IEC 63171-7: SPE M12 Hybrid Antriebstechnik: Übergreifende hybride M12-SPE-Schnittstelle

Von Kristin Rinortner

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Die neue Norm IEC 63171-7 definiert hybride SPE- und Stromversorgungsschnittstellen für das Format M12 als Weiterentwicklung der IEC 63171-6. Damit gibt es für die Antriebstechnik eine gemeinsame hybride SPE-Schnittstelle, die beide SPE-Gruppen unterstützen. Erste Steckverbinder sollen 2023 kommen.

SPE M12 Hybrid: Der neue Standard IEC 63171-7 definiert M12-Steckverbinder für SPE- und Stromversorgungskontakte für die Antriebstechnik. Im Bild zu sehen M12 SPE Hybrid links Steckverbinder, rechts Buchse.
SPE M12 Hybrid: Der neue Standard IEC 63171-7 definiert M12-Steckverbinder für SPE- und Stromversorgungskontakte für die Antriebstechnik. Im Bild zu sehen M12 SPE Hybrid links Steckverbinder, rechts Buchse.
(Bild: SPE Partner )

Viele Firmen in der Automatisierungstechnik verfolgen die Strategie „ein Gerät - eine Schnittstelle“. Ein hybrider Steckverbinder, der SPE- und Stromversorgungsschnittstellen kombinert, ist somit ein Schlüsselelement, um Single Pair Ethernet (SPE) als Einkabellösung in zahlreichen Applikationen zu etablieren.

Das hat TE Connectivity früh erkannt und die Norm IEC 63171-7 für einen hybriden SPE-Steckverbinder im Format M12 bereits im Jahr 2021 initiiert. Der Standard beschreibt sieben Kodierungen für unterschiedliche Anwendungen mit Leistungsklassen von 8 bis 16 A und 50 bis 600 V.

SPE: Vom „Industrial Style“ zu M12

Eine entsprechende Vorlage für die neuen Norm -7 lieferte die IEC 63171-6 „Industrial Style“, die vom SPE Industrial Partner Network im Jahr 2020 für das hybride SPE-Format M8 veröffentlicht wurde. Entsprechende M8-Hybrid-Steckverbinder (SPE + Stromversorgungskontakte 8 A / 60 V) wurden entwickelt. Erster Anbieter war Perinet. TE hat den Steckverbinder wie auch Harting ebenfalls im Programm, Serienprodukte sollen nach dem Sommer verfügbar sein.

Das Konzept kam so gut an, dass das Netzwerk SPE Industrial Partner und TE die Idee auf M12 erweitert haben. Denn ein hybrider SPE-Steckverbinder stellt die Stromversorgung dort zur Verfügung, wo PoDL (Power over Data Line) an ihre Grenzen stößt.

Ursprünglich sollten diese Versionen auch in die IEC 63171-6 einfließen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit habe man sich aber dazu entschieden, die IEC 63171-7 neu zu schreiben, erklärt Matthias Fritsche vom SPE Industrial Partner Network.

Mittlerweile sind unterschiedliche Versionen definiert, die sich in der Anzahl der Kontakte und in der Nennspannung unterscheiden.

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Diese hybriden Schnittstellen werden von beiden SPE-Gruppen (SPE Industrial Partner Network und Single Pair Ethernet System Alliance) für die Industrie unterstützt. Kürzlich kündigten auch TE und Phoenix Contact eine Zusammenarbeit an. Die einzelnen M12-Hybrid-Varianten sind von ersten Firmen wie TE, Harting und Phoenix Contact für nächstes Jahr angekündigt.

Die kombinierte Schnittstellen für SPE und Stromversorgung im robusten M12-Format sind für Nennspannungen bis 630 V und Nennströme bis 16 A ausgelegt und offerieren sieben unterschiedliche Kodierungen je nach Nennspannung.

Gemeinsamer SPE-Standard für die Antriebstechnik

Fritsche empfindet das als „ein Lichtblick, um in einem Teilbereich – der Antriebstechnik – einen gemeinsamen Standard zu positionieren“. Das wäre schon längst überfällig gewesen. Für die Antriebstechnik gäbe es aber noch weitere Konzepte und Normungsprojekte für Varianten „Leistung + 2“ oder 4-paariges Ethernet, so Fritsche.

Auch Eric Leijtens von TE Connectivity, der führend bei der Etablierung des neuen Standards mitgewirkt hat, sieht „den neuen Standard für die hybride SPE-Anschlusstechnik in der Größe M12 als einen absolut notwendigen Entwicklungsschritt für den Markt“.

Auf dem Anwenderkongress Steckverbinder 2022 werden sowohl Matthias Fritsche und Rainer Schmidt (SPE Partner) als auch Verena Neuhaus (Phoenix Contact) und Eric Leijtens (TE) auf dem SPE-Tag am 4. Juli 2022 um 14:30 Uhr bzw. 18:00 Uhr das Konzept des neuen M12-Hybridsteckverbinders in Würzburg ausführlich vorstellen.

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