Nachhaltige Elektronik-Verpackung Abbaubare Papierluftpolster statt 9 Tonnen Plastikmüll pro Jahr

Redakteur: Kristin Rinortner

Nachhaltigkeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe, der sich auch der Verbindungstechnik- und Automatisierungsspezialist Wago stellt. Dazu gehören unter anderem die Abfallvermeidung und die Verbesserung von Recyclingkreisläufen. Bei Verpackungen ersetzen jetzt Papierluftpolster solche aus Kunststoff.

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Umweltschutz: Diana Wilhelm, Head of Corporate Logistics und Gerrit Kranholdt, Leiter Global Distribution Center, präsentieren die neuen Papierluftpolster, die automatisch an den Pick-Platz geblasen werden.
Umweltschutz: Diana Wilhelm, Head of Corporate Logistics und Gerrit Kranholdt, Leiter Global Distribution Center, präsentieren die neuen Papierluftpolster, die automatisch an den Pick-Platz geblasen werden.
(Bild: Wago)

Der „Logistik“ bei Wago ist es gelungen, das Füllmaterial in den Versandpaketen auf Papierluftpolster umzustellen, die zu 100% biologisch abbaubar sind. Die aus 100% Recyclingpapier hergestellten Luftkissen enthalten eine ultradünne, kompostierbare Siegelschicht, die das Recycling nicht negativ beeinflusst.

Umweltgerecht: Die neuen Papierluftpolster AirWave sind teurer als der Kunststoff-Vorgänger, aber eine Investition in die Umwelt.
Umweltgerecht: Die neuen Papierluftpolster AirWave sind teurer als der Kunststoff-Vorgänger, aber eine Investition in die Umwelt.
(Bild: Wago)

Damit kann das neue Papierluftpolster AirWave-PaperWave zu 100% im Altpapier recycelt oder mit kompostierbaren Materialien entsorgt werden. Das Material löst sich in Wasser auf, sollte das Produkt ungeplant im Ozean landen. Dadurch sparen die Mindener rund 9 t Wegwerfmaterial aus Kunststoff pro Jahr.

„Wir versenden aus unserem Zentrallager in Sondershausen rund 5.000 bis 6.000 Pakete pro Tag“, erklärt Diana Wilhelm, Head of Corporate Logistics, „bei solchen Mengen ist es umso wichtiger, Verpackungsmaterial einzusparen. Das beginnt bei einer vollautomatischen Ermittlung der richtigen Paketgröße. So benötigen wir bei unserer großen Produktpalette möglichst wenig Füllmaterial. Die Umstellung auf Papier war der konsequente nächste Schritt. Dem sollen weitere Maßnahmen folgen, um kontinuierlich Ressourcen zu schonen.“

Nachhaltige Alternativen in der Verpackung

Leerräume in den Paketen sind aufgrund der Verpackungseinheiten nicht vollständig vermeidbar, deshalb machte sich das Team auf die Suche nach nachhaltigeren Alternativen, bei denen aber in Bezug auf Handhabung und Schutz der Produkte keine Abstriche gemacht werden sollten. Auch die Nutzung auf der bestehenden technischen Anlage war eine Grundvoraussetzung.

„Mit den Papierluftpolstern haben wir eine Möglichkeit gefunden, die sich noch besser verarbeiten lässt als der bisherige Kunststoff“, freut sich Gerrit Kranholdt, Leiter Global Distribution Center in Sondershausen, der das Projekt verantwortet.

Und nicht nur die Kolleginnen und Kollegen, die mit dem Material arbeiten, sind sehr zufrieden – auch erste Kunden zeigten schon Interesse. Bei allen Vorteilen gibt es auch einen Nachteil: die Kosten. Die neuen Papierluftpolster sind teurer als der Kunststoff-Vorgänger, aber eine Investition in unsere Umwelt, die sich lohnt.

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