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Messdaten analysieren Alle Messdaten mit der SBench 6 im Griff

Autor / Redakteur: Oliver Rovini * / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Ein Digitizer verfügt in den meisten Fällen über keine integrierte Anzeige. Mit der entsprechenden Software lassen sich die gewonnenen Daten nicht nur analysieren.

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Mess-Software für die Digitizer-Karten von Spectrum: Mit SBench 6 analysiert nicht nur die gewonnenen Messdaten.
Mess-Software für die Digitizer-Karten von Spectrum: Mit SBench 6 analysiert nicht nur die gewonnenen Messdaten.
(Spectrum)

Modulare Digitizer sind in der Regel kleine, kompakte Geräte, welche die Aufzeichnung und Konvertierung analoger elektronischer Signale in digitale Daten ermöglichen. Die Daten können später in einem On-Board-Speicher gespeichert oder auf einen PC übertragen werden. Digitizer besitzen normalerweise keine integrierte Anzeige, um beispielsweise die erfassten Daten darzustellen, zu messen oder zu analysieren. Üblicherweise werden diese Aufgaben stattdessen von einem PC übernommen. Dank moderner Technik bieten PCs enorme Rechenleistungen, große Anzeigen und Speicherkapazitäten. Notebooks können dazu verwendet werden, bei dezentralen oder mobilen Anwendungen ortsunabhängig zu sein.

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Um mit einem PC arbeiten zu können, bieten alle Hersteller von Digitizern eine Software zur direkten Steuerung und Anzeige der erzeugten Daten an. Spectrum bietet mit SBench 6 eine Software mit sehr großem Funktionsumfang. Das Programm bietet die Möglichkeit, die mit dem Digitizer aufgezeichneten Wellenformen zu kontrollieren und anzuzeigen und kann zur Durchführung sowohl einfacher als auch komplexer Messungen mit mehreren Analysetools verwendet werden. SBench 6 unterstützt alle Digitizer-Familien von Spectrum einschließlich der digitizerNETBOX und ist eine leistungsstarke Out-of-the-Box-Anwendung für die Überprüfung der einwandfreien Funktion eines Digitizers. Sie ermöglicht dem Benutzer zudem die Funktionalität des Digitizers während der Entwicklung eigener Software zu vergleichen und dient zudem als Offline-Station für die Anzeige und Analyse von Daten.

Was steckt im Softwarepaket SBench 6?

SBench 6 ist ein schnelles und benutzerfreundliches Softwarepaket, um Messdaten aufzuzeichnen. Unterstützt wird von Seiten des Betriebssystems Windows als auch Linux sowie die Digitizer von Spectrum. Damit hat der Messtechniker vollständige Kontrolle der Spectrum-Hardware. Dank der Schnittstelle ist keine textbasierte Programmierung erforderlich, um die Digitizer-Hardware nutzen zu können. Das Programm ist in einer Standard- und einer professionellen Version erhältlich. Die folgende Beschreibung bezieht sich auf die professionelle Version von SBench 6.

Das Bild 1 zeigt die Benutzerschnittstelle während der Aufzeichnung einer Wellenform mit dem Spectrum Digitizer Typ M4i.4450- 8x. Die Benutzerschnittstelle basiert auf einer typischen Windows-Anordnung mit einer Titelleiste im oberen Bereich. Darunter befinden sich Dropdown-Menüs. Sie funktionieren wie in allen Windows-Anwendungen. Unterhalb der Dropdown-Menüs befindet sich die Hauptsymbolleiste mit allgemeinen Symbolen für Hardware und die Icons zur Steuerung der Aufzeichnung und Grundeinstellung der Anzeige. Die senkrechte Reihe von Symbolen auf der rechten Seite bildet die Symbolleiste mit Schaltflächen für die Anzeigefenster, die es ermöglichen, die Darstellung von Signalen zu vergrößern, den Modus zur Anzeige des Wellenverlaufs zu aktivieren, verschiedene Eigenschaften der Anzeige zu wählen und die Darstellung der Cursors anzupassen.

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Dieser Autorenbeitrag ist in der Printausgabe ELEKTRONIKPRAXIS Sonderheft Messtechnik, Sensorik und Test I erschienen. Diese ist auch als kostenloses ePaper oder als pdf abrufbar. Oder: Bestellen Sie das Probeabo mit drei kostenlosen Ausgaben!

Jedes Anzeigefenster kann vom Benutzer hinsichtlich Anzahl der dargestellten Signale, Größe und Lage konfiguriert werden. In dieser Abbildung ist die obere Anzeige das Vorschaufenster, in dem die gesamte Aufzeichnung dargestellt wird. Darunter enthalten die Anzeigenfenster die vom Benutzer gewählten Daten. Dies können Wellenformen beliebiger Kanäle oder Wellenformberechnungen wie die abgebildeten schnellen Fourier-Transformationen (FFT) sein. Die Anzeige kann so konfiguriert werden, dass mehrere Datenanzeigefenster mit einzelnen Wellenformen oder mehrere Wellenformen in einem einzigen Fenster dargestellt werden. Innerhalb jedes Anzeigefensters kann der Benutzer die Kurven horizontal und vertikal vergrößern. Vergrößerte Bereiche ausgewählter Anzeigen werden im Vorschaufenster durch Klammern markiert, sodass die Position des aktuellen Ausschnitts in der Gesamtaufzeichnung klar zu erkennen ist.

Software individuell an die Messaufgabe anpassen

Die Bezeichnungen der Kanäle lassen sich individuell gestalten. In Bild 1 wurden Kanal 0 und Kanal 1 in Transducer 0 und Transducer 2 umbenannt. Die Skalierung der Daten kann in den Einstellungen des Eingangskanals angepasst werden, sodass auch die Einheiten entsprechend der jeweiligen physikalischen Größe angezeigt werden. Es besteht die Möglichkeit, Kommentare zu jeder Kurve hinzuzufügen, um die angezeigten Ergebnisse besser dokumentieren zu können.

Auf der linken Seite der Anzeige gibt es mehrere Fenster mit Zugriff über Registerkarten. Das obere Fenster enthält die wichtigsten Hardwareeinstellungen sowie eine Kanal-Liste, die als Grundlage für die Verknüpfung der Kanäle mit den Anzeigefenstern fungiert. Beim Starten der Anwendung werden alle aktiven Kanäle zum Anzeigefenster hinzugefügt. Werden Kanäle später aktiviert, können diese einfach per Drag-and-Drop an den gewünschten Ort im jeweiligen Anzeigefenster verschoben werden.

Die Einstellung der Eingangskanäle erfolgt durch Doppelklick auf die Kanal-Bezeichnungen oder durch Verwendung des Kontextmenüs, das das Anklicken der rechten Maustaste aufgerufen wird. Hier kann der Benutzer einen oder mehrere Kanäle gleichzeitig bearbeiten. Der Abschlusswiderstand des Eingangs, die vertikale Auflösung, Kopplung, Bandbreite und Eingangspfad lassen sich auf diese Weise einfach steuern. Die Info-Fenster unterhalb des Eingabe-Fensters zeigen die Messergebnisse der Cursor- oder Parametermessungen an. Die Anzahl der für die Anzeige ausgewählten Elemente kann mit dem Modus Einstellungen, der nach Klicken der rechten Maustaste in einem Kontextmenü zur Auswahl steht, festgelegt werden. Im Einstellungsmodus lassen sich jede Messung und jeder Berechnungsblock aus der Anzeige ausblenden, ohne die eigentliche Messung zu deaktivieren.

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