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Leitungen Anwendungsmöglichkeiten für Lichtwellenleiter

| Autor / Redakteur: Jürgen A. Beck * / Kristin Rinortner

Optische Kabel aus Glas- oder Kunststofffasern erlauben enorme Datenübertragungsraten. Bei der Wahl des richtigen Lichtwellenleiters kommt es auf die Anwendung an. Der Beitrag zeigt die Möglichkeiten.

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Robuste Lichtwellenleiter: Bei Lichtwellenleitern, die für den rauen Industrieeinsatz konzipiert sind, müssen sich Anwender nicht mehr um die Montage von Kabel und Steckverbinder kümmern, die Leitungen sind fertig für den Anschluss, Fehler beim Konfektionieren entfallen.
Robuste Lichtwellenleiter: Bei Lichtwellenleitern, die für den rauen Industrieeinsatz konzipiert sind, müssen sich Anwender nicht mehr um die Montage von Kabel und Steckverbinder kümmern, die Leitungen sind fertig für den Anschluss, Fehler beim Konfektionieren entfallen.
(Bild: Lapp)

Sie sind das Nervensystem des Internet: Glasfaserkabel. Solche Lichtwellenleiter übertragen enorme Datenmengen, die schnellsten mehr als 250 TBit/s. Ein Glasfaserkabel besteht aus einem Faserbündel, wobei die einzelne optische Faser 125 µm dünn ist, und einer mehrschichtigen Ummantelung.

Wie belastbar so ein Kabel ist, bestimmen vor allem Mantel und Kabelaufbau. Der Mantel sorgt dafür, dass die Fasern entsprechend der Anwendung geschützt sind. Manche Glasfaserkabel werden fest verlegt und bleiben an Ort und Stelle, etwa erdverlegbare Außenkabel.

Andere werden beim Einsatz bewegt und entsprechend gefordert, etwa in Maschinen oder Robotern. Das häufig zu hörende Vorurteil, Glasfaserkabel würden leicht brechen und seien daher schwierig zu handhaben, stimmt nicht.

Die Nachfrage nach Fertigkonfektion steigt

Allerdings muss man bei der Konfektionierung darauf achten, dass die Stecker bzw. Verbindungsstellen nahezu dämpfungsneutral sind. In immer mehr Branchen werden deshalb fertig konfektionierten Leitungen, also Kabel mit montierten Steckverbindern, gefordert, oft auch schon eingebaut in eine Schleppkette. Das bringt gerade in bewegten Anwendungen Qualitätsvorteile.

Die Lapp Gruppe bietet fertig integrierten Systeme schon seit vielen Jahren an, seit dem vergangenen Jahr gebündelt unter dem Namen ÖLFLEX CONNECT. Nun komplettieren die Stuttgarter das Programm mit robusten Lichtwellenleitern der Marke HITRONIC für den rauen Industrieeinsatz.

Anwender müssen sich dann nicht mehr um die Montage von Kabel und Steckverbinder kümmern, die Leitungen sind fertig für den Anschluss, Fehler beim Konfektionieren und damit Übertragungsprobleme sind damit ausgeschlossen. Die Konfektionen werden eigens nach den Vorgaben des Kunden mit Kabeln auf Basis der gängigen Fasertypen (Glas, POF, PCF) hergestellt.

Das Material muss zur Anwendung passen

Wie Kupferadern werden auch die Faserbündel in Glasfaserkabeln verseilt, also in einer Maschine so ineinander verdrillt, dass sie sich in Längsrichtung um die Kabelachse winden. Das hält das Bündel zusammen und verhindert, dass es sich beim Biegen oval verformt. Mit der passenden Ummantelung ausgerüstet, sind Glasfaserkabel extrem robust gegen Wasser, Öl, Säure oder auch mechanische Beanspruchung.

Telekommunikationskabel, die direkt in die Erde gelegt werden, müssen nicht flexibel, dafür aber längs- und quer-wasserdicht sein und je nach Ausführung Nagetieren widerstehen. Dazu wird zum Beispiel Glasgarn unter dem Kabelmantel eingearbeitet, das in feinste, aber ungefährliche Splitter zerbricht und so Mäusen und Ratten den Appetit verdirbt. Für andere Regionen, in denen andere Tiere, wie Termiten oder auch Affen im Fokus stehen, gibt es andere Mittel und Wege, diese abzuwehren.

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