Mini-ITX-Boards auf AMD-Basis

Alternativen zum Atom-Prozessor

30.04.2010 | Autor / Redakteur: Peter Hoser* /

Fujitsus Mini-ITX-Board D2963-S auf der Basis von AMDs BGA-Lösung
Fujitsus Mini-ITX-Board D2963-S auf der Basis von AMDs BGA-Lösung

Volle PC-Tauglichkeit im kleinen Format und eingeschränkte Ausbaufähigkeit zum niedrigen Preis – mit den ersten Mini-ITX-Mainboards auf Atom-Basis wollte Intel ursprünglich die Grundlage für günstige Desktop-PCs schaffen. Schnell fand auch die Industrie ihr Interesse an dieser CPU. In Sachen Langzeitverfügbarkeit und Preis bieten sich aber attraktive Alternativen an.

Kleines Format, eingeschränkte Ausbaufähigkeit und günstige Konditionen für den fest aufgelöteten Prozessor samt Chipsatz sollten es von nun an auch Menschen in den Schwellenländern ermöglichen, sich einen PC mit Internetzugang leisten zu können. Schon bald wurde die Atom-Plattform dank der geringen Leistungsaufnahme und des günstigen Preises auch für weitere Produkte wie Netbooks interessant.

Aber auch Industriekunden, die bisher vorwiegend auf Mini-ITX-Mainboards von VIA vertrauen mussten, fanden zunehmend Interesse an Atom-Lösungen von Intel. Trotz aller Euphorie über Atom sollten aber auch Alternativen unbedingt in Betracht gezogen werden. Entscheidend bei der Wahl einer geeigneten Plattform sind der Entwicklungsaufwand (Time-to-Market), die Qualität, funktionelle Gesichtspunkte (Performance, thermische Werte, Funktionalität) sowie die Langzeitverfügbarkeit und der Preis.

Als Fujitsu Technology Solutions im Sommer 2009 vor der Entscheidung für eine geeignete Plattform für seine neue Mini-ITX-Industrie-Mainboards mit geringer Leistungsaufnahme und aufgelötetem Prozessor stand, fiel diese unter Berücksichtigung der o.g. Kriterien zugunsten der AMD-ASB1-Technologie mit M690E/SB600-Chipsatz. Da Fujitsu bereits seit Anfang 2008 das auf diesem Chipsatz und dem S1g1-CPU-Sockel basierende Industrie-Mainboard D2703-S im Programm hat, begünstigte eine AMD-Plattform sowohl den Entwicklungsaufwand als auch den Produkteinführungstermin für das neue Board.

Markenbewusstsein für Intel von Vorteil – Grafik bei AMD besser

Auch die durchwegs positiven Erfahrungen mit dem D2703-S hinsichtlich der Qualität sprachen zugunsten der bewährten Plattform. Lediglich beim Thema Markenbekanntheit hat Intel eindeutig die Nase vorn. Atom ist in aller Munde und benötigt kaum eine Erklärung, während AMDs ASB1-Technologie kaum einem Kunden bekannt ist und immer etwas mehr an Überzeugungsarbeit erfordert.

 

Intel Atom oder AMD Sempron?

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