Steckverbinder AC-Outdoor-Installation in der Photovoltaik

Autor / Redakteur: Andreas Beck * / Kristin Rinortner

Die Auswahl im Internet für Photovoltaik-Steckverbinder ist üppig. Der Beitrag gibt einige Tipps, wie sich die Suche sinnvoll einschränken lässt und welche Kriterien unbedingt beachtet werden sollten.

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Blumenstrauß für die Photovoltaik: AC-Outdoor-Steckverbinder in unterschiedlichen Ausführungen sorgen für optimale Geräteschnittstellen
Blumenstrauß für die Photovoltaik: AC-Outdoor-Steckverbinder in unterschiedlichen Ausführungen sorgen für optimale Geräteschnittstellen
(Bild: Phoenix Contact)

Wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual – die Auswahl des richtigen AC-Steckverbinders für den Outdoor-Bereich der Photovoltaik gleicht einem Besuch beim Floristen: Gesucht wird ein Blumenstrauß mit prachtvollen Blüten, der elegant und anmutig erscheint, mit Blättern, die lange grün bleiben und Stielen, die nicht schon nach dem ersten Tag abknicken. Auch beim Floristen kommt es darauf an, aus dem üppigen Angebot das Richtige auszuwählen. Da ist es gut, wenn ein kompetenter Berater zur Seite steht und bei der Auswahl unterstützt.

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Der Vergleich bei der Auswahl von Blumen und Steckverbindern mag hinken, aber beide Entscheidungswege ähneln sich. Am Anfang steht auch bei der PV-Installation die Frage: was benötige ich eigentlich – wenn eine elektrische Verbindung zu einem Gerät realisiert werden soll. Hier beginnt die Suche häufig mit dem Öffnen des Browsers und dem Eingeben der Suchbegriffe Steckverbinder, Outdoor, Photovoltaik. Die Suchmaschine liefert 1,6 Millionen Ergebnisse in weniger als einer Sekunde. Das Ergebnis ist durchaus amüsant – aber nicht zielführend.

Auswahlkriterien und Vorentscheidungen

Wie also grenzt man das Angebot ein? Die Aufteilung der Anforderungen in fixe und flexible ist ein gangbarer Weg. Eine fixe Anforderung ist etwa das elektrische System: Einphasig oder mehrphasig, Systemspannung und zu erwartende Nennströme – damit kann der Kreis der geeigneten Steckverbinder schnell eingeschränkt werden.

Diese Anforderungen sind meist baubedingt. Dabei sollte man auch den Temperaturbereich berücksichtigen – neben den witterungsbedingten Temperaturen wirken auch die Eigenerwärmung der Geräte-Elektronik sowie die der Kontakte auf die Steckverbinder ein.

Neben dem Blick auf den Umgebungs-Temperaturbereich im Datenblatt der Steckverbinder sollte das Augenmerk auch auf das Derating fallen – hier wird die Strombelastbarkeit auch von der Temperatur beeinflusst. Auch die Schutzart verkleinert den Kreis der Komponenten – ungeachtet der Normen hat sich die Schutzart IP67 hier weitgehend etabliert.

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Dieser Autorenbeitrag ist in der Printausgabe ELEKTRONIKPRAXIS 11/2015 erschienen. Diese ist auch als kostenloses ePaper oder als pdf abrufbar.

Eine weitere Möglichkeit, die Auswahl der Komponenten einzugrenzen, ist die Art des Anschlusses. Anders als bei der herkömmlichen Kabelverschraubung muss das Gerät bei einem steckbaren Anschluss nicht geöffnet werden. Um das Kabel im Steckverbinder aufzulegen, stehen unterschiedliche Anschlusstechniken zur Verfügung – wie etwa Crimp-Anschluss, Schraubanschluss oder Federkraftanschluss.

Jede dieser drei Kontaktierungsmöglichkeiten hat ihre Stärken und Schwächen. Ein guter Kontakt ist gasdicht und ermöglicht eine zuverlässige Stromübertragung von der Leitung auf den Kontakt.

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