Suchen

Anatomische Hand für kollaborierende Roboter

| Redakteur: Johann Wiesböck

Mit 19 Fingergelenken kann die SoftHand von German Robotics als Greifer für Teile mit komplexen Geometrien eingesetzt werden. Auch das „Hineinwackeln“ größerer Bauteile in der Elektronikfertigung ist beispielsweise möglich.

Firmen zum Thema

Nicht zu weich und nicht zu hart: Der Händedruck des Pandas ist nicht nur einstellbar, sondern vor allem sehr gefühlvoll.
Nicht zu weich und nicht zu hart: Der Händedruck des Pandas ist nicht nur einstellbar, sondern vor allem sehr gefühlvoll.
(Bild: GermanRobotics)

Mit der „SoftHand“ stellt German Robotics aus Sauerlach bei München die erste anatomisch geformte Hand für kollaborierende Roboter (Cobots) vor. Mit ihren 19 selbstheilenden Fingergelenken, die auch das Auskugeln problemlos überstehen, ersetzt sie zahlreiche Einzelgreifer und ist damit für komplexe Handlingaufgaben prädestiniert. Die Forschungsvariante der SoftHand bietet offene Schnittstellen einschließlich Matlab. Die industrielle Ausführung hingegen besticht durch Schutzart IP65 sowie einfach wechselbare Handschuhe.

Die Ausführung der SoftHand für die Forschung ist vor allem für Bildungseinrichtungen, Forschungs- und Testinstitute oder auch Hochschulen gedacht. Sie ist in unterschiedlichen Farben verfügbar und ist mit einem steifen Handgelenk ausgestattet. Zahlreiche Software-Schnittstellen, einschließlich Matlab-Simulink und einem C-Hochsprache-Interface stehen zur Verfügung und vereinfachen die Integration in Prüfprogramme.

Die industrietaugliche Variante besticht durch ihre flexiblen Einsatzmöglichkeiten, die lästige Greiferwechsel ersparen: Zwischen Daumen und einem Finger hält die SoftHand zuverlässig Objekte mit bis zu 600 g Gewicht fest. Kann die ganze Hand eingesetzt werden, steigt das maximale Greifgewicht auf 2 kg. Das Handgelenk ist drehbar; die Handschuhe lassen sich einfach auswechseln. Schutzart IP65 macht den Einsatz in feuchten, staubigen oder sonstigen für den Menschen unangenehmen Umgebungen möglich. Die SoftHand erfüllt zahlreiche normative Vorgaben, vor allem hinsichtlich Risikobeurteilung sowie Leistungs- und Kraftbegrenzung.

Der sensible Panda könnte eine sanfte Hand gut gebrauchen

Gerade für hochsensitive Roboter, wie dem Panda von Franka Emika, der in allen sieben Gelenken über Kraftsensoren verfügt, ist die SoftHand eine kongeniale Ergänzung. Mit ihrer anatomischen Formgebung und den 19 Fingergelenken kann die SoftHand als Greifer für Teile mit komplexen Geometrien ebenso eingesetzt werden, wie für das „Hineinwackeln“ elektromechanischer oder großer elektronischer Bauteile in der Elektronikfertigung.

Hintergrund: German Robotics GmbH ist ein technologiegetriebenes Unternehmen, welches eine sehr enge Zusammenarbeit mit ihren Partnern Franka Emika und dem Mittelstands-Campus pflegt. Der Fokus von German Robotics liegt auf dem Verkauf, der Integration sowie der Lösungs- und Werkzeugentwicklung rund um den „Panda“. Inspiriert von der menschlichen Beweglichkeit und dem menschlichen Tastsinn, ist der Panda ein außergewöhnlich präzises und bewegliches Werkzeug. Mit Drehmomentsensoren, die in allen sieben Achsen verbaut sind, kann der Arm Objekte geschickt und feinfühlig bearbeiten und Aufgaben, für die Sie ihn programmieren, außergewöhnlich präzise erledigen. Weitere Infos finden Sie unter www.german-robotics.com.

(ID:46226532)