Smartphone-Accessoires 7 iPhone-Hüllen mit besonderen Fähigkeiten

Redakteur: Peter Koller

Jede iPhone-Hülle hat eine Funktion – nämlich die, das Smartphone zu schützen. Manche gehen aber deutlich weiter: 7 iPhone-Hüllen mit ganz besonderen Funktionen.

Firmen zum Thema

iPhone-Hüllen gibt es in vielen bunten Farben – und manchmal auch mit coolen Funktionen
iPhone-Hüllen gibt es in vielen bunten Farben – und manchmal auch mit coolen Funktionen
(Foto: Bumpskin)

Die Palette der Hüllen für das Apple iPhone ist schier unendlich: Es gibt sie aus Silikon, schnödem Plastik, Holz, Bambus und edlem Leder. In grellen Farben und bunten Mustern oder dezenten Erdtönen. Getarnt als Tonbandkassette, Kapuzenshirt oder angebissener Apfel. Manche iPhone-Hüllen wollen aber nicht durch ihr Design auffallen, sondern durch ihre Funktionalität. Wir haben sieben Beispiele der etwa anderen Art für Sie ausgesucht.

Für dunkle Ecken: Spraytect

(Foto: spraytect)
Scott McPherson ist ein Vater, der sich um seine Tochter sorgt: Als das Mädchen aufs College ging, war Papa McPherson beunruhigt wegen der Sicherheit auf dem Campus. Er wollte, dass Töchterchen immer etwa zu seiner Verteidigung bei sich trägt. So entstand Spraytect, die quasi ingeniöse Kombination aus Smartphone-Hülle fürs iPhone 4/4S und chemischer Keule! Um das integrierte Pfefferspray auszulösen muss zunächst aber eine Sicherheitslasche entfernt werden – das hilft, seine Freunde zu behalten. Noch schöner wäre die Lösung, wenn der Pfefferspray-Auslöser auch gleich die Kamera betätigen und ein Bild des Angreifers machen und an die Polizei übermitteln würde. Na, vielleicht in der Version 2.0. Spraytect ist seit kurzem auf dem Markt. Die Hülle ist in vier Farben für rund 40 US-$ erhältlich, ein Nachfüllkanister Pfefferspray kostet etwa 18 US-$.

Für alle Fälle: ReadyCase

(Foto: ReadyCase)
Quasi das Schweizer Offiziermesser der iPhone-Hüllen will ReadyCase werden: Allzeit bereit. Um das zu erreichen, integriert die Hülle aus grauem Kunststoff eine Reihe von Gerätschaften. Zum Beispiel einen USB-Stick mit 8 oder 16 GB. Und der hat neben der Datenspeicherung sogar noch einen Zweitjob: Nämlich das iPhone zum Video-Gucken in eine definierte stabile Schräglage zu bringen. Dazu ein magnetischer Ring um die Kameralinse, über den sich drei Vorsatz-Optiken (Makro, Weitwinkel, Fischauge) befestigen lassen. Und zu guter Letzt enthält die Hülle eine kleines Multifunktionswerkzeug zum Schneiden oder Schrauben – womit wir wieder beim Schweizer Messer wären. Das Ganze soll für 40 bzw. 50 US-$ auf den Markt kommen, denn im Moment ist das ReadyCase noch ein Indiegogo-Projekt. Aber die Chancen stehen gut. Die angestrebte Finanzspritze von 15.000 US-$ wurde mit 125,467 US-$ weit übertroffen.

Für d e n Fall der Fälle: iBottleopener

(Foto: iBottleopener)
In vielen Fällen kommt es aber gar nicht so sehr darauf an, möglichst viele Funktionen zu haben, sondern nur die eine, entscheidende. Eine iPhone-Hülle für dieses Szenario ist iBottleopener. Das One-Trick-Pony kann eigentlich nur eines: Flaschen öffnen. Aber vielleicht hilft ja gerade diese unverzichtbare Funktion dabei, dass man das iPhone nicht aus Versehen in der Kneipe liegen lässt.

Für Ruhelose: Helios

(Foto: Hello Labs)
OK, zugegeben: Helios ist keine iPhone-Hülle im klassischen Sinne. Aber das Konzept, ist einfach zu witzig. Es verwandelt das iPhone in eine Telepresence-Lösung. Steckt das iPhone in der Helios, wird beides zu einem Telepresence-Roboter, den die Person am anderen Ende der Leitung über eine App steuern und dirigieren kann. Nützlich, wenn man etwa vom Büro aus kurz mit seinen kleinen Kinder daheim spielen will oder nachsehen, wo die Katze schon wieder steckt. Hinter Helios steckt das Startup Hello Labs von Tian Long Wang, einem Absolventen der Unis Cambridge und Princeton. Leider hat Helios auf Kickstarter sein Finanzierungsziel von 50.000 US-$ mit 11.363 US-$ ziemlich deutlich verfehlt

Für Verspielte: Canopy

(Foto: Canopy)
Der Touchscreen mit Gestensteuerung war vielleicht das entscheidende Alleinstellungsmerkmal des iPhone. Aber warum die Berührungsempfindlichkeit auf den Bildschirm beschränken? Das fragten sich jedenfalls die Entwickler der iPhone-Hülle Canopy Sensus Case. Die Hülle integriert zehn zusätzliche Sensorflächen an den Seiten und an der Rückseite des Phones. Damit lassen sich vor allem Spiele auf dem Smartphone besser steuern. Das Produkt wird im ersten Quartal 2013 auf dem Markt erwartet. Canopy nimmt aber schon Vorbestellung für 39 US-$ das Stück entgegen.

Für Forscher: Labstrip

(Foto: Labstrip)
Ganz und gar nicht spielerischen Zwecken dient Labstrip. Das etwas klobige Accessoire verwandelt das iPhone in ein mobiles Labor, in dem es Teststreifen etwa zur Analyse von Wasser oder Blut ausliest und die Daten an eine Analyse-App auf dem Smartphone weitergibt. Auch Labstrip ist (noch) ein Kickstarter-Projekt und noch weit von seinem Finanzierungsziel entfernt.

Für Ladegerät-Vergesser: mobius snapcase

(Foto: Eton)
Eine der weniger angenehmen Eigenheiten von Smartphones ist, dass sie den Akku schneller leer saugen als man dreimal hintereinander "Ladegerät" sagen kann....beinahe jedenfalls. Zudem haben Ladegeräte die unangenehme Eigenschaft, nie da zu sein, wenn man sie am dringendsten braucht. Eine wirklich sinnvolle funktionale Ergänzung einer iPhone-Hülle sind daher integrierte Solarzellen, wie sie zum Beispiel das mobius snapcase von eton bietet. Die Hülle enthält zudem noch einen Zweitakku mit 1800mAh. Voll aufgeladen soll sich so die Sprechzeit um bis zu fünf Stunden verlängern lassen – unverzichtbar für Menschen mit Mitteilungsbedürfnis und einer Allnet-Flatrate...

(ID:36472680)