25 Jahre Spectrum

Am Anfang stand die ISA-Karte

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Der USB-Bus in der Messtechnik

Nicht jeder möchte seinen PC aufschrauben, um schnelle Daten in den PC zu bekommen. War früher der IEC-Bus weit verbreitet, sind gängige externe Schnittstellen heutzutage der USB-Bus für einfache und kostengünstige Messtechnik sowie die in jedem System verfügbare Ethernet-Schnittstelle mit ihrer darauf basierenden Messtechnik-Spezifikation LXI (LAN eXtensions for Instrumentation).

„Mit der digitizerNETBOX unterstützen wir seit 2012 den LXI-Standard und bieten erstmalig in der Geschichte von Spectrum eine einfach einzusetzende Gerätelösung für Anwender in Industrie, Forschung und Entwicklung, die sich auf Ihre messtechnische Anwendung konzentrieren wollen und eine Komplettlösung präferieren“, erklärt Oliver Rovini. „Dank des Ethernet-Interfaces können die Geräte am Schreibtisch, im Servicebereich, mobil oder auch direkt an der Maschine genutzt werden. Im Prinzip kann die digitizerNETBOX von überall gesteuert werden solange eine LAN-Infrastruktur den Arbeitsplatz und das Gerät verbindet.“

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Treiber und Software – Wie kommen die Daten in den Rechner?

Zu Zeiten der ISA-Karten wurde dem Anwender eine Menge eigenes an Programmier-Knowhow abverlangt. Jedes Produkt sah anders aus und wurde entsprechend anders programmiert. In der Regel bestand die Anleitung aus einer Liste von Hardware-Registern und den möglichen Werten. Bei Spectrum wurde schon früh der Sinn von universellen Treibern erkannt. Bereits 1997 kam der erste universelle Treiber für die Spectrum-Messkarten auf den Markt. Die Idee dahinter war es, die Schnittstelle zur Hardware zu vereinheitlichen und für den Anwender einfach zu halten aber trotzdem alle Features der Hardware im Zugriff zu haben. Dieses Konzept wurde sehr gut angenommen.

Im Jahr 2006, bei Vorstellung der zweiten Generation der modularen Karten, wurde dieses Konzept erweitert. Kundenanregungen und -wünsche wurden aufgenommen, Schwachstellen beseitigt und eigene Erfahrungen berücksichtigt. Das Ergebnis ist der universelle spcm-Treiber, der die einheitliche Treiberschnittstelle für alle Serien seit 2006 und für die kommenden Jahre bildet. Dank des Treiberkonzeptes ist es unerheblich, ob eine ältere PCI-Karte mit Visual Basic unter Windows, eine moderne PCIe-Karte mit MATLAB unter Linux oder eine digitizerNETBOX mit LabVIEW programmiert wird. Das eigentliche Treiberinterface ist immer das Gleiche und unterscheidet sich nicht für die verschiedenen Kartenfamilien oder Betriebssysteme.

Kurze Lieferzeiten überzeugen

Die Produkte werden immer leistungsstärker und komplexer, bieten mehr Features und benötigen daher auch deutlich mehr und kleinere Bauteile als früher. Dazu kommt eine über die Jahre auf mehr als 400 verschiedene Varianten gewachsene Produktpalette – der Preis, den ein Hersteller zahlen muss, wenn er seinen Kunden eine maximale Langzeitverfügbarkeit anbieten will.

Während in den Anfängen von Spectrum im Haus selber gelötet und mit einer handschriftlichen Checkliste der Zustand des fertigen Produkts geprüft wurde, ist der gesamte Produktionsbereich und das Qualitätsmanagement heute ein bestens durchorganisierter und dokumentierter Bereich. Trotz des aufwendigen Tests und der großen Produktpalette erreicht die Firma in der Regel eine Lieferzeit ab Bestellung von maximal zwei Wochen – sehr zum Erstaunen von Neukunden, die ganz andere Lieferzeiten gewohnt sind.

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