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App ermöglicht erstmals vertrauliche Telefonate mit dem iPhone

| Redakteur: Margit Kuther

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ermöglicht Behörden zum ersten Mal vertrauliche Telefonate mit dem iPhone. Das Amt gibt die Mobile Encryption App für Ende-zu-Ende verschlüsseltes Telefonieren frei.

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Vertraulich: eine App schützt die Telefongespräche etwa von Politikern.
Vertraulich: eine App schützt die Telefongespräche etwa von Politikern.
(Bild: Telekom)

Die Anwendung ist für Gespräche der Geheimhaltungsstufe VS-NfD (Verschlusssache – nur für den Dienstgebrauch) freigegeben. Aktuell nutzen Behörden vorwiegend Spezialgeräte für vertrauliche Gespräche. Mit der App gibt es eine Alternative für die bisherigen Diensttelefone.

Die Telekom hat das sichere Angebot gemeinsam mit der Berliner Gesellschaft für Sichere Mobile Kommunikation (GSMK) entwickelt. Es zielt auf Ämter oder Unternehmen. Die Telekom betreibt die Infrastruktur aus ihren deutschen Rechenzentren heraus. Die App nutzt die aktuell stärksten Verschlüsselungen. Diese lassen sich nach Kryptologen auf absehbare Zeit nicht brechen.

Die Schlüssel werden im Telefon selbst generiert

Außerdem erzeugt die App die Schlüssel immer auf dem Telefon selbst. Und löscht diese nach Gesprächsende. Die Schlüssel befinden sich damit in der Hand des Nutzers. Der Netzbetreiber greift darauf nicht zu.

Weiter ist der Quellcode der Mobile Encryption App offen. Er ist für Anwender verifizierbar. Der Security-Chef Dirk Backofen der Telekom sagt: „Wir machen die Programmierung der App nachvollziehbar. Sie bietet so kein Versteck für Hintertüren: Damit schaffen wir Vertrauen bei den Kunden.“

Die Mobile Encryption App funktioniert in jedem Telefonnetz oder ohne SIM-Karte über WLAN. Der Datenhunger der App ist klein. Sie braucht nur 4,8 KBit Bandbreite und eignet sich so für Standorte mit langsamem Netz im In- und Ausland.

Für verschlüsselte Telefonate installieren beide Gesprächspartner die App auf dem Gerät. Außerdem ist eine zweite App SecurePIM Government notwendig. Nutzer greifen mit dieser App auf die zentral gepflegte Kontaktdatenbank zu. Auch diese ist für VS-NfD zugelassen.

Einziger Wermutstropfen: Eine Bezugsquelle kann Ihnen die ELEKTRONIKPRAXIS leider nicht nennen, weil die App nicht für jedermann verfügbar ist. Denn, so die Telekom: „Wir adressieren mit der Mobile Encryption App hauptsächlich (große) Geschäftskunden. Diese haben einen direkten Kontakt zu unseren Vertriebsleuten und bekommen die Informationen direkt von diesen.“

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