakt zu erfassen und vermessen. Dadurch sollen sich deutlich bessere Möglichkeiten für Augmented-Reality-Anwendungen ergeben.
(Bild: Apple)

Zwei Jahre nach der letzten größeren Produkt-Offensive im Markt der Tablet-Computer hat Apple am Mittwoch (18.3.) vier neue iPad-Modelle vorgestellt. Die neuen iPad Pro wurden mit einem schnelleren A12Z Bionic Chip ausgestattet. Vor allem Augmented-Reality-Anwendungen (AR) sollen von der besseren Hardware-Ausstattung profitieren, zu der auch eine neu entwickelte Ultraweitwinkel-Kamera zählt.

Ebenfalls komplett neu ist eine Lidar-Einheit, die auf der Rückseite des Geräts verbaut ist. Der Lidar-Scanner soll in der Lage sein, in einem Umkreis von 5 Metern um das Tablet per Laserscanning zu erfassen. Zusammen mit den Daten der zwei Kameras, den verbauten Bewegungssensoren und eines neuen Tiefenmessungs-Frameworks in iPadOS 13.4 soll so eine sehr genaue Bestimmung von Entfernungen möglich sein. Als Anwendungsfeld stellt sich Apple in erster Linie verbesserte AR-Anwendungen vor. Diese können dank Lidar-Unterstützung nicht nur auf Objekte vor der Kamera reagieren, sondern sind in der Lage, Dimensionen in einem Raum exakt zu erfassen, inklusive der dort befindlichen Gegenstände.

In einer Video-Demonstration führte ein Manager des schwedischen Möbelhauses Ikea vor, wie exakt Wohnräume erfasst und mit virtuellen Möbeln und Einrichtungsgegenständen ausgestattet werden können. Auch Größen- und Tiefenmessung von Personen und Gegenständig wird hierdurch deutlich verbessert. Als Demonstration der Eigenschaften soll hierfür eine neue „Measures“-App im iPadOS dienen.

Virtuelles Event statt der üblichen Show

Die neue iPad-Generation sollte eigentlich auf einem Event in Kalifornien angekündigt werden. Vor dem Hintergrund der Reise- und Versammlungsbeschränkungen durch die Coronavirus-Krise schwenkte Apple dann auf eine Ankündigung im Internet um.

Mit den neuen iPad-Modellen baut Apple nach Einschätzung von Experten seine Führung im oberen Marktsegment aus. Bei den preiswerteren Tablet-Computern spielen dagegen auch Modelle von Amazon, Samsung, Lenovo und anderen Herstellern eine Rolle, die in der Regel auf das Google-Betriebssystem Android setzen.

Auch bessere Tastaturen angekündigt

Die neuen Apple-Modelle können künftig auch ähnlich wie ein Laptop bedient werden. Das Unternehmen hat dazu eine neue Tastatur für die iPad-Pro-Modelle vorgestellt, in die auch ein Trackpad integriert ist. Bislang hatte Apple von der Bedienung mit einer Maus oder einem Trackpad beim iPad Abstand gehalten. Die neuen iPads werden in vier Modellen angeboten, mit einem 11-Zoll-Bildschirm oder mit einem 12,9-Zoll-Display – sowie entweder nur mit WLAN-Verbindungsoption oder auch mit Mobilfunk (LTE). Die Geräte kosten zwischen knapp 880 Euro und knapp 1270 Euro. Sie sollen trotz der widrigen Umstände mit wochenlang reduzierter Kapazität in den Produktionsstätten in China ab kommender Woche im Handel verfügbar sein. Die Apple Stores sind derzeit allerdings wegen der Coronavirus-Krise vorläufig geschlossen.

Auf dem virtuellen Event stellte Apple außerdem eine verbesserte Version seines Laptops MacBook Air vor. Das Modell erhält nun auch eine überarbeite Tastatur, die nicht mehr so fehleranfällig sein soll wie beim Vorgängermodell. Außerdem wurde der Speicherplatz des Apple-Laptops verdoppelt und der Startpreis leicht auf knapp 1200 Euro gesenkt.

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