Härtestes Solarrennen der Welt Aachener Sonnenwagen ist bereit für das härteste Solarrennen der Welt

Redakteur: Franz Graser

Der sogenannte Aachener Sonnenwagen, der von Studenten der RWTH Aachen und der FH Aachen, ist bereit für das härteste Solarrennen der Welt. Die Strecke führt 3000 Kilometer durch das australische Outback.

Firmen zum Thema

Der Sonnenwaagen aus Aachen ist nun startbereit für das härteste Solarrennen der Welt. Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks verabschiedete den Solarflitzer und das Team, das erstmals als Vertreter aus Deutschland an der World Solar Challenge 2017 teilnehmen wird.
Der Sonnenwaagen aus Aachen ist nun startbereit für das härteste Solarrennen der Welt. Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks verabschiedete den Solarflitzer und das Team, das erstmals als Vertreter aus Deutschland an der World Solar Challenge 2017 teilnehmen wird.
(Bild: Covestro)

Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks (Mitte, in der gemusterten Bluse) bei der offiziellen Vorstellung des Aachener Sonnenwagens in Berlin.
Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks (Mitte, in der gemusterten Bluse) bei der offiziellen Vorstellung des Aachener Sonnenwagens in Berlin.
(Bild: obs/Huawei Technologies/Frank Nürnberger)

In Berlin wurde das Fahrzeug mit Huawei als Hauptsponsor offiziell vorgestellt und nach Australien verabschiedet, um dort an der World Solar Challenge 2017 teilzunehmen. Das Aachener Fahrzeug ist der einzige deutsche Vertreter in der Challenger-Rennklasse.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) lobte das Projekt: „Der Sonnenwagen ist ein gelungenes Beispiel für Mobilität mit sauberer Energie“, sagte sie bei der Präsentation im historischen Berliner E-Werk am Donnerstag.

„Die Studierenden der RHTW Aachen zeigen mit ihrem beispielhaften Engagement für den ersten deutschen Sonnenwagen bei der World Solar Challenge, welches Potential in dieser Antriebsform steckt. Für Elektroautos und LKW kann Solarstrom zum Beispiel eine zusätzliche Energiequelle sein. Hier stehen wir sicher erst am Anfang unserer Möglichkeiten“, sagte die Ministerin.

Die Idee für den Sonnenwagen war im Sommer 2015 entstanden. Das große Ziel war damals die Teilnahme an der Weltmeisterschaft für Solarautos. Nun geht der Wagen aus Aachen im Oktober in Australien an den Start.

Xue Ming, Vizepräsident des chinesischen Unternehmens Huawei Technologies, zeigte sich zuversichtlich: „Um im australischen Outback bestehen zu können, müssen die Fahrzeuge die verfügbare Solarenergie optimal nutzen. Dank des Hightech-Designs und seines geringen Gewichts hat der Sonnenwagen eine extreme Energieeffizienz.“

Xue MIng fährt fort: „Unsere Technik trägt dazu bei, die Fahrstrategie in Echtzeit auf äußere Bedingungen wie Wetterwechsel anzupassen sowie die permanente Kommunikation zwischen Fahrer und Team auch in Gebieten ohne stabile Netzinfrastruktur zu ermöglichen.“

Davon konnten sich die Gäste in Berlin selbst ein Bild machen bei einer Testfahrt des Sonnenwagens auf dem Gelände des historischen Berliner E-Werks. „Mit unserem Solarrennwagen wollen wir einen Beitrag zur Erforschung der Technologien von morgen leisten, damit zukünftige Mobilitätsformen noch nachhaltiger gestaltet werden können. Wir freuen uns außerordentlich, dass wir mit unserem Projekt so viele Menschen für das Thema nachhaltige Mobilität begeistern können und blicken voller Vorfreude auf die Weltmeisterschaft für Solarfahrzeuge im Oktober“, so Niklas Kaltz, zweiter Vorsitzender und Mitgründer des Vereins Sonnenwagen Aachen e.V.

Nach der Geburt der Idee in einer Aachener WG hatte sich innerhalb weniger Monate ein Team von 40 Studenten gefunden, um das ehrgeizige Projekt zu realisieren. Nach dem Abschied in Berlin geht es auf dem Luft- und Wasserweg mit dem gesamten Team und Equipment nach Australien, bevor das Rennen im Oktober von Darwin nach Adelaide gestartet wird.

(ID:44798628)