Programmierumgebungen AIDE erlaubt native Android-Entwicklung direkt auf Android-Tablets

Redakteur: Franz Graser

Für die Entwicklung von Android-Apps war bisher ein PC (oder Mac) unerlässlich. AIDE (Android Java Integrated Development Environment) ermöglicht die App-Programmierung dagegen direkt auf Android-Geräten.

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App-Entwickler für das Android-Betriebssystem arbeiteten bisher fast ausschließlich in Eclipse auf einem PC. In Zukunft dürften sie etwas mehr Wahlfreiheit haben, denn mit AIDE existiert nun eine Alternative, die direkt auf Android-Geräten läuft. Das bedeutet, dass es nicht mehr unbedingt notwendig ist, die App zuerst im Emulator zu testen, bevor sie auf das Zielgerät überspielt wird: Beim Kompilieren wird ein Application Package File (APK) erzeugt, das direkt auf dem Entwicklungsgerät lauffähig ist.

AIDE ist im Android Market kostenlos erhältlich und bei einer Download-Größe von knapp 6 Megabyte erstaunlich vollständig, zumal es sich noch um eine Beta-Variante handelt. Die IDE wartet mit einem komfortablen Editor mit Codevervollständigung, Echtzeit-Fehlerprüfung, Refactoring-Optionen und komfortablen Funktionen für die Navigation im Quelltext auf. Mit einem Tap auf die Option "Run" wird der Quelltext kompiliert und sofort ausgeführt.

Als Installationsvoraussetzung benötigt AIDE lediglich Android in der Version 2.2 (Froyo) oder höher. Root-Rechte, mit denen der Anwender mit den Privilegien eines Super-Users ausgestattet wird, sind nicht erforderlich. Die Entwicklungsumgebung läuft sogar klaglos auf einem Smartphone. Für das ernsthafte Arbeiten ist jedoch ein Android-Tablet, möglichst mit Tastatur, anzuraten.

AIDE ist für die Entwicklung nativer Android-Apps auf Basis der Programmiersprache Java gedacht. Das Tool ist vollständig Eclipse-kompatibel. Das bedeutet, dass Projekte, die in einer Eclipse-Umgebung entwickelt wurden, sich einfach auf ein Android-Gerät mit AIDE kopieren lassen. Wird das Projekt in AIDE geöffnet, kann der Entwickler sofort weiterarbeiten.

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