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ADI und imec schmieden Forschungsallianz für IoT-Sensoren

| Redakteur: Michael Eckstein

Analog Devices will gemeinsam mit imec Technologien für neuartige IoT-Produkte entwickeln und vermarkten. Die strategische Partnerschaft ist Teil einer breit angelegten, offenen Initiative, an der sich auch andere Forschungsinstitute beteiligen können.

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Bitte nass machen: Prototyp eines integrierten Multisensors zum Analysieren von Flüssigkeiten.
Bitte nass machen: Prototyp eines integrierten Multisensors zum Analysieren von Flüssigkeiten.
(Bild: imec)

Heutige Sensoren und die darauf basierenden vernetzten smarten Objekte sind aus Sicht von Analog Devices (ADI) und imec zu groß, zu teuer und oft nicht präzise genug. Um das zu ändern, haben beide Unternehmen eine strategische Forschungspartnerschaft vereinbart.

Prototyp eines hochgenauen Low-Power-Sensors zum lokalisieren von Objekten in Innenräumen.
Prototyp eines hochgenauen Low-Power-Sensors zum lokalisieren von Objekten in Innenräumen.
(Bild: imec)

ADI steuert seine Expertise für analoge Elektronikkomponenten sowie deren Vermarktung bei, das Forschungsinstitut imec mit seinem Hauptstandort im belgischen Löwen (Leuven) sein Know-how für Nanoelektronik und Digitaltechnologien. Bereits in der Vergangenheit haben imec und ADI gemeinsam kosteneffiziente Low-Power-Schaltungen und -Systeme entwickelt. Diese Kooperation wollen beide Unternehmen nun intensivieren.

Erste Produkte bereits als Prototypen verfügbar

Aktuell arbeiten ADI und imec bereits an Smart Sensoren, die extrem wenig Strom verbrauchen und nach eigenen Aussagen weitreichend verbesserte, zum Teil völlig neuartige Fähigkeiten vorweisen können.

Erstes vorzeigbares Ergebnis ist der Prototyp eines Lokalisierungssensors, der eine nach Angaben der Partner extrem genaue Positionsbestimmungen im Innenbereich ermöglicht. Dieser basiert auf einer sehr stromsparenden Implementierung der Sensortechnik. Mögliche Zielmärkte sind intelligente Gebäude und Smart Industries. „Unser Sensor soll Objekte zuverlässig extrem genau lokalisieren können“, erklärt Kathleen Philips, Program Director am imec. „Die Genauigkeit soll die besten heute verfügbaren Lösungen um das Fünffache übertreffen.“

In einem weiteren Projekt entwickeln imec und ADI einen hochintegrierten Flüssigkeitssensor, der sich für mehrere Einsatzgebiete eignen soll. Dazu zählt die Analyse von Wasser, Blut oder Urin. „Unser Ein-Chip-Sensor enthält mehrere Elektroden“, beschreibt Philips den Aufbau. „Er ist sehr günstig, klein und in Punkto Empfindlichkeit und Genauigkeit industrieweit führend.“

imec entwickelt, ADI kommerzialisiert

Peter Real, Senior Vice President und CTO von ADI, erklärt die Gründe, warum sein Unternehmen gerade mit dem belgischen Institut zusammenarbeitet: „Imec ist nicht nur bei der Entwicklung von Ultra-Low-Power-Schaltungen und Geräten weltweit führend, sondern auch beim Realisieren innovativer, intelligenter Algorithmen. Imec bildet eine Schnittstelle zwischen wissenschaftlichen und industriellen Interessengemeinschaften.“ Die Expertise sei fundamental wichtig und helfe ADI, die nächste Generation von IoT-Sensoren zu entwickeln. Daher habe sein Unternehmen sich dazu entschlossen, die Zusammenarbeit zu intensivieren.

Im Gegenzug hilft ADI imec bei der Kommerzialisierung seiner Produkte: „ADI verfügt über etablierte Absatzkanäle. Gemeinsam können wir Technologien entwickeln und vermarkten, die heutige und zukünftige Anforderungen an innovative IoT-Applikationen erfüllen“, sagt Rudi Cartuyvels, Executive Vice President von imec.

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