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Streit um Stammkunden Abschied von Grohmann-Boss nach Clinch mit Tesla-CEO Musk

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

„Ich bin sicherlich nicht ausgeschieden, weil ich keine Lust mehr hatte“, wird Geschäftsführer Klaus Grohmann in Bezug auf seinen Abschied vom deutschen Maschinenbauer zitiert. Wie Reuters meldet, hat sich Grohmann mit Tesla-Chef Elon Musk überworfen. Grund hierfür soll der Umgang mit BMW, Bosch und Daimler gewesen sein.

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Erst im vergangenen November war das Grohmann Engineering von Tesla übernommen worden. Während Elon Musk darauf pochte, dass Grohmann Engineering künftig ausschließlich für Tesla Entwicklungsarbeit leiste, soll Grohmann darauf bestanden haben, auch weiterhin für seine Stammkunden tätig sein zu dürfen.
Erst im vergangenen November war das Grohmann Engineering von Tesla übernommen worden. Während Elon Musk darauf pochte, dass Grohmann Engineering künftig ausschließlich für Tesla Entwicklungsarbeit leiste, soll Grohmann darauf bestanden haben, auch weiterhin für seine Stammkunden tätig sein zu dürfen.
(Bild: Hasselblad H4D/Tesla )

Klaus Grohmann ist nicht länger geschäftsführender Gesellschafter des deutschen Maschinenbau-Unternehmens Grohmann Engineering. Nach unüberbrückbarer Differenz mit Tesla-CEO Elon Musk soll Grohmann bereits vor einem Monat seinen Abschied verkündet haben. Hintergrund ist laut der Nachrichtenagentur Reuters, die sich wiederum auf Insider-Kreise beruft, die unterschiedliche Auffassung der beiden Manager über die weitere strategische Ausrichtung.

Erst im vergangenen November war das Unternehmen mit Firmensitz in Prüm (Rheinland-Pfalz) von Tesla übernommen worden. Während Tesla-Boss Elon Musk darauf pochte, dass Grohmann Engineering künftig ausschließlich für Tesla Entwicklungsarbeit leistet, soll Grohmann darauf bestanden haben, auch weiterhin für seine Stammkunden BMW, Daimler und Bosch tätig sein zu dürfen.

In einem offiziellen Statement gegenüber Reuters verkündete Tesla, dass der Abgang Grohmanns ein ganz normaler Vorgang im Zuge der Übernahme gewesen sei. Von etwaigen Streitigkeiten war indes nicht die Rede. Ein Tesla-Sprecher, lobte Klaus Grohmann für den Aufbau eines „unglaublichen Unternehmens".

Weiter führte er aus: „Ein Teil von Herrn Grohmanns Entscheidung war, sich auf seinen Ruhestand vorzubereiten und das Unternehmen in fähige Hände zu überlassen.“ Angesichts des veränderten Fokuses auf Tesla-Projekte habe man sich einvernehmlich entschieden, dass nun der richtige Zeitpunkt für die nächste Management-Generation gekommen sei.

Wesentlich anders stellt der 72-jährige Klaus Grohmann die Lage dar: „Ich bin sicherlich nicht ausgeschieden, weil ich keine Lust mehr hatte.“ Während Klaus Grohmann also das Unternehmen verlässt, bleibt die restliche Grohmann-Führungsmannschaft weiter an Board. Diese teilte jedoch mit, dass sich die Belegschaft sichtlich unwohl fühle, da man nun sehr stark von einem Klienten abhängig sei.

Der Betriebsrat zeigte sich ebenfalls verwundert. Im vergangenen November sei noch erklärt worden, dass alles beim Alten bleibe. Ende März sei man dann doch sehr überrascht gewesen, dass Klaus Grohmann nun in den Ruhestand verabschiedet worden sei.

Streit um Tarifverträge – IG Metall schlägt sanftere Töne an

Nach forschen Tönen und der Androhung eines Streiks schlägt die IG-Metall im Streit um die Tarifgehälter der Tesla-Grohmann-Mitarbeiter nun leisere Töne an. Die gestellten Forderungen seien aber weiterhin legitim und das Vorgehen rechtlich geschützt, ließ Christian Schmitz von der IG-Metall am Mittwoch wissen.

Man gebe sich auch zukünftig selbstbewusst, doch durch das erste Angebot von Tesla sei dem Streit immerhin die Schärfe genommen worden. „Es ist doch nur ein kleiner Schritt notwendig, um hier vernünftig miteinander zu reden“, so Schmitz weiter. Man habe nun die neuen Forderungen an den Arbeitgeber überreicht.

Bedauerlich sei jedoch, dass es bisher noch keinerlei Zusagen für Gespräche über einen Tarifvertrag gebe. Gegenwärtig liegt das Lohngefüge der Grohmann-Beschäftigten zwischen 25 und 30 Prozent unter dem Tarifgehalt. Tesla-Boss Elon Musk hatte in einem ersten Statement angeboten, das monatliche Gehalt um 150 Euro zu erhöhen, eine Einmalzahlung in Höhe von 1.000 Euro in Aussicht gestellt und Aktienoptionen im Wert von 10.000 US-Dollar angeboten.

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