KI-Forschung in Tübingen Amazon und Max-Planck-Gesellschaft gründen Science Hub

Von Christoph Kurth

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Amazon und die Max-Planck-Gesellschaft gaben die Einrichtung des ersten deutschen Science Hubs in Tübingen bekannt. Ziel der Kooperation ist es, die KI-Forschung in Deutschland, besonders in den Teilbereichen Machine Learning, Kausalität und Computer Vision voranzutreiben.

Künstliche Intelligenz steht im Mittelpunkt der gemeinsamen Forschung des Science Hubs.
Künstliche Intelligenz steht im Mittelpunkt der gemeinsamen Forschung des Science Hubs.
(Bild: Wolfram Scheible )

Die Kooperation ist auf fünf Jahre ausgelegt und umfasst zunächst die vier Max-Planck-Institute für Intelligente Systeme, für Softwaresysteme, für Informatik und für biologische Kybernetik. Dabei unterstützt Amazon die Finanzierung und Umsetzung von Forschungsprojekten und die Aus- und Weiterbildung von Doktoranden. Im ersten Jahr soll Amazon bereits 700.000 Euro zur Verfügung stellen.

Max-Planck-Mitarbeiter sollen auch die Möglichkeit bekommen, in Form von Nebentätigkeiten bei Amazon tiefere Einblicke in anwendungsbezogene Forschungsfragen zu erhalten. Durch die Zusammenarbeit interdisziplinär Forschender aus Wirtschaft und Wissenschaft treffen vielfältige Perspektiven und Praktiken aufeinander, die Innovationen vorantreiben sollen.

Max-Planck-Präsident Martin Stratmann sagt: „Die Zusammenarbeit fördert vor allem auch junge Forschungstalente, die für den KI-Standort Deutschland in den kommenden Jahren benötigt werden und am Science Hub optimal ausgebildet werden können.“

Die ersten Projekte

Bei den ersten, gemeinsamen Projekten arbeiten Kausalitätsexperten von Amazon mit der Abteilung für „Empirische Inferenz“ des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme zusammen. Bei dem Projekt wird untersucht, wie sich durch die Verknüpfung verschiedener Datensätze neue Informationen gewinnen lassen. „Kausale Inferenz“, also KI-Methoden, die zwischen Korrelation und Kausalität unterscheiden können, sollen dabei helfen, in Zukunft auch unvollständige Datensätze zielführend auszuwerten.

Durch die Kooperation können Teams an gemeinsamen Publikationen arbeiten und ihre akademischen Fortschritte mit der Forschungsgemeinschaft teilen. Hinzu kommen gemeinsame Forschungsveranstaltungen und -aktivitäten, wie etwa öffentlich zugängliche Symposien. Zudem stellt Amazon viele Softwarelösungen als Open-Source-Projekte zur Verfügung.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Bigdata-Insider.de.

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