Videostreaming Amazon wirft Konkurrenzangebote von Google und Apple aus dem Sortiment

Autor Sebastian Gerstl

Amazon hat angekündigt, nur noch den hauseigenen Videostreaming-Service Amazon Prime Video unterstützen zu wollen. Geräte von Mitbewerbern, wie etwa Googles Chreamcast oder das AppleTV, werden effektiv von dem Verkaufsportal verbannt. Die etwas fadenscheinige Begründung: Man wolle „Verwirrung bei den Verbrauchern“ vermeiden.

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Angebot von Streaming-Lösungen auf Amazon.de: Noch werden FireTV-Stick, Apple TV und Chromecast einträchtig nebeneinander angeboten. Ab dem 29. Oktober sollen die Konkurrenzangebote von Google und Apple von der Amazon-Seite verschwinden.
Angebot von Streaming-Lösungen auf Amazon.de: Noch werden FireTV-Stick, Apple TV und Chromecast einträchtig nebeneinander angeboten. Ab dem 29. Oktober sollen die Konkurrenzangebote von Google und Apple von der Amazon-Seite verschwinden.
(Bild: Screenshot / Amazon.de)

Wie aus einer Email hervorgeht, die Amazon.com an seine amerikanischen Marketplace-Anbieter gesendet hat, wird die Verkaufsplattform zumindest in den USA ab dem 29. Oktober keine Produkte effektiv keine AppleTV- oder Chromecast-Geräte mehr verkaufen da diese mit dem Videstreaming-Service Prime Video „nicht gut zusammenarbeiten“. Drittanbieter können diese Produkte auch nicht mehr auf Amazon einstellen oder anbieten. Effektiv verbannt die größte Online-Verkaufsplattform damit Konkurrenzprodukte aus seinem Sortiment.

Wie das Unternehmen in der Email ausführt, sei es „wichtig, dass die Streaming-Media-Player, die wir verkaufen, gut mit Prime Video zusammenarbeiten, um Verwirrung beim Kunden zu vermeiden“. Geräte, auf denen der Streaming Service wenigstens in App-Form genutzt werden kann verbleiben daher im Angebot, darunter etwa die Streaming-Boxen von Roku, die Videospielkonsolen Playstation 4 und Xbox 360 – und, natürlich, der hauseigene FireTV-Stick.

Technisch wäre es durchaus möglich, das Angebot von Prime Video auch in App-Form auf Googles Chromecast oder dem AppleTV umzusetzen. Allerdings scheint Amazon daran wenig interessiert zu sein: Wie der Finanzdienst Bloomberg berichtet, haben Amazon, Google und Apple zusammen mit Streamingbox-Hersteller Roku 86% aller im US-Markt verkauften Media-Streaming-Produkte verkauft. Demnach scheint es sich bei der Ankündigung Amazons eher um einen schlecht verschleierten Versuch zu handeln, das eigene Streamingangebot gegenüber der Konkurrenz besser zu fördern.

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