Arbeitssicherheit

Absaug- und Filtertechnik für reine Luft und saubere Prozesse

| Autor / Redakteur: Stefan Meißner * / Dr. Anna-Lena Gutberlet

Erfassung von Schadstoffen am Arbeitsplatz beim Handlöten
Erfassung von Schadstoffen am Arbeitsplatz beim Handlöten (Bild: ULT AG)

Die restlose Beseitigung sämtlicher luftgetragener Schadstoffe gelingt nur, wenn die entsprechenden Filtertechnologien eingesetzt werden.

Die produzierende Industrie ist geprägt von einer Vielzahl an Verfahren. Verbindungs- und Trenntechniken mittels Lasern, Löten, Schweißen oder Kleben, Oberflächenbearbeitungen wie Bohren, Sintern oder Fräsen, der Einsatz von Flussmitteln bis hin zu Produktionsmethoden wie Additive Fertigung oder Rapid Prototyping – die Palette ist breit und mannigfaltig. All diese Prozeduren vereint, dass sie Partikel unterschiedlicher Größen, Formen und Zusammensetzungen generieren.

Diese Partikel sind allerdings ein unerwünschter Nebeneffekt, da sie aufgrund ihrer chemischen und physikalischen Eigenschaften negative Einflüsse auf Menschen, Anlagen, Produkte und die Umwelt haben können. So können sie Krankheiten auslösen, die Maschinenfunktionalität beeinträchtigen − und somit auch für Fehlproduktionen verantwortlich sein −, oder aber Produkte verschmutzen.

Hinzu gesellt sich die Tatsache, dass der Gesetzgeber vorschreibt, wie Schadstoffe in der Atemluft beseitigt werden müssen. Dies ist geregelt durch die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) und Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS).

Einfach nur Absaugen reicht nicht

Der Einsatz einer Absauganlage scheint an dieser Stelle logisch. Ist er auch. Allerdings ist Absauganlage nicht gleich Absauganlage, gibt es doch eine Reihe Parameter zu beachten, die bei der Auswahl des geeigneten Absaug- und Filtersystems wichtig sind.

Die restlose Beseitigung sämtlicher anfallender Stäube, Rauche, Dämpfe, Gase oder Gerüche gelingt nur dann, wenn auch die entsprechenden Filtertechnologien eingesetzt werden. Dabei sollte grundsätzlich Kenntnis darüber herrschen, welche Art luftgetragener Schadstoffe beim jeweiligen Prozess entstehen.

Man unterscheidet hierbei zwischen partikelförmigen und gasförmigen Stoffen. Zum Teil können gasförmige Stoffe auch wieder reagieren und zu Partikeln werden. Moderne Verfahren wie Schweißen, Lasern oder anderen thermische Prozesse bedingen die Entstehung von Partikeln, die immer kleiner werden und mittlerweile im Nanometer-Bereich angekommen sind.

Die Größe der Partikel ist ein Kriterium, das über den Einsatz des geeigneten Filtermediums entscheidet.

Auch die Eigenschaften des zu filternden Mediums sind von Bedeutung. Dabei sollte Kenntnis darüber herrschen, ob die entstehenden Partikel etwa adhäsiv, kondensierend etc. sind, wie hoch der Gasanteil ist oder ob es sich etwa um brennbare Gefahrstoffe handelt. Diese Faktoren beeinträchtigen die Auswahl des geeigneten Filters ebenso.

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Die Hinweise sind sehr wichtig für sicheren Arbeitsplatz, es gibt aber noch eine Kleinigkeit die...  lesen
posted am 27.04.2016 um 09:54 von Unregistriert


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