Hochpräzisions-Radar für KfZ Analog Devices stößt Radar-Tochter Symeo wieder ab

Autor Sebastian Gerstl

Erst 2018 hatte Analog Devices die Münchner Symeo GmbH übernommen, nun wird das deutsche Radar-Unternehmen wieder abgestoßen. Als Käufer gilt der amerikanische Automobil-Halbleiter-Anbieter Indie Semiconductor.

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Ein LPR-1D24 Radarbaustein von Symeo: Das deutsche Unternehmen war 2018 von Analog Devices übernommen wurden und wird nun an den amerikanischen Autotech-Lösungs- und Halbleiteranbieter Indie Semiconductor verkauft.
Ein LPR-1D24 Radarbaustein von Symeo: Das deutsche Unternehmen war 2018 von Analog Devices übernommen wurden und wird nun an den amerikanischen Autotech-Lösungs- und Halbleiteranbieter Indie Semiconductor verkauft.
(Bild: Symeo)

Indie Semiconductor wird die Symeo GmbH, die Radarsparte von Analog Device übernehmen. Das deutsche Unternehmen Symeo ist in München ansässig, beschäftigt 35 Mitarbeiter und hält über 120 erteilte und angemeldete Patente, vorwiegend im Anwendungsfeld von Radartechnologie in Kraftfahrzeugen. Symeo entwickelt außerdem Signalverarbeitungsalgorithmen, um die Winkelgenauigkeit und Auflösung zu verbessern. Die Höhe des Kaufpreises wurde nicht genannt.

Siemens-Ausgründung wechselt abermals Besitzer

Analog Devices hatte Symeo erst im März 2018 selbst erworben, ebenfalls für eine ungenannte Summe. ADI hatte geplant, mit dem Unternehmen seine Bestrebungen in den Bereichen Industrie-, Automobil- und Luftfahrtanwendungen auszubauen.

Die industrielle Hochpräzisions-Radar-Technologie von Symeo wurde ursprünglich innerhalb der Siemens AG entwickelt und dann 2005 von der Siemens Technology Accelerator GmbH als unabhängiges Unternehmen ausgegliedert.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Erfüllung der üblichen Abschlussbedingungen, einschließlich der Zustimmung der deutschen Behörden.

Indie Semiconductor (vormals AyDeeKay LLC) wurde 2007 gegründet und ging nach mehr als einem Jahrzehnt im Startup-Modus nach einem Merger mit dem Techninvestor Thunder Bridge Acquisition II Ende 2020 an die Börse. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als einen führenden Anbieter von Halbleitern und Software für ADAS, Konnektivität, Benutzerschnittstellen und Elektrofahrzeuganwendungen.

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